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It all ends in Fire – Coverreveal Sternenstaub

Ich bin hundemüde, mir tun die Augen und die Finger weh. Aber es hat sich gelohnt. Mein erstes Cover damals vom Stern war schon megaschön. Jetzt darf auch der letzte Band in seinem neuen Kleidchen strahlen. Und ja, liebe Sabrina, ich zwinge dich damit ein grünes Buch zu lesen ;).

 

Genießt es einfach ohne viele Worte.

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Coverart von Dorothee Rund

Oktober 2016 – Es wird immer spannender!

Seit Mai darf ich mich ja nun schon über eine wirklich schnell wachsende Fangemeinde freuen. Das Gesamtwerk wird immer öfter gelesen. Emails und Nachrichten auf Facebook erreichen mich täglich und es ist einfach nur ein umwerfendes Gefühl.

Der Oktober ist dann aber doch noch mal etwas besonderes, denn im Moment passiert alles Schlag auf Schlag. Auf die Buchmesse Con habe ich mich ja schon das ganze Jahr gefreut, weil ich viele Leute, die ich durchs Schreiben kennengelernt habe, dort wiedertreffen werde. Doch dies Jahr kommt noch etwas Neues und für mich ganz besonders Aufregendes hinzu: Eine Lesung für meinen Stern!

Es ist nicht die erste, aber doch ist das alles noch so neu, dass ich weit davon entfernt bin, es als Routine zu betrachten. Darum hibbel ich schon seit einer Woche und bin gleichzeitig verdammt froh, dass auf der Arbeit viel zu tun ist und ich nicht die ganze Zeit drüber nachdenken muss.

Und als ob das alles nicht schon genug der guten Dinge wäre, hat mich diese Woche eine Journalistin unserer regionalen Zeitung angeschrieben und einen Interview-Termin mit mir vereinbart.

Jetzt so im Nachhinein sitze ich natürlich hier und denke mir ‘Ich habe nur dummes Zeug geredet.’ und ‘Man hat glaube ich gar nicht verstanden, worum es eigentlich geht, und wen ich eigentlich mit dem Schreiben erreichen will.’ Tja, Interviews in schriftlicher Form für Buchblogs vorzubereiten hat da schon einen Vorteil: Man kann seine Antworten nochmal durchlesen! *seufz*

Ja, ihr merkt schon, auch wenn ich meinen Stern liebe und gerne mit meinen Lesern in Kontakt stehe, so ist doch das Rampenlicht ( selbst in so kleinem Stil) nicht grade mein natürliches Habitat. 😉 Aber ich geb mein Bestes, euch nicht zu enttäuschen.

In der Hoffnung ein paar von euch am Samstag begrüßen zu dürfen.

 

Eure Sylvia

LuB – Die Liste ungeschriebener Bücher

Nach längerem Aufenthalt im Ausland war gestern Abend meine Schwägerin und Illustratorin für den Stern hier bei uns. Es war ein total schöner Abend. Aber sie hat etwas gesagt, das mich zum Nachdenken gebracht hat:

“Ich bin gespannt, was du so als nächstes schreibst, jetzt, wo der Stern dich nicht mehr völlig absorbiert. Da muss so viel in deinem Kopf sein. So viel ungenutztes Potential für Geschichten.”

Äh ja. Klar. Es gibt sooooooooooooo viele Geschichten in mir. Mittlerweile. Das war ja nicht immer so. Den Stern schreiben. Diese eine große Geschichte, die mich wahrlich gefesselt und fasziniert hat. Das war der Plan. Und dann mal sehen.

Hat aber nicht funktioniert. Also das mit dem ‘und dann mal sehen’.

Der Stern ist und bleibt mein geliebtes Meisterwerk. Doch schon im letzten Schreibjahr, als ich den Plot in und auswendig kannte, verlief mein Kopf sich immer wieder auf neuen Wegen und zu neuen Ideen. Und obwohl ich nun einen ganzen Stapel an Büchern habe, die ich dringend schreiben muss, gerade weil der Stern mich endlich freigelassen hat, läuft es nicht so, wie ich es mir wünschen würde.

Der Grund dafür ist simpel: Der Stern hat mich gefesselt und meine ganze Aufmerksamkeit verlangt. Details, die ich im ersten Buch irgendwann einmal nannte, sie wollte nicht vergessen werden. Denn alles hatte seinen Sinn. Kein Wort darin, dass nicht mindestens ein dutzendmal überdacht worden war.

Nun aber ist alles frei und alles möglich und obwohl der kreative Teil meines Kopfes das genießt, fehlt doch dieses gefesselt Sein an ein Projekt, um es anderen vorzuziehen und voranzutreiben.

Darum habe ich jetzt mal eine Liste gemacht in der ich sortiert habe, was ich derzeit alles als echte Projekte auf dem Schirm habe (Lose Ideen und Konzepte sind nicht berücksichtigt)

Hier für euch also meine LuB.

 

Chroniken von Erui

Das Blut der alten Zeit (fertig geplotet, Anfang geschrieben)

Das Herz des blauen Drachen I -Ein uraltes Versprechen- ( fertig geplottet, 12 Kapitel, weitere 50k unsortiertes Rohmaterial)

Das Herz des Blauen Drachen II -Der dreizehnte Prinz- (fertig geplotet, ca. 40k Rohmaterial)

Das Herz des blauen Drachen III -Zeit und Ewigkeit- (fertig geplotet, ca 20k Rohmaterial)

Der Stern von Erui -vergessene Tage eines Königs- (7 Kurzgeschichten fertig)

Der Stern von Erui -Dunkelste Zeit- (geplottet, Anfang geschrieben)

andere phantastische Welten

Das Lachen der Windhexe (Silberfell und Daunenweich #1), Kinderbuch (fertig geschrieben, noch nicht illustriert)

Tolja und die Nebelfee (Siberfell und Daunenweich #2) (geplotet)

Der Axolotlkönig, Jugendfantasy, GeheimprojektM (fertig geplotet, fast fertig)

Die Seele meines fremden Bruder, Reiseroman mit phantastischen Elementen (fertig geplotet, 10k geschrieben)

Die Stadt, dystopische Fantasy (grober Plot, noch viele Lücken, erste Testszenen geschrieben)

Die Feuertänzerin, ostasiatische Fantasy (grober Plot, noch nicht angefangen)

Versunkenes Feuer (Atlantis-Dilogie #1) (geplotet mit Lücken, 2 Kapitel geschrieben)

Brennende Gischt (Atlantis-Dilogie #2) (geplotet, mit Lücken)

Tausend Wunder … und ein Tropfen Ghulspucke, Funtasy, Fortsetzungsroman (6k geschrieben, jede Menge Plot im Kopf keine Zeit, weil siehe oben)

Das Licht des Leben (GeheimprojektM #2) (Ein Plotbunny)

 

 

Beitragsbild von Dorothee Rund

Das Herz des blauen Drachen – Prolog

ACHTUNG! SPOILERGEFAHR für die Sternenlied-Saga.

 

Ich habe euch hier ja schon gezeigt, wie der erste Versuch für das Drachenlied vor 4 Jahren ausgesehen hat. Das hier ist jetzt der neue Anfang. Und mittlerweile weiß ich, dass das Drachenlied auch wieder eine dreiteilige Reihe wird.

Band I – Ein uralter Schwur-

Band II – Der dreizehnte Prinz –

Band III – Zeit und Ewigkeit –

🙂 Ich freu mich schon voll, das zu schreiben und bin wieder total drin in meiner Welt. Und das auch dank eurer vielen tollen Kommentare auf Facebook, die sich so unbedingt neue Erui-Geschichten wünschen.

 

Prolog

Das Mondlicht schien auf ihre schlafende Gestalt. Der zarte Busen hob und senkte sich ganz ruhig. Ihr goldenes Haar umfloss das geliebte und vertraute Gesicht. Er roch ihren Duft und fühlte ihre zarte Haut unter seinen Fingern. Nach all den Sommern war es für ihn noch immer unbegreiflich, dass sie ausgerechnet ihn gewählt hatte. Ihn, der am wenigsten von allen zu ihr passte.

Seine Hände strichen sanft über ihre Wangen und ihren Hals. Er küsste ihre Stirn – vorsichtig, denn er wollte sie nicht wecken.

‘Budum!’, machte es da mit einem Mal.

Sein eigener Herzschlag, sonst so rhythmisch und regelmäßig wie der ihre, setzte eine Weile aus. Er fasste sich an die Brust, schloss die Augen und versuchte langsam ein- und auszuatmen. – Nur die Ruhe bewahren, dann würde es schon wieder vergehen.

‘Budum!’ machte es zum zweiten Mal.

Er fühlte wie das Blut in seinen Kopf schoss. Ein Rauschen in seinen Ohren setzte ein. Die warme Haut unter seinen Fingern wurde mit einem Mal kühl und fremd und etwas schien ihre Gestalt zu verschleiern wie Schlieren aus dunstigem Mondlicht oder Schlimmeres.

Er hörte das Vorbeiziehen der Wolken und den fernen Wind vor dem Balkon. Alte Vertraute, Freunde aus einem anderen Leben, die ihn riefen.

‘Budum!’ machte es zum dritten Mal.

Es würde sich nicht aufhalten lassen. Das wurde ihm nun klar. Egal, mit welchen Mitteln er dagegen ankämpfte. Er würde ihm geben müssen, wonach er verlangte. Vorsichtig, einen letzten Blick auf seine wunderschöne Frau werfend, schälte er sich unter den Decken hervor. Außerhalb des Bettes war es kühl. Das Jahr war noch jung, das Feuerfest noch nicht gefeiert.

‘Feuer kannst du haben’, hörte er ihn flüstern.

Er seufzte tief. Sah zu ihr zurück, die immer fremder wirkte. „Ich liebe dich, mein Stern“, hauchte er, dann durchschritt er den Vorhang und ging auf den Balkon hinaus.

Der Nachtwind empfing ihn und er breitete die Arme aus, um den alten Freund willkommen zu heißen. Er hatte es versprochen. Und seine Versprechen hatte er bis heute noch immer gehalten, ganz gleich wie unmöglich ihre Erfüllung schien.

‘Budum!’

Er ließ es einfach zu, spürte das Winden und Zerren und Reißen in sich, wie die Bewegungen einer übergroßen Raupe, die aus ihrem Kokon drängte.

‘Budum, Budum, Budum!’

Er spannte die Schenkel, sprang auf das Geländer. Seine durchscheinenden Flügel surrten auseinander und hoben ihn hoch in die Luft. Seine Gedanken vermischten sich mit dem tiefen dumpfen Schlag und dem Schmerz und der Stimme, die langsam immer lauter und fordernder und herrisch wurde.

Freiheit! Endlich wieder frei!

Ich kann es riechen, fühlen schon fast. Irgendwo ganz weit fort dringt der Schmerz der anderen Seele in mein Bewusstsein. Doch das ist mir egal. Ich kann auf ihn keine Rücksicht nehmen. Nicht, wenn ich frei sein und leben wollte.

Viel zu lange habe ich darauf verzichtet und viel zu lange hat er mich gebunden und eingesperrt, dazu gezwungen mit ihr das Bett zu teilen. Mit ihr, einer Schleierschwester! In ihren Armen hat er gelegen Nacht für Nacht, und damit auch ich.

Weiß er nicht, was er mir damit antut?

Meine Flügelspitzen spannen sich. Eine Wolke schiebt sich vor die Mondsichel. Verdeckt sie für einen Augenblick und alles fühlt sich wieder so an wie damals. Damals, als ich geboren wurde.

An den Augenblick erinnere ich mich noch genau. Dunkel war es gewesen. Blau in blau und nochmals blau um mich herum. Die Nacht vor dem Erwachen hatte ewig gewährt und ewig war auch ich.

Ich fühlte es, so wie ich es jetzt fühle, das Entfalten meines Geistes, der immer dagewesen war, sich doch nicht seiner selbst bewusst. Damals weit fort, als ich diesen Laut vernahm und diesen Gedanken spürte, als der Traum mich gebar. Mich und die ganze Welt um mich herum, da hat es sich genau so angefühlt.

Dann war es dunkel geworden an einem Morgen; dunkler als ich es jemals vernommen hatte. Und lange hatte es gedauert, bis ich diesen Augenblick des Erwachens wieder erleben durfte.

Jedes Mal aufs Neue war es die Nacht, die mich umspannte, aber gleichzeitig war ich die ganze Nacht. Sie überzog Stück für Stück mein neu erkanntes Selbst, umfloss mich, wob mich ein, gab mir Flügel. Sie nahm mich gefangen und gab mich doch im gleichen Moment wieder frei.

Thor’allion An Deterin Ad Aran, hörte ich es über all um mich ertönen.

Schwingen, die die Mitternacht geboren hat.

Das war ich. Das bin ich. Bis heute. Viele Male hat mein Herz seitdem die Enge dieses Kerker gefühlt. Viele Male seit jenem einen Tag, der alles veränderte. Wie viele Jahre, Jahrtausende musste ich schweigen, nicht wissend wer ich war, was ich war, ob ich denn überhaupt noch war?!

Schwächliche Körper und noch schwächere Seelen, sich meiner kaum oder gar nicht erst bewusst, sie trugen mich, seit dem Tag, als er versagt hatte.

Doch wie kann ich jenem heute noch zürnen? Wie kann ich böse sein dem, der meine Schuld und mein Versprechen auf sich lud und es bewahrte und weitergab, an den, der mich heute in sich trägt?

Er, der eine König, geboren von altem und von neuem Blute, einzig und allein würdig, mein Herz und die Bruchstücke meines Geistes bis in alle Ewigkeit zu tragen.

Jetzt spüre ich, wie seine Seele in mir sich zurückzieht. Einmal mehr hat er seine Flügel gegen meine getauscht. Entlässt mich erneut in die Nacht, so wie es ausgemacht und versprochen war. Dabei, wenn ich ehrlich bin, bin ich doch nur noch ein kleiner Teil von ihm. Doch er ist stärker als seine Vorfahren waren; stärker als alle Könige, über die ich in all den Jahrhunderten wachte und richtete.

Freude steigt in mir auf bei diesem Gedanken. Freude und gleichzeitig unbändiger Zorn. Ich fliege hoch und immer höher, den Wolken entgegen, durch sie hindurch, spüre, wie ihr Dunst meine kobaltblauen Schuppen benetzt, fühle den Wind und breche dann durch die Decke hindurch ins gleißende Mondlicht und zu den Sternen. Das Gold der Strahlen auf meiner Drachenhaut erinnert mich an das Gold der Schuppen meines Bruder. Mein Bruder!

Bruder Teijun! Ich weiß, du wartest. Ich weiß, du sehnst dich nach mir. Ich weiß, ich war viel zu lange fort. Ich komme! Ich bin auf dem Weg. Ich werde bei dir bleiben, so lange er mich lässt.

Feurig ergießt sich mein wiedergewonnener Atem auf die Wolken um mich herum. Manche sind nicht stark genug und verwandeln sich in Dampf und kondensieren zu neuen Wolken. Sie mischen sich mit Asche und mit Zorn … Drachenzorn.

‘Budum!’, höre ich mein Herz schlagen. ‘Budum!’ – wie eine Trommel. ‘Budum! Budum! Budum!’

aus “Das Herz des blauen Drachen -Ein uralter Schwur-“, von Sylvia Rieß, 2016

Artikelbild copyright by Thira F. Bauer, 2016

Heimweh nach einem Ort, an dem man nie war.

Ich möchte schreiben. Ich könnte schreiben. Ich habe grade Zeit. Und so viele Ideen. Aber es geht nicht. Mein Kopf will sich einfach nicht einlassen auf diese neuen, wundervollen, noch unfertigen Geschichten, in denen noch so viel möglich ist.

Letztes Jahr, als ich auf einem Hochpunkt an Stress mitten in der Veröffentlichung des zweiten Teils und der Überarbeitung des dritten meines Stern von Erui steckte, da haben sie mich überfallen, die wunderbaren Ideen, meine neuen Gedankenkinder. Am Anfang waren sie nur kleine Plottbunnies, die um mich her hüpfen. Hier ein Pitch für eine Geschichte, da ein Dialog zwischen zwei noch unausgereiften Charakteren.  Einige davon sind in der Versenkung verschwunden, doch anderen haben sich gehalten, sind gewachsen und nun bereit, endlich auf Papier gebannt zu werden.

Aber meine Finger verharren zitternd über den Tasten, wenn ich nur daran denke.

Warum?

Ganz einfach. Ich bin an einem Punkt angekommen, den mancher meiner Kollegen vermutlich kennt. Und wenn man ehrlich ist, kennen ihn auch die Leser. Jeder, der schon mal eine Leseflaute hatte, weiß wie das ist: Nichts kann einen wirklich begeistern, obwohl so viele schöne Titel auf einen warten. So viele Geschichten mit liebenswerten Helden und spannenden Wendungen. Doch nein, man kann nicht. Man will nicht. Nichts ist genug. Nichts ist schön. Alles ist öde und fad und grau.

Ein Gefühl, das alle von uns kennen: Man hat Heimweh. Heimweh nach dieser einen Geschichte, die in der Lage war, einen total in seinen Bann zu ziehen, den Kopf nicht mehr loszulassen und einen in sich hineinzuziehen.

So wie ihr beim Lesen, erleben wir Autoren das auch beim Schreiben. Wir fühlen und fiebern mit. Manchmal werden wir selbst überrascht, wenn unsere Helden unter unseren Fingern plötzlich Worte zu Papier bringen, die wir so nie gedacht, nie für möglich gehalten hätten. Wir sehen aus Gedankenkonstrukten kleine Persönlichkeiten wachsen, mit denen wir lachen und leiden.

Und manchmal hat uns eine dieser Geschichten so fest gepackt, dass wir wirklich Heimweh bekommen, wenn sie vorbei ist. Heimweh nach den Orten, die wir erschaffen haben. Heimweh nach dem Gefühl, wie es war, das erste Mal von diesem Ausblick von jenem Kliff hinab in das verwunschene Tal zu schreiben, oder von dem Streit zweier Freunde, der uns selbst das Herz zerriss, weil alles, was wir vorher schrieben unweigerlich auf diesen Punkt zu lief, aber wir selbst noch gar nicht wissen, wie es enden wird, oder auch jener eine, vielleicht schicksalsträchtige Kuss, ganz still, ganz heimlich.

Wir sehnen uns nach der Geschichte, die wir so vielleicht nie wieder schreiben werden – nein sogar mit Sicherheit nicht! – und fallen damit in ein tiefes Loch, das sich ein wenig nach Liebeskummer anfühlt.

Doch Gott sei Dank ist es mit dem Lesen und dem Schreiben anders als im echten Leben. Man kann sein Herz mehrmals verschenken. Keine unserer geliebten Geschichten wird eifersüchtig sein auf die nächste, die uns zu packen vermag, denn sie wissen, der Tag wird kommen, da werden wir sie wieder aus dem Regal kramen und uns einmal mehr in der Melodie ihrer Zeilen verlieren.

 

Ein schönes Wochenende wünscht euch

 

Eure Sylvia

Tausend Wunder … für die Ohren!!

Ich bin schon öfter angesprochen worden, warum es meine Werke denn nicht auch zum Anhören gibt. Das hier ist ein Testlauf, noch mit ein wenig amateurhafter Technik, darum das viele Rauschen im Hintergrund. Aber ich wollte euch nicht länger hinhalten. (Mein neues Mic ist auf dem Weg 🙂 )

Vorhang auf für meine grüngelockte Zwergin und ihre Freunde, den Dieb – oh pardon- den Wertumverteiler Maljosh und Hamster Ambros.

 

Episode 1:

Erster Schnipsel im neuen Jahr

Auch hier nochmal ein frohes neues Jahr 2016.

Der erste Schnipsel in diesem Jahr ist aus einem meiner neuen Projekt und soll euch einfach schon mal darauf einstimmen, dass es nicht nur Highfantasy und Erui dieses Jahr von mir geben wird. es ist der bisherige Prolog meiner Märchennovelle “Die Seele meines fremden Bruder”.

Worum es geht? Um Flucht vor dem Alltag und das Entdecken neuer Welten. Ein wilder magischer Tanz erwartet euch, der euch hoffentlich zu fesseln weiß.

 

Prolog

Afrika, die Wiege der Menschheit, – so zumindest glauben es die Forscher.

Bei vielen löst allein das Wort eine ungeahnte Sehnsucht und Fernweh aus. Endlose Steppen, durch die große Horden von Zebras und Gnus ziehen. Weite Wüsten, tödlich, für jeden, der sie betritt. Sengende Sonne und monatelange Dürre, lebensfeindlich und abweisend; doch dann, einmal im Jahr, wenn der Regen kommt, erinnert sich das Land daran, dass es der Schoß war, aus dem alles Leben seinen Anfang nahm. Es blüht auf, wird grün und nahrhaft. Für wenige Wochen gibt es alles im Überfluss, bis der Kampf ums Überleben von Neuem beginnt. – Das zumindest, ist Afrika, wie es sich die meisten vorstellen.

Ich aber, ich habe ein anderes Afrika gesehen. Ein wildes, üppiges, überreiches Land, das verschwenderisch mit seinen Gaben prahlt. Ich denke nicht an trockenen Wüstenstaub, sondern an regenschwere Luft, so feucht, dass man beim ersten Atemzug in ihr glaubt, ertrinken zu müssen. Ein Afrika voller unbändiger, überschäumender Lebensfreude. Seine Musik, sein Tanz ziehen einen an und man verfällt darin, wie in einen Rausch.

In dunklen, abweisenden Gesichtern verliert man sich, wird sich seiner eigenen Andersartigkeit bewusst. Man wird selbst zum Außenseiter und zum Fremden, bis sich einem eine fremde Hand reicht und hineinzieht in diese Welt, die man kaum versteht. Man ist ausgeliefert und hilflos, denn selbst das Bekannte wirkt hier ganz fremd. Erst wenn man lernt, zu vertrauen, den Wegen zu folgen, die das Leben hier geht, erst wenn man sich einlässt auf diese Welt, offenbart sie sich. Dann zieht sie dich an sich, erdrückt dich fast mit all ihrer Fremdheit. Sie packt dich, kriecht dir in Herz und Seele und füllt die Brust mit Sehnsucht und dem Wissen, dass wahr ist, was die Forscher glauben.

Dieses Afrika, fremd und gefährlich, bösartig und wild und doch irgendwie altvertraut, es hat mich eingewoben, eingesponnen, gefangengenommen und nie wieder losgelassen, selbst jetzt, wo ich durch doppelt verglaste Fensterscheiben auf einen trüb-grauen Wolkenvorhang starre und die Wärme und der Tanz von damals nur eine ferne Erinnerung sind.

– Oder war das alles doch nur der Voodoo?

Verspäteter Dienstags-Schnipsel – Die Verwandlung mal anders

Ich hatte ja eigentlich fest vor, jeden Dienstag brav was zu schnipseln, damit euch beim Warten auf denn Sternenstaub nicht langweilig wird.

Mea culpa … Dienstag war ich nano-nachwirkungsbedingt einfach einen Tag out of Order und habe gar nix gemacht. Einfach nur daheim rumhängen und gammeln. Ich habe den Pc angeschaltet, an den Schnipsel gedacht, die Seite geöffnet und … wieder zu gemacht.

Dafür gibt es die kleine Kostprobe aus einem neuen Projekt heute.

Der Arbeitstitel bisher lautet: ” Der Axolotlkönig” und inspiriert hat mich dieses Bild.

Worum es gehen wird?

Fynn ist sechzehn, hat ein großes Mundwerk, einen reichen Vater und sieht gut aus. Das Beste an ihm ist aber, dass er Leadsänger in seiner eigenen Rockband ist. Zumindest war er das, bis zu diesem Zwischenfall. Jetzt ist er noch genau 20 cm groß mit glitschiger kupferfarbener Haut und lebt in einem Aquarium. Auch noch ausgerechnet im Aquarium des langweiligsten Mädchens an der gesamten Schule.

Leonie trägt komische Klamotten, eine dicke Hornbrille und hat immer ein Buch vor der Nase.
Zunächst fragt Fynn sich nur, wie er in diese missliche Lage geraten konnte, vor allem, wie er herauskommt. Dann aber bekommt er durch die Wände seiner beengten Behausung einen tieferen Einblick in Leonies Leben und plötzlich fragt er sich nur noch, wie er ihr helfen kann.

 

Eine witzig-chaotische Adaption des Froschkönigs für Jugendliche, die allerdings nicht ohne eine gewisse ernste Note bleiben wird. Wie, wird an dieser Stelle nicht verraten. Hier ist erstmal eine Kostprobe daraus:

 

Kaum haben wir unseren Kram von der Bühne geräumt, damit die Theaterfreaks mit ihren Proben anfangen können, verschwinde ich im Bad. Ich schließe mich auf einer der Toiletten ein und hole erstmal tief Luft.

Ich bin froh, dass wir das jetzt hinter uns gebracht haben, war eigentlich von vornherein abzusehen, dass wir spielen dürfen. Aber der Rektor macht immer einen Aufriss wegen der Formalitäten. Immer muss er raushängen lassen, dass er in allen Entscheidungen das letzte Wort hat. -Klar, wenn man das daheim nie hat.-

Dennoch bin ich nicht ganz so cool, wie ich nach außen wohl immer wirke. Grade nicht nach dem Auftritt, den mein Dad daheim wieder hingelegt hat.

Sturzbetrunken, das Whiskyglas noch in der Hand, -dass es ein Dalmore Jahrgang 64 war, hat es nicht besser gemacht. Kotze wegwischen noch vor dem Frühstück! Brauche ich unbedingt. Und umziehen musste ich mich dann auch noch mal. Man man man. Ich bin doch nicht sein Kindermädchen.

Ich hoffe er pennt einfach, bis ich heute Nachmittag wieder da bin.

Mit zitternden Fingern ziehe ich eine Zigarettenschachtel aus der Tasche. In der Schule darf nicht geraucht werden. Es tun trotzdem alle. Aber ich sollte mich nicht erwischen lassen. Hab schon zwei Verwarnungen deswegen. Bei der nächsten darf ich für vier Wochen die Schulklos putzen. Fällt mir ja im Traum nicht ein.

Ich bin jetzt kein Dauerraucher. Eigentlich paffe ich bloß. Will mir ja die Lunge nicht ruinieren, aber irgendwie brauch ich das manchmal, grade an nem Tag wie heute.

Nach außen müssen wir natürlich ein tadelloses Image pflegen. Auf qualmende Schmuddelrocker steht heute keiner mehr. Nein, am besten sollte man ein tierlieber Öko sein, der in seiner Freizeit Elefantenbabys rettet. Naja. Vielleicht such ich mir eine entsprechende Beschäftigung, wenn ich wirklich mal berühmt werden sollte.

Ich höre die Unterrichtsglocke schellen. Dann quietscht die Tür. Hastig werfe ich die Zigarette in die Kloschüssel.

Fynn, bist du hier drin?“, höre ich Marvs Stimme.

Ich atme erleichtert aus und will ihm antworten, da passiert mit einem Mal etwas Seltsames. Mir wird erst eiskalt und dann heiß. Etwas in mir zieht sich zusammen. Dann ist mir, als würde ich plötzlich keine Luft mehr bekommen. Ich verliere den Halt, stürze, drehe mich ein paar mal um mich selbst, dann macht es ‘Platsch’.

Als ich wieder zu mir komme, bin ich pitschnass und schwimme in einer riesigen Wasserlache. Um mich her ist alles weiß. Wände, Boden, Decke – alles weiß.

Ich drehe mich verwirrt um. Ich will etwas sagen. Es macht ‘Blubb’. Neben mir schwimmt ein Zigarettenstummel von gigantischem Ausmaß vorbei.

 

Public Relation month – oder eine Tournee für den Stern

 

Bald ist der Juni auch zu Ende. Damit ist Band Eins der Sternenlied Saga dann schon zwei Monate auf dem Markt. Zeit um anzukommen in der Welt der Bücher, Zeit um sich einen kleinen Lesekreis aufzubauen. Doch für einen Stern ist das nicht genug.

Um einen berühmten Film zu zitieren: “Was tun Sterne?” 

Richtig! – Sie leuchten.

Um zu leuchten, mit voller Kraft, und all die Leser zu erreichen, die bisher noch nicht wissen, dass es diesen wundervollen Fantasy-Epos gibt, soll der Juli genutzt werden.

In vielen Bundesländern haben die Ferien schon begonnen.

Reisezeit – Lesezeit.

Darum, nehmt euch euren Stern mit in den Urlaub und taucht ein in eine Welt voller Emotionen, voller Magie, voller Gefahren

Am 30. Juni beginnt hier auf Sabrinas Leseträumen die große Blogtour um euch einzustimmen, euch mitzunehmen auf die fantastische Reise durch Erui.

Und wer dann immer noch nicht genug hat, lieber mit anderen zusammen lesen und sich über die Erfahrungen austauschen möchte, kann das bei unserer Leserunde auf Goodreads tun.

Das wir ganz groß!!! Also seid mit dabei.