Kategorie-Archiv: News

Herr der sieben Königreiche – Band 1 zum Vorbestellen

Kann ein Hamster wirklich Herr der sieben Königreiche sein?

Oder ist es am Ende doch eher der schrecklich schaudrig schnöselige Rangun Roxxor?

Diese Frage wird vielleicht noch beantwortet werden im Laufe der Reihe. Doch beginnt die Geschichte meines wohl ungeplantesten Projektes ganz anders.

Zitara Zaylandra, Voodoodienstleistungen aller Art, -Verzaubern, Verbannen, Entfluchen; oder das jeweilige Gegenteil davon -, lebt abgeschieden und getrennt von ihrem Zwergenclan in der Einöde Dramuriens nahe der Berge der Verdammnis. Die Hütte, in der schon ihre Großmutter dem Zaubergeschäft nachging, ist nur einen Steinwurf entfernt von der berüchtigten Grotte der Tausend Wunder. Der Alltag hier ist eher dröge, bis eines Nachts der gnomische Möchtegern-Meisterdieb Maljosh mit einem plüschigen Problem vor ihrer Tür steht.
Sie soll seinen Hamstergefährten Ambros von einem dunklen Fluch heilen, bevor das bemitleidenswerte Wesen sich den letzten Rest seiner Seele aus dem Leib hustet. – Im wahrsten Sinne des Wortes!
Um dafür die sieben Zutaten der Macht zu beschaffen, müssen sie wohl oder übel hinab in die tiefsten Teile der Grotte, aus denen noch kein Abenteurer lebend zurückgekehrt ist. Doch mit Zitaras grenzenloser Selbstüberschätzung und Maljoshs linken Händen kann eigentlich gar nichts schiefgehen …

Wer von euch ist mutig genug, dem Ruf der Grotte zu folgen? Wer kommt hinter das Geheimnis der peregreinschen Ebene oder der letzten Gruft?

Vorbestellen kann man das Ebook hier.

Die gedruckte Version soll ebenfalls ab dem 23.05. erhältlich sein. 🙂

 

Ambros, Zitara, Maljosh, Lyrion und ich freuen sich auf euch und wünschen euch vor allem VIEL GLÜCK IN DER GROTTE DER TAUSEND WUNDER.

😉

Der Deutsche Phantastik Preis 2018 – Eine Überraschung der Extraklasse

banner DPP

Es gibt Tage, da verliert man. Und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.

 

So oder so ähnlich fühlt sich Autorendasein an gefühlt 300 von 365 Tagen an. Man hat sein Wortsoll nicht geschafft. Oder man hat schon wieder viel zu viel Zeit mit Marketing verbringen müssen. Oder irgendwer hat die neue Idee zerrissen, in die man grade ganz verliebt war, und jetzt kommt einem alles ALLES ALLES, was man macht nur noch oberflächlich und leer und unnütz vor und man fragt sich: Warum eigentlich?

Dafür, dass nur jeder 1000ste Leser eventuell und vielleicht mal ne Rezi schreibt? Dafür, dass man sich immer und immer wieder fragen lassen muss, ob man denn wirklich ein echter Autor ist? Sei es von Zeitungen, von Buchläden von Verlegern. Sprich, man fühlt sich oft einfach nur unendlich unzureichend in dieser Branche.

 

Und dann gibt es Tage wie diese

axolotl-Plakat 2018 Antho-Plakat 2018

Holler-Plakat 2018 Schuhe-Plakat 2018 Sohn-Plakat 2018

 

Tage, an denen man erst über die sozialen Netzwerke erfährt, die eigene Antho hat es auf die Longlist des DPP geschafft. Wow! Freude. Stolz. die Märchenspinnerei hat eine Wertschätzung erfahren, die in dieser Branche echt was bedeutet. Man arbeitet also weiter vor sich hin und denkt an nichts Böses, bis man dann abends endlich selbst einen Blick auf die Liste der Nominierten wirft.

… und fast mit Schnappatmung vom Stuhl fällt.

Nicht ein Titel der Spinnerei oder zwei stehen auf der Liste. Nein. 5. In Worten F Ü N F!

Fünf Büchern an denen ich selbst im vergangenen Jahr mit gemacht habe. Sei es als Autor, im Lektorat, als Mutmacher auf den letzten Metern vor der VÖ, als Coach eines ganz unverhofften Debüts oder als Herausgeberin einer Anthologie.

 

Die Märchenspinnerei – ein Herzensprojekt

 

Ich habe die Tage im letzten Jahr nicht gezählt, an denen ich mich fragte, warum und wofür, und ob es den Stress denn wert sei. Aber jetzt, jetzt, wo für mich Ruhe einkehrt und ich mit den letzten Vorbereitungen für Leipzig ganz entspannt wieder Zeit zum Durchatmen finde, ist diese Liste wie ein kleines Geschenk.

Ein Geschenk an die verrückte und wagemutige Gruppe, die sich zuzwinkert in einem Forum vor zwei Jahren beschloss: Lasst uns doch mal den Buchmarkt revolutionieren.

Dass es ne spinnerte Idee war, war uns allen klar. Die Arbeit viel zu viel, die Ziele zu ambitioniert und der Erfolg unwahrscheinlich. Und jetzt DAS.

 

Es ist zu schön, um wahr zu sein

 

… und doch ist es war.

Aber anders als jemals erwartet oder gedacht. … Ganz anders. 😉

 

Vielen Dank, dass ich das hier erleben darf.

 

Und klar, noch der Link, für alle die für eins unserer Bücher, oder auch jedes andere tolle Fantasy-Buch abstimmen wollen.

Abstimmung DPP-Longlist.

 

Eure Sylvi

 

Weihnachtsgrüße Teil 1 – Ambros

Hallo meine Lieben.

 

Auf meiner Seite war es viel zu lange viel zu still. allerdings lag es einfach an viel zu vielen Projekten, die mich so das Jahr über beschäftigt haben. Zu den meisten findet ihr ja hier die entsprechenden Infos. Statt euch nun aber mit einem drögen Jahresrückblick zu langweilen, wie ich es ursprünglichvorhatte, kommt miir schon wieder etwas dazwischen. Darum schiebe ich mal meine Charaktere vor. Sollen die euch doch einfach mal Weihnachtsgrüße übermitteln.

Der erste davon kommt (nicht so ganz freiwillig) von meinem Hamsterhelden Ambros, der im kommenden Jahr in “Herr der sieben Königreiche” sein Debüt geben darf. Na auf, … Ambros. Nicht so schüchtern.

 

An alle jene, deren Augen sich nicht abwenden können von diesem Gruße,

man trug mir zu, dass ihr euch sehr über weihnachtliche Grüße aus meiner Pfote freuen würdet. Eiderdaus!

Da stellen sich mir ja gleich zwei Fragen völlig parallel auf einmal. Da unsere Gehirne sehr wohl in der Lage sind, dies gleichzeitig zu verarbeiten, die Augen von euch Echtweltlern allerdings kaum, erläutere ich euch das aber mal eine nach der anderen. Zum besseren interdimensionalen Verständnis und so.

Denn erstens: Wie kommt es, dass ihr von mir erfahren habt?

Ich bin, mal ganz unbescheiden zugegeben, zwar kein unwichtiges Subjekt, nur gerade eben – aber das bleibt unter uns! – zufällig in einem etwas ungünstig gestalteten Körper zwischengelagert, aber dennoch stelle ich es mir sehr unwahrscheinlich vor, dass mein Ruhm sich über die Grenzen der sieben Königreiche hinweg so ausgebreitet haben soll.

Nun, sei es wie es sei. Kommen wir zu meiner zweiten Frage: weihnachtlich?!

Ja mal ganz alle Krallen am Drachen gelassen; – wie kommt man dennn auf die Idee, dass ICH oder irgendwer sonst aus den Königreichen so etwas wie weihnachtlich Geist verbeiten könnte?

Wisst ihr Echtwelt-Menschen denn überhaupt, woher das Wort WEIHnachten wirklich kommt?

Also wirklich wirklich. Nicht eure Version davon. Ich meine, immerhin seid ihr vor zwölftausend Jahren auch aus dem interdimensionalen Bund ausgeschieden, weil ihr beschlossen habt, eure bis dahin weitest entwickelte Zivilisation im Meer zu versenken und sämtliche Abkommen mit anderen Parallelexistenzen zu der euren Welt zu leugnen. Ja, seitdem nennen wir euch ‚Echtweltler‘. Euer unbedingter Glaube daran, dass eure Realität die einzig wahre ist, ist schon irgendwie … putzig.

Aber andererseits seid ihr auch gleichzeitig legendär. Überall in den sieben Königreichen wird nämlich die Geschichten von den Menschen aus Echtwelt erzählt, die aus den einstigen Klagenächten ein Fest voller Glanz und Gemeinschhaft haben werden lassen. WEIHnachten kam nämlich ursprünglich von WEHKlagen, nicht von geweiht. (Da können euch die Priester eure Welt noch so viel dagegenhalten!)

Die Welten, entsprungen aus der kaleidoskopischen Unordnung des absoluten Chaos, wurden nämlich in dieser dunklen Zeit einst von interdimensionnellen Verschlingern heimgesucht.

Rauhnächte, hat man es bei euch noch in den heidnischeren Kulturen genannt. Das kam immerhin näher dran als der Klamauk, den ihr nun veranstaltet.

Denn ja, eigentlich solltet ihr in dieser Zeit zitternd und wehklagend in euren Häusern harren, hoffend, dass die Weltenverschlinger vor eurer Dimension Halt machen werden und lieber … naja, eben wen anders verschlingen.

Stattdessen sitzt ihr um einen bunt geschmückten Baum, der extra fünf bis zwölf Jahre wachsen darf, um in vier Wochen in einer beheizten Stube mit Glitzertand behängt für familiären Unfrieden zu sorgen. Dazu beschenkt ihr euch im Überfluss mit Dingen, die eure Existenzebene an den Rand der Selbstzerstörung bringen, und esst so viel ungesunde Dinge, das ihr alle drei Wochen danach überlegt, wie ihr euch am effektivsten wieder aushungern könnt.

ABER, und das erzählt man hier bei uns all den kleinen Gnomen- und Zwergen-. Halbling- und Elfenkindern, und bestimmt auch den Draugen und Trollen und Koppern und Ghasten und wie sie nicht alle heißen, ihr habt es geschafft, aus einer Zeit der Hoffnungslosigkeit und der Dunkelheit ein Fest des Überflusses, der Verschwendung und manchmal auch des Lichtes und der Liebe werden zu lassen. Und das ihr Lieben, ist eine Leistung, für die sämtlich Wesen aus allen Dimensionen die Menschen von Echtwelt stets beneidet haben.

Darum wünsche ich euchh, ganz gleich wie und wo und mit wem ihr dieses Fest begeht, dass der Glanz euch durch die dunklen Tage des Jahres trägt und der Glanz dieser menschlichen Fähigkeit zu lieben und Schönes überall zu finden, euch euer ganzes Leben lang begleiten möge.

Mit hochachtungsvollen Hamstergrüßen,

Ambros Astorion.

Herr der sieben Koenigreiche_img

Blogger gegen Cybermobbing – Ein Märchen als Vermittler

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Cybermobbing – eines von vielen Problemen der gläsernen Gesellschaft

 

Mit diesem Beitrag möchte ich heute die Kampagne starten, die ich mit einigen tollen engagierten Bloggern geplant haben. Ausgehend von ihren Rezensionen zu meinem Jugendbuch “Der Axolotlkönig” kamen wir ins Gespräch und stellten fest, dass uns alle das Thema in irgendeiner Weise berührt und am Herzen liegt.

“12. November im schrecklichsten Jahr meines Lebens …”

Damit beginnt in der Geschichte, die erst locker und fröhlich-frech daher kommt, das Tagebuch meiner Protagonistin Leonie. Sehr bald wird klar, dass sie selbst nur bedingt Anteil daran hat, dass dieses Jahr an der neuen Schule für sie zum Spießrutenlauf durch die Hölle wird.

 

Ein Spießrutenlauf, der mir selbst nur allzu bekannt ist

 

Seit der Veröffentlichung im Februar bin ich in zahlreichen Interviews gefragt worden, ob ich mich denn selbst mit der Figur der Leonie identifizieren kann. Ein Mädchen, das schlicht aufgrund seines Andersartigkeit – anderer Musikgeschmack, andere Klamotten, anderer Look – von seinen Mitschülern gehänselt und bloßgestellt wird.

Bisher habe ich immer gesagt: Nein. Denn es stimmt. So verzweifelt wie Leonie bin ich nie gewesen.

Dennoch kann ich mich, so rückblickend, nicht daran erinnern, dass ich in der Schulzeit jemals ‘dazu’ gehört hätte. Klar hat man Freunde, doch wie meist bei Teenagern halten solche Freundschaften selten lang und wechseln oft.

In der Oberstufe auf der Abschlussfahrt gab es schließlich ein Ereignis, dessen Details ich heute, so oft ich sie rekapituliere, noch immer nicht ganz fassen kann, weil es unwirklich und abstrus wirkt, was damals wie zum nächsten führte. Danach, das ist mir noch sehr präsent, war ich im Jahrgang jemand, der auf den Gängen gemieden und geschnitten wurde. Für etwas, an dem ich nicht die schuld trug, weil es überhhaupt keine Situation war, in der ein Schuldiger zu finden gewesen wäre. Dennoch war es die bequemste Lösung für alle anderen mich rauszupicken und zu sagen: Du hast diesen Abend ruiniert.

Heute weiß ich: Ich würde genauso wieder handeln.

 

Ein Märchen als Vermittler

 

Ohne es bewusst zu merken, hat mich die Situation damals krank gemacht. So krank, dass ich während meiner Abiturprüfungen ins Krankenhaus musste. Es hat nicht nur meine körperliche Gesundheit beeinträchtigt sondern damit auch alle meine Lebensträume in Gefahr gebracht. Tiermedizin konnte ich nur mit einem Nummerus Clausus studieren, und den zu erreichen wurde in dieser Situation extrem schwer.

Am Ende wandte sich dennoch alles zum Guten. Mein Freundeskreis, der mit der Schule kaum Überschneidungen kennt, half mir, Abstand zu gewinnen. Und als Jahre später eine ehemalige Freundin zu mir kam und sich für all das entschuldigte, was damals geschehen war, platzte schließlich der Knoten in meiner Brust, von dem ich nicht wirklich wusste, dass er da war.

Mit meinen Veröffentlichungen des Stern von Erui trieb ich mich auch mehr in den sozialen Netzwerken herum und mir wurde irgendwann bewusst, was da teilweise sehr subtil, teilweise ganz offen, so vor sich ging. Ich unterhielt mich mit Teenagern, die betroffen waren und ich verspürte immer mehr den Drang, mit einer Geschichte auf dieses Problem aufmerksam zu machen.

Doch eine Autobiografie der damaligen Ereignisse schien mir nicht an die richtigen Leute gewandt zu sein. So etwas lasen nur jene, die sich ohnehin schon mit dem Thema befassten.

Die Gründung der Märchenspinnerei hat somit den Auslöser dafür gegeben, dass ich mein verrückte moderne Froschkönig-Adaption diesem Ziel widmete: Ein Märchen als Ausgangspunkt. Eine vertraute Geschichte. Ein altbekanntes Muster, dass Leser jeden Alters ansprechen konnte, ohne mit der moralischen Keule zu schwingen. Und dennoch eine Plattform an all jene zu appellieren, die in dieser Maschinerie aus Likes und Dislikes gefangen sind, es vielleicht selbst nicht immer merken.

 

Worte haben Macht

 

Worte können verletzen. Sie können tiefer schneiden als Messer und Glasscherben und sie können aus einem lebensfrohen, lustigen Menschen ein zurückgezogenes Häufchen Elend machen, das manchmal keinen anderen Ausweg sieht, als sich selbst für etwas zu bestrafen, für dass er nichts kann.

Jugendliche sind dafür besonders gefährdet, denn sie haben ihren Platz im Leben noch nicht gefunden, orientieren sich viel an anderen, suchen Idole und Ideale, denen sie nacheifern können.

Ich bin heute froh, dass Facebook zu meiner Schulzeit noch kein Thema war, denn ich möchte mir nicht vorstellen, was dann passiert wäre.

So kann ich heute sagen: Das Mobbing hat mich geprägt, aber nie zerstört. Und darum danke ich all den Bloggern, die sich mit mir dazu berufen fühlen, in den nächsten zehn Tagen ihre Gedanken und ihre Erfahrungen zum Thema Mobbing zu teilen.

Es fällt nicht immer leicht, und doch ist es so wichtig.

Für jene, die Opfer davon sind will ich sagen: Ihr seid nicht allein. Ihr könnt Hilfe finden und Verständnis und es ist nichts schlimmes und Peinliches daran.

Für jene, die vielleicht auch unbewusst, Täter sind, möchte ich mit auf den Weg geben: Wägt jedes Wort, dass ihr über die sozialen Medien schickt, weise ab. Manchmal haltet ihr mit einem einzigen Kommentar ein Menschenleben in der Hand – oft ohne es zu wissen.

 

Eure Sylvia

 

Weiter zu Tag 2 bei Leseengel Steffi.

Tag 3 macht Station in der Märchenspinnerei.

Tag 4 findet ihr bei der Lesemaus Rebecca.

 

 

 

 

Autorentgebuch – Lebenszeichen

In der Tat, mich gibt es noch!

 

Kein Hai hat mich erwischt, kein Tornado nach OZ getragen und das Schleierportal nach Erui habe ich auch noch nicht gefunden. Dafür hatte mich das Reallife dermaßen fest im Griff, dass ich kaum dazu kam, kurz mal was auf meiner FB-Seite zu posten. Alles andere lag quasi brach.

Was ich stattdessen seit dem Sommer gemacht habe? Ein Haus renoviert, in das wir auch schon zur Hälfte umgezogen sind. An meinen Romanen weitergeschrieben. Der Hamster hat zum Beispiel ein Cover bekommen. – Auch das muss ich zu meiner Schande gestehen, hat es bisher nur auf Facebook geschafft. – Messen vorbereitet, wie die BuCon und die jetzt anstehende BuchBerlin.

Dazu finden gerade übrigens auf der Seite der Märchenspinnerei, die ich mitbetreue, Themenbeiträge für die Berliner Märchentage statt.

Ihr seht also, ich war nicht untätig. Nur fürs Bloggen hier hat es einfach nicht gereicht.

 

Neuer Monat, neue Aktionen

Das wird sich aber nun wieder ändern. Der November bringt zwar nicht unbedingt mehr Zeit mit sich, aber dennoch einfach ein paar Aktionen, die ich nicht unerwähnt lassen will.

Übermorgen, am 12.11. startet her bei mir die Awareness-Kampagne – Blogger gegen Cybermobbing- .

Den Tag habe ich zu Ehren meiner Romanheldin Leonie gewählt, denn ihr Tagebuch im “Axolotlkönig” beginnt mit den Worten: ” 12. November im schrecklichsten Jahr meines Lebens …”

Eine handvoll Blogger und ich finden das Thema, das ja wesentliche Inspiration für meinen Jugendroman aus der Märchenspinnerei war, einfach zu wichtig und wollen mit euch darüber reden. Dabei werdet ihr auch sehr viel Persönliches hören. Auch mich hat es überrascht, wie vielfältig Mobbing sein kann. Und oft dauert es Jahre, bis man alle Folgen davon begreift und auch darüber reden kann. – So wie bei mir.

Und dann ist da noch der NaNo

 

Ach ja. Was wäre der November ohne den Schreibwahnsinn, der sich NaNoWriMo (national novel writing month) nennt?

Das dritte Jahr in Folge versuche ich mich an der Herausforderung, an einem Buch in einem Monat 50.000 neue Worte zu schreiben.

Mine Wahl fiel dabei dieses Jahr auf den ersten Band der nächsten Erui-Trilogie. “Das Herz des blauen Drachen – Ein uralter Schwur -“. Für alle, die somit sehnsüchtig darauf warten, nach Erui zurückkehren zu können, kann ich versprechen: Ewig wird es nicht mehr dauern. 🙂

Im Unterschied zu den Vorjahren verzichte ich übrigens auf den irrsinnigen Versuch eines Doppel-Nanos. 2015 hat es ja geklappt, als ich den Grundstein für das Drachenherz legte und Sternenstaub fertigschrieb. Dieses Jahr ist mit dem Umzug und der BuchBerlin allerdings schon ein Nano der völlige Wahnsinn.

Im Moment läuft es dennoch sehr gut und es ist einfach wundervoll wieder in vertrauten und doch unbekannten Gefilden zu wandeln. Im Drachenherz begebe ich mich immerhin in ein Erui 1000 Jahre vor der Handlung des Sterns. Damals, in der zweiten dunklen Zeit, war vieles anders. Dennoch ist die Magie und der Zauber meiner Welt mir so vertraut. 🙂

Ich freue mich schon, euch ganz bald noch viel mehr von diversen Projekten und Ideen zu berichten.

 

Also bis dann.

 

Eure Sylvia

 

 

Der Stern von Erui auf der BuchCon 2017

Zum 32. Mal wird es in Dreieich im Oktober phantastisch!

 

Und ich bin wieder mit dabei. Die BuCon, die kleine, verträumte Schwester der FBM, findet im wundervoll aufgeteilten Gemeindezentrum der Stadt Dreieich statt und ich nehme zum 3ten Male daran teil.

2015 war ich neugieriger Besucher. Doch schon dort habe ich Menschen getroffen, die mich in der Fantasy-Szene ein neues Zuhause finden ließen. Die wundervolle Anja Bagus und ich landeten gleich spontan auf einem gemeinsamen Bild, weil wir so auffällig unterschiedlich gekleidet waren. Es ging durch diverse Zeitungen und schon da war mein Gedanke: Mensch, mal so einen Stand wie diese Anja haben, das wärs!

Anja half mir seitdem aus der einen oder anderen literarischen Sinnkrise und ist mit Schuld daran, dass es ein Jahr später hieß: Der Stern von Erui als fester Programmpunkt in den Lesungen. Und dieses Jahr bin ich dann mit meinen ‘phantastischen Welten’, Erui und der Märchenspinnerei, wirklich als Stand mit vertreten.

 

Never change a running Sytem

Weil das so ist, und die LBM mit unserem Standteam an Unterschiedlickeiten schon so toll funktioniert hat, ist Cara deWinter mit ihrer Sci-Fi-Romance auch mit dabei. Ich freu mich also auf einen phantastischen Tag auf der Con, auf tolle Lesungen meiner Kollegen (Ja, hier muss man keine 5 Stunden warten, um mit den Größen der Fantastik mal ins Gespräch zu kommen 😉 ) und auch auf tolle Gespräche mit euch.

 

Eine kleine Challenge für Erui-Fans

 

Außerdem gibt es von mir an euch auch noch eine Herausforderung:

Wenn ihr einer meiner mittlerweile 5000 Leser seid, oder schon lange mit den Büchern sympathisiert, kommt gewandet als ein Charakter aus Erui! Eine große Überraschung erwartet euch dann.

Für alle, die lieber als Leonie, Fynn oder Axolotlkönig kommen wollen, wird es Kekse geben: Lurchikekse. 😉

Ich bin gespannt, ob wir eine Handvoll gewandete Fans schaffen. *g*

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Hab euch lieb und freu mich wahnsinnig.

 

Bis zum 14.10. in Dreieich! (Wer nicht kommt, den holen die Schatten :P)

Marketing für Selfpublisher Teil 3

Noch mehr soziale Netzwerke?

 

In meinem vorigen Beitrag bin ich ja auf die Onlinepräsenz allgemein, eure Homepage und Facebook näher eingegangen.Heute will ich mich den social Medias (SoMe) Twitter und Instagram widmen. Warum überhaupt mehr soziale Medien? Reicht Facebook nicht? Sollten die Leute von da dann nicht auf der Website landen und alle Newsletter-Abonenten werden und überhaupt?

Schön wärs! Und ist leider heutzutage auch utopisch. Die Zeit in denen Internetblogs und Websites die Hauptanlaufstelle für Informations- und Dialogsuchende waren, sind rum. Wir leben in einer Zeit, in der immer mehr Menschen über alles und überall werben, auf sich aufmerksam machen. Da geht man schnell unter. Facebook filtert und erstmal wollen alle nur kurze, komprimierte Informationen, aus denen sie selbst entscheiden können, lohnt es sich, sich durch die langen Artikel komplett durchzuwühlen.

Dafür sind Twitter und Instagram prädestiniert.

 

Fange ich mal an mit Twitter

 

Schlicht und einfach, weil ich das selbst schon länger als weiteres SoMe-Instrument für mich gewählt habe. Im übrigen nicht freiwillig. Denn ich meine: Echt jetzt? Noch mehr soziale Medien und Kram? Reichen nicht FB und die Homepage (ich habe ne tolle Homepage mit wundervollen Beiträgen, Extraszenen, Bildern …) Aber mein Marketing Demon from Hell sagte mir: Auf Dauer reicht das nicht. Man muss Netzwerken.

Und das ist das, was Twitter gut kann.

Bitte verwechselt die Möglichkeit 140 Zeichen und ein Bild posten zu können, nicht mit einer Spamfunktion für eure Verkauflslinks. Twitter ist KEIN Werbeportal in dem Sinn. Sicherlich sieht man auch da immer wieder mal (und ich mach es auch) Buchcover, Direktlinks oder sowas durchfliegen. Zu Neuerscheinungen, zu Preisaktion, besonderen Anlässen.

Vor allem aber gibt es die Möglichkeit, sich zu vernetzen, selbst interresante Links und Infos der Branche abzugreifen. Dazu gehört aber auch nicht darauf warten, dass man Follower findet, sondern aktiv anderen folgen. Bei Themen mitreden.

Leser hat mir das sicherlich wenige gebracht. Dafür aber Infos, an die ich anders nicht gekommen wäre, weil man nicht immer jedem Blog folgen kann. Dem schnelle Tweet dazu aber eben doch.

Man muss für sich aber auch wissen, wo Schluss ist. Nicht bei jeder Initiative mitmachen, nicht in jedes Netzwerk eintreten, das sich einem dadurch öffnet, sonst verzettelt man sich. Ich selbst nutze Twitter nicht auf dem Handy, nur wenn ich daheim bin und dann auch Zeit habe, mir die Meldungen genauer anzusehen. Twitter lohnt sich einfach deswegen, weil einem die tagesaktuellen Themen nicht entgehen (und die haben nicht immer mit Büchern zu tun 😉 )

Sprich, wenn ihr regelmäßig eure Homepage aktualisiert und euch bei Facebook eingefunden habt, eure Seite dort ebenfalls regelmäßig mit Neuigkeiten versorgt wird und euch das nicht mehr so sehr stresst, dann könnt ihr euch an ein weiteres soziales Medium wagen.

 

Instagram

 

Lange Zeit mein Feind, weil ich dachte: Bilder posten? Von mir? Soll ich da zur Selfie-Queen mutieren? – Ätzend! Nö!

Jetzt habe ich seit 4 Wochen ein Smartphone (Ja, ihr lest richtig, ich bin so technophob, dass ich nicht mal das besaß) und habe mich auch bei Instagram angemeldet. Und … ich habe sogar Spaß dran. Jeder kann ja selbst wählen, was er mag und dann die Themen für seinen Kanal wählen. Ich liebe Natur, Tiere, Bücher, gutes Essen. Also warum denn nicht?

Instagram ist eine so riesige Plattform, dass mittlerweile MILLIARDEN an Werbebudgets von großen Firmen ausgegeben werden, um ihre Produkte durch erfolgreiche Instagrammer abbilden zu lassen. Und jetzt mal rein kaufmännisch gesprochen: Wäre man nicht blöd, wenn man dieses Medium meidet, wenn es sich für viele GlobalPlayer bewährt hat?

Warum ich allerdings wirklich Instagram schätze: Ich muss gar nicht so persönlich werden, wie ich dachte. Sicher, ich kann den genauen Ort angeben wo ich wann Eis gegessen habe und die Uhrzeit und mit wem … aber ich kann das auch lassen. Ein schönes Foto schießen, es teilen und andere wundervolle Fotos genießen.

Menschen sind und bleiben Augentierchen.

Dazu, ob und wie viel das bringt, kann ich noch nicht sagen, ich bin erst seit 9 Tagen dabei und habe noch kein großes Netzwerk. Bei Kollegen weiß ich, dass es super klappt. Auch viele Bloger haben mittlerweile Instagram- Accounts und es lohnt sich, ihnen zu folgen.

 

Mein Fazit:

 

Twitter ist toll, um sich mit Kollegen und Infoseiten rund um den Buchmarkt zu verbinden. Instagram kann sogar Spaß machen und man ist bei beidem frei, zu wählen, was und wie viel man erzählt und zeigt.

 

Und nächstes Mal erzähle ich was über die WICHTIGSTEN VERBÜNDETEN des Autors: DIE BLOGGER!!!

 

Liebe Grüße,

und sorry, dass ihr solange auf die Fortsetzung warten musstet, es war ziemlich stressig bei mir.

 

Eure Sylvia

Der Herr der Sieben Königreiche – Eine funtastische Buchreihe in 7 Bänden

Kleine Projekt? – Kann ich nicht!

Es war einmal … eine Ausschreibung für einen Kurzgeschichten- Wettbewerb. Das Thema war Dungeons. Alles, was mit dem üblichen Abenteurern im klassischsten Sinne zu tun hat: Eine Bande an coolen Helden zusammenstellen und auf ein lebensgefährliches Abenteuer schicken, mit Drachen und Schätzen, verborgenen Türen, Labyrinthen, die von Minotauren bewacht werden, Rätseln und Gefahren an jeder Ecke – und einer guten Geschichte, warum die Helden sich in Gefahr begeben müssen.

Zu dem hatte ich einen anstregenden Nachtdienst hinter mir mit einem bedauernswerten, pelzigen, knopfäugigen Kunden. Der Hamster wurde geboren und lief lange unter dem Arbeitstitel “Tausend Wunder … und ein Tropfen Ghulspucke”. Doch nach den ersten zehn Seiten merkte ich schnell, dass die pampige Voodoozwergin mit der schwierigen Kindheit, der tollpatschige gnomische Erfinder und der magische, wenn auch hustende Hamster sich nicht einfach mit einer kurzen Episode zufrieden geben würden.

Meine Teilnahme am Wettbewerb wurde hinfällig und das Projekt wuchs seitdem. Irgendwann im letzten Jahr bekam die Reihe dann den Titel “Der Herr der sieben Königreiche”. Dies sollte ursprüngliche eine Homage an “Der Herr der Ringe” sein und ich habe tatsächlich gestern das erste Mal herausgefunden, dass dies ja auch der Königstitel ist, um den im “Lied von Eis und Feuer” gewetteifert wird. ^^ (Ja, Asche über mein Haupt, ich habe den Zugang zu Game of Thrones bis heute nicht gefunden.)

 

Die magische Sieben

Lange Rede kurzer Sinn, in den Sieben Königreichen wird seit jeher alles in Sieben geteilt. Es ist eine magische, mystische, fast schon heilige Zahl. Darum werden es nun am Ende auch sieben Bände.

Band 1 „Tausend Wunder … und ein Tropfen Ghulspucke“ (kommt am 23.05.2018)

Band 2 „Limericks“  (die Vorableser ahnen jetzt schreckliches, gell? 😉 )

Band 3 „Erzfeind“

Band 4 „Welt in Flammen“

Band 5Zukunftsmusik“

Band 6Zone 7“

Band 7Peregreins Gesetz der Berechenbarkeit“

Und weil die sieben Königreich auch sieben Siegel brauchen, hier mein erster Versuch dazu. Alle sieben Wappen übereinanddergelegt, ergeben im übrigen am Schluss den Lotus der Vollkommenheit. Dass der natürlich eine spezielle Bedeutung hat, ist auch klar. aber welche … das kann ich an dieser Stelle leider noch nicht verraten. 😉

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EDIT APRIL 2018:

Da mittlerweile das Cover steht und eben genau der Lotus der Vollkommenheit selbiges (und alle weiteren) ziert, hier einmal die Umsetzung der Symbole von Cover-Künstlers Joerg Schlonies. Als ich seine Bilder 2016 auf der BuCon sah, war mir klar: Er MUSS den Hamster machen. 🙂 Tausend Dank, Joerg. 😀

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Für alle, die es nicht haben hab ich hier noch eine kleine Leseprobe:

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Marketing für Selfpublisher – Teil 2

Aller Anfang ist schwer.

doch immerhin sind wir ja nun schon mal soweit, dass wir wissen und eingesehen haben, wir können das beste Buch aller Zeiten geschrieben haben, aber ohne Marketing wird es nichts.

Doch wie fange ich nun an? Oder mal noch grundlegender wann?

Wieder möchte ich mich anhand meiner Erfahrungen entlang hangeln und damit auch anhand der Fehler, die ich gemacht habe. Denn meine Schlussfolgerung 2015 war, ich kann ja erst etwas bewerben, wenn ich ein Produkt habe. Damals war ich wirklich über enthusiastisch und voll kreativer Ideen und auch der Meinung: Viel hilft viel.

Also ging ich am Tag des Release hin und schrieb 150 Buchblogs gezielt an, von denen ich vorher recherchiert hatte, dass sie Fantasy mögen, und damit potentiell mein Buch lesen wollen könnten. Ich habe eine kreative Mail verfasst mit diesem Artikel (den Text dazu hab ich mal ausgeblendet), der auf mein Buch neugierig machen sollte:

BILD_Artikel Schlagzeile

Warum es dennoch nicht wirklich zündete, hab ich später erst verstanden, aber das hat mir für die Zukunft sehr weitergeholfen. Prinzipiell war es perfekt, dass ich was Kreatives geschaffen hatte, was mehr war, als nur das Cover zu posten und den Klappentext. Und auch die Menge an Rezensenten (150, da man gut mit 60-75 % Absagen rechnen kann) war angemessen gewählt. Die Fehlannahme aber war, dass ich erst mit dem Tag der Veröffentlichung begann und nicht bedacht habe, das Blogger ganze Gebirge an SuBs (Stapel ungelesener Bücher) bei sich daheim und auf ihren E-Readern haben.

Darum:

Nein, man muss nicht auf den Tag des Release warten, bis man anfängt seine Marke aufzubauen.

Man kann tatsächlich schon weit vorher aktiv werden. Eine Website und eine Präsenz auf Facebook (möglichst außerhalb des privaten Profils) sollte man sich vorher schon anlegen. Wer gleich richtig durchstarten will, legt sich dazu noch ein Twitter- und ein Instagrammprofil an. Über diese Kanäle werden heute Millionen von Menschen erreicht mit den verschiedensten Interessen.

Das alles scheint zunächst einmal sehr viel, weswegen ich auch sagen würde: Wer in den sozialen Medien (SoMe) nicht zuhause ist, der sollte klein anfangen und erst mal bei Faceblook und Homepage bleiben.

 

Und was können und sollen die einzelnen Medien nun (und ganz wichtig – was nicht?) ?

 

Homepage

Das ist euer virtuelles Zuhause. Hier gibt es alle relevanten Informationen und die möglichst auf einen Blick. Klar strukturiert und nicht überladen sollte sie daherkommen.

Ein Sektion für News sollte es geben, eine über euch mit Infos zum Autor. Eine für eure Projekte. (Ja, ich habe drei, weil das mittlerweile mein Markenzeichen ich: episch = High Fantasy, magisch =urban Fantasy, funtastisch – selbsterklärend)

Diese Unterkategorien sind wirklich für zielgerichtete Infos zu Projekten. Alles, worüber ihr sonst so schreibt, kann in euren Blog, den ihr bei Bedarf nochmal unterteilen könnt.

Sobald ihr Veröffentlichungen habt, gehören die natürlich auch auf die Seite. Durch Adons wie ‘My book table‘ lassen die sich auch sehr schön darstellen. Hier in der Märchenspinnerei haben wir das für unser Gemeinschaftsprojekt gemacht.

Eure Social Media Kanäle sollten alle direkt au eurer Homepage verlinkt sein, damit interessierte Leser euch überall folgen können.

Wichtig ist nun, Traffic auf eure Seite zu bekommen. Auch da gibt es diverse Tools, die euch helfen, eure Beiträge auf eine Art und Weise zu gestalten, dass sie optimal über die Suchmaschinen gefunden werden. Zum Beispiel dieses SEO-Tool.

Es geht allerdings auch ohne. Für die Märchenspinnerei habe ich mit meiner Kollegin alles optimiert. Für meine Seite habe ich keinerlei Addons und dennoch ist es der erste Hit, wenn ich meinen eigenen Namen google.

Was ihr tun solltet, ist auf jeden Fall die allerwichtigsten Neuigkeiten immer auf eurer Seite als Beitrag anzulegen und in die sozialen Kanäle dann den Link zu streuen. Wenn ihr es in FB, Twitter und Konsorten erzählt und auch auf eurer Seite stehen habt, dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, dass die Hauptmeldung auf der Seite wahrgenommen wird. (Wichtige Meldungen sind Preisaktionen, Veröffentlichungen, Neuauflagen, etc. )

Zur Homepage gibt es noch gefühlt 1000 weitere Dinge anzumerken, und ja, ich weiß, ich bin selbst nicht immer konsequent mit meinen eigenen Tipps. Allerdings sollte man sich auch immer vor Augen führen, dass alles sind Optimierungsvorschläge. Niemand wird die alle sklavisch zu 120% einhalten können. Doch ein wenig mehr von allem in dem einen oder anderen Bereich kann euch schon die gewünschte Sichtbarkeit bringen.

Ihr müsst immer bedenken: Ihr seid als SPler ein EIN-MANN/FRAU-Unternehmen. Ihr seid euer eigener Lektor, Korrektor, Verleger und Marketeer und ihr müsst alles so ein bisschen können. Dass ihr in manchem besser seid, als in anderem, ist natürlich. 

 

Kommen wir nun allgemein zu den Sozialen Medien (oft SoMe abgekürzt)

Als erstes und wichtigstes: Keines davon ist eine Dauerwerbeplattform für eure Verkauflinks und eure Buchcover. Ich treffe immer wieder Autoren, die bevorzugt ihre Links in immer wiederkehrenden Zyklen auf FB und Twitter spamen. Ist wie Ebbe und flut und kann ganz schön nerven.

DAS WILL KEINER SEHEN!

Sicher dürfen eure Links zu den Büchern und Preisaktionen auch auftauchen, doch es darf nicht der einzige Inhalt eurer SoMe-Präsenz bleiben.

Aber dröseln wir mal auf, was ich über die Kanäle aus eigener Erfahrung gelernt habe:

 

Facebook

Ist ein sehr aktives und geselliges Medium, kann einen aber auch schnell überfordern. Es gibt Hundertausende von Buchgruppen, denen man beitreten kann und ja, mein Rat ist, man sollte das auch tun. Doch wie immer gilt: Gezielt und nicht wahllos. Zu Anfang vielleicht erst mal zwei drei, um den Umgangston und die Spielregeln der Gruppe kennenzulernen. Geht es nur um Buchiges? Dürfen Verkaufslinks gepostet werden? Was ist mit OTs (Off-Topics = alles, was nicht mit dem Primärinhalt der Gruppe zu tun hat)

Und noch einmal: Weg mit dem Finger von der Copy-Paste-Taste eures Verkaufslinks. 

Ich selbst habe es zu Beginn nicht besser gewusst, in vielen Gruppen so gesehen und gedacht, das wäre so Usus. Aber das stimmt nicht. Nichts kann eine Gruppe so schnell gegen einen aufbringen, wie das unnötige Spammen von aggressiver Werbung.

Was könnt ihr also tun?

Im Grunde geht es um Konversation und den Aufbau eines Netzwerkes an Leuten, die euch interessant finden, eure Ideen mögen und damit eurer Seite folgen und wieder andere Leser mitziehen. Das ist oft schwer und mühselig und erfordert wirklich, dass man sich auch mal ein zwei Stunden Zeit dafür nimmt, auf Gespräche und Diskussionen einlässt. Manchmal beginnen die nicht mal mit dem eigenen Buch, sondern ganz woanders. Eins führt zum nächsten, man traut sich zu erwähnen, dass man auch schreibt und es kommt zurück: “Ja, wow cool, hab dich grade gegoogelt und es direkt bestellt.”

Klingt mühselige? Ist es auch. Niemand hat behauptet, dass Social Marketing leicht wäre.  Ich für meinen Teil kann sagen: Ich habe Facebook anfänglich gehasst. Auch, weil ich das Gefühl hatte, ich müsse viel zu viel Persönliches von mir preisgeben, um Aktivitäten auf meiner Seite zu bekommen. Dabei wollte ich das nicht. Ich wollte nichts Privates erzählen, keine Katzenbilder teilen und kein dummes Zeug posten müssen. Es fühlte sich an, als müsse ich eine überdurchschnittlich gutgelaunte Pseudovariante von mir fürs Internet erstellen, bei der immer nur alles eitel Sonnenschein ist.

Dann gab mir mein Marketing Demon from Hell aber den allerbesten Rat, den ich auch an euch weitergeben will: Man muss sich nicht verstellen und verkrampfen.

Werdet euch vorab klar darüber, was und wie viel dürfen eure Leser von euch erfahren. Wo zieht ihr die Grenze?

Das kann schon mit dem Künstlernamen anfangen und bis hin zu einer völlig geheimen Identität (geschlossenes Pseudonym) gehen. Aber das ist egal. Solange das, was ihr von euch preisgebt, ehrlich und authentisch ist. Jeder Autor hat da seinen ureigenen Stil und manche finden ihn auch erst mit Ausprobieren.

So. Das zunächst vorab. Jetzt kommen wir zu den technischen Hilfmitteln auf Facebook:

Beiträge liken : Ist toll und Likes fühlen sich gut an, bringen euch aber keine Reichweite, nur Interaktion. Es ist das Minimum an Kommunikation, die stattfinden kann. Wenn euch also bei anderen etwas wichtig ist, dann liked nicht nur, kommentiert und teilt auch.

Beiträge kommentieren: Kommentare, gerade auch auf eure Beiträge in Gruppen, sorgen dafür, dass sie wieder nach oben rutschen und mehr gesehen werden. Rein informative Beiträge sind somit toll, aber generiert lieber solche, wo Leute sich auch persönlich einklinken können. Es geht ja um den Austausch. Meinungen geben, Meinungen bekommen. Werdet interaktiv!

Beiträge teilen (Extra für Tina 😉 ) : “Meinen Beitrag teil ich nicht. Nein, meinen eigenen Beitrag teile ich einfach nicht!” *seufz*

Ja, hab ich auch früher gedacht. Aber anders, als sich selbst zu liken, ist sich selbst teilen gar nicht verwerflich. Ihr habt was geschrieben und glaubt, das könnte andere interessieren? Fein! Sucht die Gruppen, in denen es relevant ist. Nicht einfach wahlos überall. Am besten Morgens um acht Copy-Paste zack alle 45 Buchgruppen einmal durch. Mittags um 12 wieder (war ja jetzt genug Abstand oder?) und abends nochmal für die arbeitende Bevölkerung, die auch so langsam vor den Rechnern eintrudelt. Das wäre das andere Extrem zum ‘Nicht-Teiler’. Beides ist schlecht und nicht zielführend.

Und, achja, ihr müsst nicht jeden eurer Beiträge auf eurer privaten Chronik teilen. Stellt euch vor, das ist euer Wohnzimmer mit euren Freunden und Verwandten drin. Also Leuten, die euch (in den meisten Fällen) sehr viel näher stehen, als die Follower eurer Autoren-Seite. Die wollen nicht ständig das große Reklameschild ins Gesicht gedrückt kriegen. Die lesen eh schon, was ihr so alles teilt. 😉

Also teilt eure Beiträge, macht euch Gedanken darum, was und wann mit wem. Und teilt verschiedenes. Mal die Idee zu eurem neusten Plot, mal das halbfertige Buchcover, dass euch schon Schreie der Entzückung entlockt, mal ganz persönlich einfach nur, wie euer Tag gewesen ist. Seid menschlich und greifbar für eure Leser und nicht dieser abgehobene und elitäre Bewohner eines Elfenbeintürmchens, der sich weit über dem nicht schreibenden Teil der Gesellschaft erachtet.

 

Verkaufslinks auf der FB-Seite: Ein nettes Gimmick, werden aber nicht so häufig genutzt. Allerdings sollte man nicht drauf verzichten. Wenn einer schnell zu eurem Produkt gelangen will gilt: Mit so wenig Klicks wie möglich!

Beiträge bewerben lassen : Habe ich bis heute noch nie gemacht, denn viele klicken bezahlte Werbung einfach weg. Von anderen weiß ich, dass es sich nicht immer unbedingt lohnt.

 

Puh … Das war jetzt ganz schön viel Input auf einmal.

Für mich war am Anfang Homepage plus Facebook auch absolut ausreichend, um mich hoffnungslos zu überfordern. Bei Annika Bühnemann könnt ihr allerdings noch ein paar tolle Tips finden, wie man seine Zeit allgemein besser einteilen könnt, um nicht vom Regen in die Traufe zu kommen, denn sicher, ihr seid Autor und schreiben muss auch irgendwann noch drin sein.

 

Wer den ersten Post verpasst hat, der kann hier nochmal zu Teil 1 

und weiter geht es dann hoffentlich bald mit Teil 3 (Noch mehr soziale Medien)

 

Liebe Grüße,

 

Eure Sylvia

 

P.S. Ich weiß, dass ich in diesem Artikel nie und nimmer alle aufkommenden Fragen abdecken kann. Wer also spezifisch etwas wissen möchte, der darf seine Fragen gerne in die Komments posten. Mal sehen, ob ich ne schlaue Antwort habe.

 

 

Marketing für Selfpublisher – Teil 1

Hilfe, ich habe ein Buch geschrieben!

     – Ein Ratgeber für Betroffene.

 

Hallo ihr Lieben und willkommen bei meinem kleinen Exkurs in die Welt des Marketing.

Eigentlich, dachte ich, gibt es genug Infos über Selfpublishing und Marketing und all das bereits online zu finden. Sehr schön strukturiert und informativ ist zum Beispiel die Selfpublisher-Bibel, die mir auf den ersten Schritten auch eine wesentliche Stütze war. In allen Belangen was dann die Finanzen, Steuern und Anmeldung anging, hat mir Kia Kahawas Blog das Leben gerettet. Und das sind nur zwei Blogs in der Unendlichkeit des Internets, die einem angehenden Selfpublisher weiterhelfen.

Warum ich nun dennoch auf die Idee kam, eine weitere Blogreihe mit kleinen Hilfestellungen zu schreiben?

Ganz einfach: Ich werde immer wieder drauf angesprochen. Ja, ich. Der Inbegriff des schüchternen, eigenbrödlerischen und schwierigen Autors (TM) in persona. Doch vermutlich ist mir das deswegen so ein Anliegen. Denn wenn ich nach zwei Jahren, vier Büchern und einem viel zu großen Gemeinschaftsprojekt eins weiß, dann das:

 

Man wächst mit seinen Fehlern!

Und ich habe eine Menge davon gemacht am Anfang – und mache sie heute noch!

Manche kamen, weil ich es nicht besser wusste, andere, weil ich sturer bin als ein Esel. Doch wesentlich und essentiell, und darum will ich heute damit anfangen, ist vor allem die EINSTELLUNG!

OMG! Kommt jetzt sowas wie Karma-Scheiße? Positives Denken? Visualisieren von Zielen?

Das mag sich jetzt vielleicht manch einer denken. Und ja, ein bisschen geht es darum. Aber ohne diese innere Einstellung geht es eben nicht.

 

Das Wesentliche dazu habe ich bisher allerdings nur von der negativen Seite aufgerollt gefunden.

Es gibt gefühlt 1001 Blogartikel von frustrierten Buchcoaches und Marketing-Agenten, die aufgeben. Nicht, weil sie nur schlechtes Zeug vermarkten sollen, sondern weil sie durch diese Mauer an Unwillen bei ihren Kunden nicht durchkommen. Der Stolperstein, mit dem alles steht und fällt ist:

DIE EINSTELLUNG, MIT DER WIR AUTOREN AN DIE SACHE RANGEHEN.

Und jetzt bitte, lest und verinnerlicht den oben stehenden Satz bitte erst 256x, bevor wir hier weitermachen.

… *wart* …

Alles klar, dann können wir ja. Warum das nämlich so wesentlich ist, das versuche ich euch jetzt mal anhand meines eigenen Try-and-Error Werdeganges aufzudröseln.

 

Tief in uns sind wir alle Künstler.

… und ja, Künstler sind schwierig. Wir sind diese sonderbaren Mischwesen irgendwo zwischen abgrundtiefen Löchern der Selbstzweifel und des Schams und den Höhen der gottgleichen Perfektion. Und nein. Ihr könnt mir nicht erzählen, dass dem nicht so ist. Es gibt Tage, da lieben wir, was wir schreiben, nur, um es am nächsten Tag wieder in die Tonne zu kloppen. Und doch, auch wenn ich immer wieder von Kollegen höre, dass meine First Drafsts supergut sind, so bin ich doch in 95% der Fälle nicht zufrieden mit mir. – Bei den anderen 5% bin ich dann überzeugt, dass noch kein lebendes Wesen auf dieser Welt etwas literarisch Volkommeneres zustande gebracht hat ;P.

Also ja. Ich kenne das Leben als Künstler im Allgemeinen und als Autor im Speziellen. Das Warten und Bangen und Hoffen und Zittern, wenn man irgendein Schriftstück irgendwo eingereicht hat, sei es Verlag, Wettbewerb, oder simpel ein Reziexemplar.

Nur:

 

Der Künstler in uns ist beim Marketing unser größter Feind.

Denn er ist es, der uns unterbewusst Fragen stellen lässt wie: Und wenn sie es nicht mögen? Vielleicht sollten wir nicht gleich so groß denken. Erstmal kleine Brötchen backen und dann … möglicherweise …

In einem Verlag hättet ihr einen Lektor, der euch sagen würde, was ihr tut ist gut. Als Selfpublisher braucht ihr EHRLICHE TESTLESER, die das tun. Testleser, die nicht genetisch mit euch verwandt sind oder euch schon die Hälfte eures Lebens kennen. Erst dann erfahrt ihr, ob das, was ihr macht taugt.

Wenn ihr dann zu diesem Schluss gekommen seid, dann müsst ihr euch darüber klar werden, dass der Autor, der Künstler, in euch, der Einzige ist, der das Buch zu Ende bringen kann.  Aber die Arbeit die mit dem Abschluss und mit der Veröffentlichung (und im besten Fall davor) anfängt, die nimmt er euch nicht ab.

Er wird mosern und meckern, dass er weiterschreiben will. Dass er jetzt hier nicht schon wieder wie ein Marktschreier über die Social Media Kanäle flackern will. Dass er findet, dass es reicht, was ihr tut. Und überhaupt, wenn das Buch gut genug ist, dann werden die Leser es schon ‘entdecken’.

 

Und der Pilot dreht um und fliegt zurück.

(- Zitat Michael Mittermeier)

Ja ne, is schon klar. Weil ihr ja auch so total unbekannt seid und es ja nur jährlich gefühlt 85.000 Neuerscheinungen auf dem SP-Markt gibt, kann der Leser gar nicht anders, als über euch zu fallen. (Wer keinen Sensor dafür hat: Ja, das war jetzt Ironie.)

Was euch bewusst sein muss, ist: Niemand kennt euch. Niemand, außer den 300 Menschen, denen ihr in Kinergarten, Schule, weiterführende Bildungseinrichtung und später auf der Arbeit begegnet seid, weiß, wer ihr seid. – Und wenn diese 300 hören, dass ihr schreibt, dann glauben die alle, sie hätten ein Freiexemplar verdient.

Das heißt, wenn ihr wirklich gesehen und gelesen werden wollt, dann müsst ihr das selbst auf euch nehmen. Und das ist harte Arbeit.

Im übrigen ist es ein weiterer Irrglaube, dass dieser Part euch abgenommen wird, wenn ihr das Glück hattet, euer Buch in einem Verlag unterzubringen. Eine befreundete Autorin und ich streiten sehr oft darüber, wenn sie im Chat dann mal wieder proklamiert, wie anstrengend sie das findet, was ich tue und dass sie nie SP machen würde, weil “Ich mir lieber einen Verlag suche, dann muss ich nur Schreiben und der macht das dann alles.”

 

Wer gesehen und gelesen werden will, der muss die bittere Pille des Marketings schlucken.

Ende der Durchsage.

Manche von euch, die das schon kapiert haben und die hier vielleicht konkrete Tipps erwartet haben, werden wohl nun enttäuscht sein. Doch ihr glaubt einfach nicht, wie oft mir das begegnet: Ein Kollege oder eine Kollegin, die begnadet gut und witzig schreiben, sich dann mal für ein, zwei Monate zum Bewerben ihrer Neuerscheinung aufraffen und wenn es dann nicht läuft und die Verkäufe in die Tausende schießen, geben sie auf. Bestenfalls schreiben sie ein neues Buch, um es damit erneut zu versuchen. Denn der Irrglaube sitzt in den Gehirnwindungen: Vielleicht war ich diesmal einfach wirklich nicht gut genug. 

Die gute Nachricht aber ist:

 

Marketing kann auch Spaß machen.

Das habe ich von meinem personal Marketing Demon from Hell (TM) gelernt. Denn die (deren Name nicht genannt werden soll 😛 ) hat vor etwas mehr als zwei Jahren nämlich genau das angetroffen, als ich die ersten wackeligen Schritte in der Welt des Selfpublishings machte: Einen völlig verkopften Autor mit einer Wagenladung Issues und Selbstzweifel, Angst vor dem Versagen und gleichzeitig dem absoluten Unwillen, ein Interview zu geben oder auch nur irgendwie im Entferntesten persönlich in das Ganze einbezogen zu werden.

Mein liebster Satz war: Die Leute sollen doch mein Buch lieben und nicht mich. Das beides irgendwie zusammengehört, das habe ich in abendfüllenden Chatgespräche langsam Stück für Stück kapiert.

Anfangs war es dann eine Qual, aber mit der Zeit wurde es besser.

Der Trick ist, es zu einem Teil seiner Identität als Autor zu machen. Und wie das geht, das will ich versuchen mit euch in den nächsten Beiträgen zu erörtern. 🙂

 

Ich hoffe, ihr bleibt dran. Wir lesen uns.

 

Mit den besten Grüßen,

 

Eure Sylvia