Magisch

 

Der Axolotlkönig 

oder

Wie ich NIE ein Jugenfantasybuch schreiben wollte.

 

axolotl2

 

Es ist eine ganze Weile her, dass diese kleine Idee angeschwommen kam. Im September 2015. Damals hatte der ganze Autorenwahnsinn für mich grade begonnen. Heimkehr war als Ebook draußen und Leser wurden darauf aufmerksam und Schattenkriege stand vor der Vollendung – und machte mich wahnsinnig!

 

Under the Sea …

… down there it’s better, cause there it’s wetter. Take it from meeee!

So sang es da plötzlich in meinem Kopf und Fynn stellte sich mir vor. Ein rotzfrecher 16-Jähriger, der sich schon für den nächsten Rockstar hielt, aber leider in eine missliche Lage geraten war: In einen mexikanischer Schwanzlurch – Axolotl – verwandelt, dümpelte er in Leonies Aquarium herum. Und Leonie war ja soooooooooooooo langweilig. *gähn*

Armer kleiner Fynn, doch ich kannte kein Mitleid. Denn ich wusste, was sich eigentlich hinter der Fassade der stummen kleinen Brillenschlange Leonie verbarg. also beschloss ich, dass Fynn mal ordentlich der Kopf gewaschen werden müsse.

In dem Buch geht es nicht nur um diese beiden sehr unterschiedlichen Teenager und wie sie sich auf einander einlassen müssen, um sich gegenseitig zu helfen. Es geht auch um den Umgang Jugendlicher mit den sozialen Medien. Der Druck, der dadurch entsteht, immer online und immer präsent zu sein. Nie abschalten zu können. Es geht um Ausgrenzung, Depressionen und alles, was daraus entstehen kann.

Dennoch ist es eine Märchenerzählung, die locker und fröhlich bleiben soll, ohne zu sehr die Erziehungskeule zu schwingen.

 

Und der Lurch blieb nicht allein!

Als ich von der Idee in meinem Autorenforum erzählte (Der Tintenzirkel), gab es Begeisterungsrufe aus allen Ecken und dann fanden sich tatsächlich 11 weitere Kollegen, die ebenfalls ein Märchen mal ganz neu und ganz anders erzählen wollten, gemischt mit ernsten Themen. Die Märchenspinnerei war geboren und damit ein weiteres Großprojekt von mir.

Jetzt, sechs Wochen nach dem Erscheinen vom ‘Lurchi’ (Der Axolotlkönig) und einer ersten phänomenalen Buchmesse, auf die ich ihn mit dem Stern zusammen mitnahm, kann ich sagen: Ich liebe ihn. Ich, die niemals Jugendfantasy schreiben wollte, bin stolz auf dieses kleine aber feine Machwerk und darum gebührt ihm nicht nur sein Platz auf der Seite der Märchenspinnerei, sondern auch hier bei mir. Der Stern macht gern ein bisschen Platz für das klein Buchgeschwisterchen.

Jetzt bleibt mir nur zu wünschen, dass er wie der Stern sein Publikum finden wird. Und ich wünsche euch allen ganz viel Spaß im Aquarium!!!