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Der Deutsche Phantastik Preis 2018 – Eine Überraschung der Extraklasse

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Es gibt Tage, da verliert man. Und es gibt Tage, da gewinnen die anderen.

 

So oder so ähnlich fühlt sich Autorendasein an gefühlt 300 von 365 Tagen an. Man hat sein Wortsoll nicht geschafft. Oder man hat schon wieder viel zu viel Zeit mit Marketing verbringen müssen. Oder irgendwer hat die neue Idee zerrissen, in die man grade ganz verliebt war, und jetzt kommt einem alles ALLES ALLES, was man macht nur noch oberflächlich und leer und unnütz vor und man fragt sich: Warum eigentlich?

Dafür, dass nur jeder 1000ste Leser eventuell und vielleicht mal ne Rezi schreibt? Dafür, dass man sich immer und immer wieder fragen lassen muss, ob man denn wirklich ein echter Autor ist? Sei es von Zeitungen, von Buchläden von Verlegern. Sprich, man fühlt sich oft einfach nur unendlich unzureichend in dieser Branche.

 

Und dann gibt es Tage wie diese

axolotl-Plakat 2018 Antho-Plakat 2018

Holler-Plakat 2018 Schuhe-Plakat 2018 Sohn-Plakat 2018

 

Tage, an denen man erst über die sozialen Netzwerke erfährt, die eigene Antho hat es auf die Longlist des DPP geschafft. Wow! Freude. Stolz. die Märchenspinnerei hat eine Wertschätzung erfahren, die in dieser Branche echt was bedeutet. Man arbeitet also weiter vor sich hin und denkt an nichts Böses, bis man dann abends endlich selbst einen Blick auf die Liste der Nominierten wirft.

… und fast mit Schnappatmung vom Stuhl fällt.

Nicht ein Titel der Spinnerei oder zwei stehen auf der Liste. Nein. 5. In Worten F Ü N F!

Fünf Büchern an denen ich selbst im vergangenen Jahr mit gemacht habe. Sei es als Autor, im Lektorat, als Mutmacher auf den letzten Metern vor der VÖ, als Coach eines ganz unverhofften Debüts oder als Herausgeberin einer Anthologie.

 

Die Märchenspinnerei – ein Herzensprojekt

 

Ich habe die Tage im letzten Jahr nicht gezählt, an denen ich mich fragte, warum und wofür, und ob es den Stress denn wert sei. Aber jetzt, jetzt, wo für mich Ruhe einkehrt und ich mit den letzten Vorbereitungen für Leipzig ganz entspannt wieder Zeit zum Durchatmen finde, ist diese Liste wie ein kleines Geschenk.

Ein Geschenk an die verrückte und wagemutige Gruppe, die sich zuzwinkert in einem Forum vor zwei Jahren beschloss: Lasst uns doch mal den Buchmarkt revolutionieren.

Dass es ne spinnerte Idee war, war uns allen klar. Die Arbeit viel zu viel, die Ziele zu ambitioniert und der Erfolg unwahrscheinlich. Und jetzt DAS.

 

Es ist zu schön, um wahr zu sein

 

… und doch ist es war.

Aber anders als jemals erwartet oder gedacht. … Ganz anders. 😉

 

Vielen Dank, dass ich das hier erleben darf.

 

Und klar, noch der Link, für alle die für eins unserer Bücher, oder auch jedes andere tolle Fantasy-Buch abstimmen wollen.

Abstimmung DPP-Longlist.

 

Eure Sylvi

 

Der Axolotlkönig – Bonusszene

Ein Ende auch für Leonie!

Meine Geschichte vom Axolotlkönig in der Märchenspinnerei beginnt und endet ja mit Fynn. Er ist immerhin der, der sich in einen Lurch verwandelt. Er war es auch, aus dessen Figur die ganze Geschichte überhaupt erst entstanden ist, und somit hatte von Anfang an beschlossen, dass ich mich (wieder einmal) gegen die gängigen Konventionen des Buchmarktes stelle.

Normalerweise sollten nämlich Geschichten, die aus der Sicht mehrerer Protagonisten geschrieben sind, immer mit dem weiblichen Part beginnen. Wer mich kennt, der weiß, dass ich sehr gut darin bin, solche Regeln geflissentlich zu ignorieren. Denn hey! Öfter mal was Neues.

 

Dann aber kam der Märchensommer,

den die liebe Anne von Poisonpainter ins Leben gerufen hat. ( Poison … ich komm immer noch nicht drüber weg! 😀 😉 )

Sie mochte den Lurch hat aber am Ende eine Szene schmerzlich vermisst. Wie nämlich hat Leonie ihren ersten Schultag erlebt nach all dem?

Darum bin ich noch einmal ins Aquarium getaucht und habe geschrieben. Für Anne. Für Leonie. Für euch, die ihr gerne hören wollt, was passierte, nachdem der Zauber brach, Fynn wieder ein Junge sein durfte und Leo sich endlich der Realität stellen musste.

 

Leonie

Schlussendlich sind wir bei der Geschichte geblieben, die Robby am Anfang für wahr hielt: Fynn hatte Stress mit seinem Vater, wollte daheim weg und nicht gefunden werden. Darum hat er absichtlich ne falsche Fährte gelegt und sich dann bei mir versteckt.

Meine Eltern waren natürlich erstmal fassungslos, denn das hätten sie von mir mit Sicherheit nicht erwartet. Doch Mambas Zauber hält noch ein bisschen vor, und so haben sie nicht allzu viele Fragen gestellt. Ich glaube, sie begreifen so langsam, dass es einfach eine Menge gibt, was sie über mich nicht wissen.

Mama hat sich tatsächlich einmal Urlaub genommen. Nur für mich. Auch Papa hat viele seiner Termine abgesagt oder verschoben und wir haben nun jeden Nachmittag ein wenig Zeit miteinander verbracht. Mit ihnen zu reden, von der Schule, den Lehrern, meinen Mitschülern zu erzählen, das tut gut. So zugehört hat mir zuletzt Oma. Mama war dann sogar mit mir in der Stadt. Wir haben eine neue Brille ausgesucht und ich war beim Friseur. Naja. Nichts aufregendes. Nur ein bisschen Schnitt für etwas mehr Volumen. Ich mag meine langen Haare schließlich, auch weil sie im gleichen Kastanienbraun leuchten wie Mamas.

Wenn Fynn in dieser Woche nachmittags vorbeikam, haben sie sich dann aber Gott sei Dank recht schnell verzogen. Manchmal haben wir was mit Robby und Mamba zusammen unternommen. Sind zum See gefahren, oder zur alten Fabrik. – Mamba hat auch versucht, Poison zu finden. Bisher aber ohne Erfolg – . Manchmal habe ich mit Fynn auch einfach nur zusammen in meinem Zimmer gehockt, Musik gehört und an meine violette Decke gestarrt, bis einer von uns ganz fürchterlich lachen musste. „Ob du es glaubst oder nicht, hin und wieder vermisse ich Kurt und Amy sogar“, zieht Fynn mich dann auf. Aber ich spüre, dass es nur halb im Scherz ist. Klar. Er hat vier Wochen hier gewohnt. Ein bisschen ist das jetzt auch sein Zimmer. „Meinst du, ich soll die Wände mal neu streichen?“ „Du könntest Schwarz nehmen“, ist sein Vorschlag und dann lachen wir beide wieder.

An diesem Montag streicht er mir schließlich mit den Fingern über die blassen Arme. An jeder meiner Narben bleibt er kurz hängen. Er schaut mich dabei nie an. „Sie sind nicht deine Schuld“, will ich ihm einreden. Aber wir beide wissen es besser. „Traust du dich morgen?“, fragt er schließlich, bevor er geht.

Ich sage wie immer „Mal sehen“, aber ich spüre, dass morgen ein guter Tag dafür ist.

Am nächsten Tag betrete ich mit wild pochendem Herzen den Schulflur. Ich habe getrödelt, darum bin ich zu spät. Im letzten Moment hätte ich mich beinahe umentschieden. Jetzt sehe ich auf meinen gelben Flaterrock und die türkisfarbenen Ärmel meines Oberteils.

‚Wie ein Papagei‘, tönt es hämisch durch meinen Kopf. Doch ich schiebe den Gedanken fort. Ebenso wie das Bedürfnis, die grauen Stulpen aus meiner Schultasche zu ziehen, die ich für den Notfall eingepackt habe. Auf meinen Handrücken sieht man die Ausläufer meiner Narben. Sie winden sich um mein Handgelenk und verschwinden in den Ärmeln meines Pulis. Zu übersehen sind sie nicht. Werden sie aber auch nie sein. Sie sind ein Teil von mir, und es ist besser, ich fange endlich an mit ihnen zu leben.

Ich schiebe meine neue Brille zurecht. Im Glas des Anschlagboards schaue ich noch einmal, dass die Haarspange mit dem Frosch gut sitzt. Fynn mag es, wenn ich die Haare hochstecke. Und ich mag es auch.

Bisher haben wir in der Klasse nicht breitgetreten, dass wir jetzt zusammen sind. Dafür brauche ich ebenso Zeit wie für alles andere. Ich hole tief Luft und gehe durch die leeren Flure zu meinem Klassenzimmer. Der Gong wird gleich die erste Stunde einläuten. Es ist gut, dass ich so knapp erst da bin, da muss ich nicht so viel mit den anderen reden.

Mein Blick wandert kurz zu meinem Handy. Ein bisschen fürchte ich, dass wieder Hashtags und fiese Nachrichten den Bildschirm zieren werden. ‚Die Brillenschlange ist wieder mal nicht da‘ ‚Wird langsam zur Blaumachschlange‘

Doch nein! Stopp!‘, ermahne ich mich. Immerhin war letzte Woche nachmittags ja auch ein Socialmedia-Gespräch mit einem Psychologen. Da musste ich Gott sei Dank nicht hin, denn sie haben auch von mir erzählt. Einfach, damit die anderen es wissen. Wissen, was sie da tun. Wissen, wie es ist. Es was notwendig, das weiß ich. Eigentlich ist es völlig verantwortungslos, dass sowas nicht eh auf unseren Stundenplänen steht. Aber trotzdem. Es fühlt sich komisch an.

Ich komme mit all diesen Gedanken im Kopf vor der Klassenzimmertür an. In der Scheibe spiegle ich mich ein letztes Mal. Ich, Leonie, mit den bunten Kleidern, der violetten Brille, der Ethnohaarspange und den Narben am Arm.

Gelb und Türkis. Die Farben der Ehrlichkeit und der Freude‘, höre ich Mambas Stimme in meinem Kopf und fühle mich gleich ruhiger.

Fynn zwinkert mir lächelnd zu, als er mich vor der Tür in Empfang nimmt.

„Bist du bereit?“, fragt er. Ich schüttle den Kopf. Dennoch öffnet er die Tür. Wann ist man jemals wirklich bereit dafür, das erste Mal man selbst zu sein?

Na? Was meint ihr? Lasst gerne einen Kommentar da. <3

Liebste Grüße,

Sylvia

 

 

 

Monatsbericht Februar – Der Stern von Erui auf Höhenflügen

Ein turbulenter Monat voller Lurche und Sterne ist zu Ende!

Wenn ich zurückdenke, dann läuft bei mir seit August alles auf Hochtouren, was die letzten Pläne sowohl für die Erui-Reihe als auch für den Axolotlkönig betrifft. Für mich hieß das: auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Buchsatz und Coverentwicklung für Sternenstaub, während der Lurchi ja noch zu schreiben war. Schließlich kamen Messeauftritte, Lesungen, die Printveröffentlichung von Sternenstaub und das Bekanntgeben der Märchenspinnerei.

Alles drehte sich immer um beide Projekte gleichzeitig, und als im Januar dann von Amazon die Meldung kam, dass Schattenkriege, Sternenstaub und die Gesamtausgabe des Sterns Teil des Indie Lesefestivals werden sollten, war auch klar, dass sich dieser Tanz bis in den Februar weiterziehen würde.

 

Axolotl Frontpage Teaser

 

Ein fulminanter Start mit dem Lurch, ein wundervoller Abschluss für den Stern.

Mitte Februar war es dann so weit. Der Axolotlkönig, erster Band der Märchenspinnerei, erblickte das Licht der Welt. Anders, als beim Stern zuvor fieberte ich dem nun nicht mehr allein entgegen, sondern mit meinen elf Kolleginnen zusammen. Auch die ersten Urteile unserer Märchenfeen standen aus und es war ein gespanntes Warten.

Dass Fynns und Leonies Geschichte dann tatsächlich so viel Anklang fand und von unseren Feen rundum positiv aufgenommen wurde, hat mich wahnsinnig gefreut. Auch wenn im Axolotlkönig keine 12 Jahre meines Lebens stecken, er nicht als lebendige unerschöpfliche Welt einen ganzen Teil meiner Gedanken bevölkert, so ist mir die Geschichte doch ans Herz gewachsen, und klar freut positives Feedback dann umso mehr.

In der letzten Februarwoche kam dann schließlich die Stunde des Sterns. Von anderen Autoren hatte ich schon sehr durchwachsene Erfahrungsberichte über das Lesefestival gehört. Die Einzelbände zuvor verkauften sich zwar deutlich mehr, als ohne die Preisreduzierung, es unterschied sich aber kaum von üblichen Aktionen.

Darum war ich fast sprachlos, als gleich am ersten Tag der Aktion die Zahlen für die Gesamtausgabe explodierten. An einem Tag so viele Verkäufe, wie üblicherweise umgerechnet in einem halben Monat! Das war der Wahnsinn und ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.

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Ein wenig Ruhe und Erholung – und dann der rote Mantel und die Buchmesse

Natürlich lief durch das Indie Lesefestival und den Erfolg des Sterns mein Kanal auch auf Hochtouren. Aber ihr wisst ja. Ich bin kein Mensch, der sein ganzes Leben online ausbreiten mag. Und die sozialen Netzwerke fressen auch immer viel Zeit. Darum werde ich mich nun in den ersten Märzwochen ein wenig zurückziehen.

In der Märchenspinnerei gehört dieser Monat ganz meiner wundervollen Kollegin Barbara Schinko, auf deren roten Mantel ich mich schon unendlich freue. Auch, weil ich glaube, dass Mantel und Lurch zusammen einfach wundervoll aussehen werden. 😀 Und nicht zu vergessen steht ja dann auch schon die Buchmesse an. Dort könnt ihr mich an allen vier Tagen treffen. Lurch und Stern habe ich natürlich für euch dabei. Wir können quatschen und uns austauschen und ich verspreche, ich signiere euch alles, was ihr haben wollt. 😉

 

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Bis dahin also alles gute, ihr Lieben.

 

Sylvia

 

Die Märchenspinnerei startet mit ihrem ersten Titel – Der Axolotlkönig

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Oh mein Gott! Der Axolotlkönig ist wirklich da!

Als Überraschung für diesen Tag hat das große A den Release mal eben um 24 Stunden vorgezogen. Der Axolotlkönig ist also tatsächlich schon erhältlich.

Es ist irgendwie noch immer total unwirklich und ich glaube, so ganz begreife ich noch gar nicht, dass wir es tatsächlich geschafft haben. Die Märchenspinnerei, eine verrückte Idee von zwölf Schreiberinnen, ein Projekt eigentlich viel zu groß, als dass jede von uns es noch neben all dem stemmen könnte, was sie eh schon zu tun hat, sie ist tatsächlich kein Traum und kein fernes Ziel, sondern startet heute ganz offiziell mit ihrem ersten Titel.

Mit meinem Titel, wie ich ganz stolz sagen darf. Es berührt mich und ehrt mich, dass ich hier den Anfang machen darf. Und irgendwie habe ich natürlich auch Angst, die anderen Geschichten, die ich zum Teil schon kenne und großartig finde, auf diese Weise zu repräsentieren.

 

Unser Ziel: Für Brennpunktthemen zu interessieren.

Mein Axolotlkönig ist ja nun nur eine Facette unserer wirklich reichen Märchenwelt, in die wir euch in den kommenden Monaten mitnehmen wollen. Das Buch wendet sich vor allem an ein jüngeres Publikum. doch ich denke, jeder, der irgendwann in seinem Leben mit Mobbing oder Depressionen in Berührung kam, in welcher Weise auch immer, kann in der Geschichte von Leonie und Fynn Wahrheiten und Denkanstöße finden.

Und das genau wollen wir auch. Wir wollen euch Märchen erzählen! Ja, richtig. Ich weiß, wie sich das anhört. Wir binden euch an mancher Stelle so richtig einen Bären auf, verzaubern euch mit Magie und Blendwerk, das wir so in unserer realen Welt nicht kennen. Wir wollen euch nicht mit pseudopsychologischen Ratgebern belehren, sondern euch auf manchmal sehr fantastische Weise neue Blickwinkel eröffnen.

 

Der Axolotlkönig – auch privilegierte Kinder können Probleme haben.

Leonie und Fynn in meiner Geschichte sind ja nun mitnichten die Sorte Kinder, bei denen man direkt schwerwiegende Probleme erwarten würde. Doch ich glaube, genau darum habe ich sie gewählt. Kinder reicher Eltern mögen für andere immer mit dem goldenen Löffel im Mund geboren sein. Doch hinter den glänzenden Fassaden muss nicht immer alles rosig sein. Und auch umsorgte Einzelkinder sind nicht davor gefeit, schlimme Zeiten durchzumachen.

Jede Generation, jeder Lebensumstand bringt seine eigenen Herausforderungen, seine eigenen Stolpersteine mit. Auch das werdet ihr in der Märchenspinnerei immer wieder feststellen. Sie kommen überall her, unsere Helden: aus der Stadt und vom Dorf, leben in der Moderne oder in einer fiktiven Vergangenheit. sie sind männlich und weiblich, Geschwister oder Freunde, Verliebte oder noch nicht Verliebte, sie sind jung oder alt, Menschen, wie du und ich.

 

Märchen – die Urform aller Geschichten

Neben unseren Geschichten setzen wir uns ja auch mit dem Ursprung von Märchen auseinander. Je näher man darin eintaucht, um so mehr begreift man, dass es genau das ist, was wir schon seit Menschengedenken tun: Wir erzählen uns Märchen, um die Welt in der wir leben und mit der wir leben müssen, besser verstehen zu können. Märchen sollen unterhalten. Aber Märchen sollen auch lehrsam sein.

Wir hoffen sehr, uns ist beides gelungen. Ab heute könnt ihr euch davon selbst ein Bild machen. Ihr könnt mit Leo und Fynn nun endlich zusammen in die sehr beschränkte Welt eines Aquariums eintauchen und sehen, ob es nicht vielleicht den Blick für den Rest der Welt ein wenig öffnet. Wir wünschen euch so viel Spaß beim Lesen, wie jede von uns beim Schreiben ihrer Geschichte hatte. 😀

Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich bin stolz eine Märchenspinnerin zu sein. Also Vorhang auf.

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Coverreveal und Jahresausblick

Coverreveal für einen Lurch!

In den sozialen Netzwerken schwimmt der Lurch ja schon und auch auf der Märchenspinner-Seite. also wird es Zeit, dass er auch hier endlich ganz offiziell sein Mäntelchen zeigen darf.

ein paar frühe Einblicke aus der Entstehungszeit des Buches gibt es ja schon lange auf der Seite. Für einen Autor gibt es aber neben dem Schreiben tatsächlich fast nichts Schöneres, als wenn ein solches Projekt tatsächlich nicht nur ein Plotbunny auf der eigenen Festplatte bleibt.  Inspiriert wurde der Axolotlkönig übrigens durch das gleichnamige Bild von Dorothee Rund, das ich mit ihrer Zustimmung auch für das Cover verwenden durfte.

Die Komposition entstand dann schließlich aus der Feder von Sarah Buhr in ihrer Covermanufaktur.

Und hier ist es: 

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Wie geht es weiter?

Auch wenn ich seit dem Reveal schon ganz ungeduldig angeschrieben werde, wann der Lurchi denn nun endlich zu bekommen sei, muss ich euch noch ein ganz klein wenig vertrösten. Am 13.02. ist es soweit. Und JA! Der Termin wurde ganz bewusst gewählt. 😉 Es ist definitiv ein Nicht-Valentinstag-Buch. ^^

Ab da könnt ihr euch also ins Lesevergnügen stürzen und Fynn und Leonie durch ihr gemeinsames Abenteuer folgen. Wenn ihr den Lurch und mich übrigens ganz persönlich kennenlernen wollt, dann bekommt ihr dieses Jahr erstmals die Chance dazu. Und zwar in Leipzig.

 

Sterne und Märchen auf der LBM

 

Auch wenn ich immer proklamiert habe, dass mich nichts und niemand auf die großen Messen bringt, haben die forltwährend tollen Kommentare meiner Sternenlied-Leser, die bisherigen wunderschönen Erfahrungen auf kleineren Messen und nicht zuletzt die drei tollen Kolleginnen, mit denen ich in Leipzig bin, das Blatt gewendet und mir meine Massenscheuheit genommen. – Ein kleiner Dämon hat da auch noch einen nicht unerheblichen Anteil dran, will aber, dass dies im Verborgenen bleibt ;P. –

Ich freu mich also jetzt schon ganz doll, so viele wie möglich von euch dort zu treffen. Alle näheren Infos, Halle und Standnummer und so weiter, erfahrt ihr natürlich hier auf der Seite und auf Facebook und Twitter. Außerdem konnte ich mich zu den Glücklichen zählen, die Tickets für die erste Leipziger Drachennacht erwerben konnte. Wer also da ist, dem werde ich wohl zwangsläufig auch über den Weg laufen.

 

Weitere Ausblicke

Ansonsten kommen dieses Jahr noch zwei, drei GROßE Überraschungen für alle Fans der “Stern von Erui” -Reihe auf euch zu. Es lohnt sich also, auch da dran zu bleiben. Erste Enthüllungen wird es wohl nach Leipzig geben. Ich freu mich schon superdoll auf dieses Jahr und bin gespannt, was ihr so dazu sagt.

Bis dahin freue ich mich über jeden neuen Leser meiner Sterne, und hoffe, dass ihr meinen kleinen Lurch in drei Wochen mit der gleichen Begeisterung in eure Herzen schließt.

Alles Liebe und bis bald,

 

Eure Sylvia.

Der Axolotlkönig – Durch die Augen eines anderen sehen

Der Erste Band der Märchenspinnerei

Letzte Woche wurde es ja enthüllt: Mein Projekt “Der Axolotlkönig” wird der erste Teil einer neuen fantastischen Buchreihe, der Märchenspinnerei. In diesem Zusammenschluss von Autorinnen haben wir uns damit befasst, reale Probleme in die Märchen zu weben, die uns in unserem Alltag betreffen und belasten können.

Mein Lurchi befasst sich dabei mit Mobbing. So ziemlich jedem sollte das ein Begriff sein. Doch hat es auch jeder schon mal am eigenen Leib erfahren? Sind Leute, die sich gemobbt fühlen, nicht einfach nur dieser unendlich überempfindliche Schlag Menschen, deren Füße so groß zu sein scheinen, dass man gar nicht anders kann, als darauf zu treten?

Nein. Mobbing ist mehr. Mobbing sind diese fiesen, hinterhältigen und oft ganz unschuldig klingenden Kommentare von jemandem, der ziemlich genau weiß, wie er sein Opfer treffen kann und jede Schwachstelle nur zu gerne ausnutzt. Das sind für die Betroffenen die Momente, in denen ihnen das Blut in die Ohren schießt und sie im Boden versinken wollen vor Scham. Etwas, was sie gesagt, oder gemacht haben, wird anders wiedergegeben, aus dem Kontext gerissen und so neu zusammengesetzt, dass es dazu dient, sie zu diffamieren, bloßzustellen und immer wieder in die peinliche Situation bringt, sich rechtfertigen zu müssen.

Die Opfer tragen nie die Schuld

Dabei sind es oft harmlose Vorkommnisse, bei denen gar keine Notwendigkeit bestünde, sich zu rechtfertigen, wenn sie nicht völlig aus ihrem Zusammenhang gelöst worden wären. Manchmal handelt es sich auch um Eigenschaften, Angewohnheiten, oder nur körperliche Besonderheiten, die die gemobbte Person einfach mitbringt.

Das Schlimme ist, dass die Opfer immer weiter in die Defensive gedrängt werden, sich schuldig fühlen an dem, was andere ihnen antun, und es am Ende vielleicht selbst sogar glauben.

 

Der schwerste Schritt

Aus diesem Teufelskreis an schwindendem Selbstbewusst sein und dem ständigen Kreuzfeuer weiterer erniedrigender Situationen kommen die Betroffenen selten allein wieder heraus. Sich letzten Endes einzugestehen, dass man gemobbt wird, dass man vielleicht Hilfe braucht, dass man allein nicht mehr dagegen ankommt, das ist oft das Schwerste.

Denn was, wenn man dafür auch nur wieder Häme und Spott erntet?

Das Vertrauen in andere wird grundlegend erschüttert und vor jemand anderem seine Probleme, Sorgen und Ängste offenzulegen wird weitestgehend unmöglich, weil es nur einmal mehr die eigenen Schwächen offenbart und angreifbar und verletzlich macht. Nicht zuletzt das ist ein Grund, warum Mobbing oft in sozialer Abschottung und damit leicht auch in Depressionen endet.

 

Die andere Seite verstehen lernen

Meine Geschichte wurde nun geboren aus dem Gedanken: Warum tun die Mobber das eigentlich? Was treibt sie an? Und haben sie überhaupt eine Ahnung, was sie den Opfern eigentlich antun?

Man sagt ja immer, Kinder seien grausam. Ich aber denke, Kinder, Jugendliche und sogar auch Erwachsene, sind oft vielmehr gedankenlos, egozentrisch, sehen sich und den eigenen Spaß, oder sie tun es aus eigener Verletztheit heraus, um eigene Unsicherheit, eigenen Schmerz und eigene Probleme zu kaschieren.

Das einzige, was da hilft, ist die Welt mal mit den Augen des anderen zu sehen. Mehr Einsicht, mehr Verständnis, warum jemand etwas tut oder sagt, oder schlichtweg einfach ist, wie er ist. Manchmal ist das alles, was es braucht.

 

Wir sehen uns dann im Aquarium.

 

Bis dahin macht es gut.

 

Eure Sylvia

Große Neuerungen im Kommen

Die GANZ GROßE Ankündigung der Weihnachtszeit bleibe ich euch diesen Sonntag noch schuldig. Aber da ich mich lange hier nicht gemeldet habe, wollte ich doch einfach mal wieder ein Update von mir hören lassen.

Wer mir auf Facebook folgt, der weiß, dass der Sternenstaub kurz davor steht, als Print endlich lieferbar zu sein. Das heißt, nicht nur die E-Book-Leser kommen endlich auf ihre Kosten.

Doch nicht nur das steht an. Entgegen meiner eigenen Prognose, dass ich niemals etwas anderes als den Stern schreiben werde, stehen doch gleich mehrere neue Projekte ins Haus. Das eine ist dir mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsene Märchenspinnerei. Noch ist die Seite im Aufbau. WiP (Wichtel in Progress 😉 ) Doch schon im neuen Jahr wird es auch da rund gehen, und das nicht nur mit mir allein.

Viele Autoren, die schon mal gemeinsame Projekte gestemmt haben, sagen ja: Einmal und nie wieder. Bei mir sieht das anders aus. Klar, kosten manche Dinge Nerven und jeder hat so seine eigenen Vorstellungen. Aber man lernt doch auch, dass die eigene nicht unbedingt die universal gültige Meinung ist und dass viele Wege nach Rom führen.

Darum hoffe ich, dass ihr an den Endprodukten aus der Spinnstube soviel Spaß haben werdet, wie wir bei Schreiben und Erstellen dieser Kooperation.

Und dann geht es natürlich im nächsten Jahr auch mit Erui weiter. Der Blaue Drache ist fest eingeplant, und wer sich die Bücher im Print kauft, der wird schon mal auf den Geschmack kommen können, wie es weitergeht, mit der Saga vor der Saga. 😀

Zu guter Letzt steht dann noch ein Punkt auf meiner Liste. Ein Wunsch, ein großer Traum, den ich habe. Vielleicht nehme ich ihn nächstes Jahr in Angriff. Das kann ich aber ohne eure Hilfe nicht schaffen.

Da in den letzten Monaten der Stern immer mehr Leser gefunden hat und ich hoffe, dass er noch viele mehr findet, könnte es realistisch werden. Doch kann ich euch dazu noch nicht mehr verraten.

 

Bis dahin

 

einen schönen zweiten Advent.