Kategorie-Archiv: Die Bücher

in dieser Kategorie findet ihr alles rund um die Ebooks und später auch die Printversionen aller drei Teile der Sternenlied Saga.

The worst in my best – oder: mal mit der Brille eines Lesers in die Sterne geschaut

Okay, okay, ich gebs zu: Das hier dürft ihr nicht so ganz ernst nehmen. 😉 Aber es sorgte bei mir für zuviel Vergnügen, als dass ich es euch vorenthalten wollte:

Ich lese ja gerne auf anderen Blogs quer und einer meiner liebsten ist dabei Seth Godin (Autor von ‘The Dip’ – großartiges Buch für Entrepreneurs, Startups und jeden, der Dinge anders macht). Der hat dort einen Tipp stehen, man solle sich selbst mal ganz kritisch hinterfragen. Also egal, ob man Bücher schreibt oder etwas anderes, produziert und vertreibt, man soll sich mal die Zeit nehmen und sich selbst bewerten. Ganz im Stil des Amazon Sternesystem. Einmal eine fünf-Sterne Lobeshymne und einmal so einen richtigen Verriss. Damit, so seine Theorie, könne man viel besser erkennen, was man selbst eigentlich anzubieten hat, und für wen.

Denn seien wir mal ehrlich, die Zeiten des ‘Ich biete hier das Ein für dein Alles’ sind lang vorbei, doch quasi jeder kann heute seine Nische finden.

Gelesen, getan! Dachte ich zunächst, ich könne nie auch nur ein böses Wort über meine eigene ach so geliebte Geschichte schreiben, fielen mir aber bald die ersten Kommentare ein und plötzlich ging es ganz leicht. *g* Was das jetzt wohl heißen mag?

Da wir alle ja schon ganz gerne manchmal über Dinge lästern hier also zuerst mein eigener Verriss zum Stern.

 

Oh mein Gott!! Und das soll ein tolles Buch sein?

Ich mein, hat die Autorin denn je schon mal davon gehört, dass heutzutage weniger mehr ist?
So weniger Adjektive, weniger endlose, ausschweifenden, detailverliebte Beschreibung von hau mich blau und schieß mich tot, weniger von dieser ganzen Welt, die ein bisschen wirkt, wie die unendlichen Geschichte, weil tausend Dinge angedeutet werden, und doch steige ich nicht sofort dahinter, und vor allem weniger ach so perfekte Charaktere.
Eine mutige, charismatische Heldin, die vom mittelmäßigen Entlein zum märchenhaften Schwan wird. Eine tragische, zerbrochene Liebe, die zwischen den Zeilen mitschwingt, und, wie kann es in einem Fantasybuch anders sein, mindestens zwei junge (natürlich gut aussehende) Männer, die absolut das Zeug zum weißen Ritter hätten. Aber dennoch will da nicht so wirklich eine Romanze draus werden. alle sind viel zu sehr damit beschäftigt zu überleben oder die Welt zu retten.
Immer wieder diese alte Leier von Gut und Böse, Licht und Schatten blabla. Schlachten hier und Kämpfe da.

Been there, done that, bought the T-Shirt.

 

Ja dem gibts nichts weiter hinzuzufügen, ich bekenne mich in allen Anklagepunkten für schuldig. Ich habe es genauso geschrieben und nicht anders, weil ich es wollte, obwohl mir bewusst war, dass der gewählte Stil vielleicht grade nicht der ist, der besonders ‘in’ ist.  😉

 

Doch wenn ich den inneren Kritiker mal abstelle, mal alle Selbstzweifel beiseite lasse und einfach nur das zusammenfasse, was ich eigentlich erreichen wollte, dann klingt das Ganze eher so:

 

Ein neuer Fantasyroman unter vielen?

Nein, weit gefehlt.

Dieses Buch kann ich in einem Satz gar nicht beschreiben. Doch müsste ich es tun, müsste ich glatt ein neues Wort dafür erfinden. Der Stern von Erui ist nämlich Fantosophie vom allerfeinsten.
Eine wundervolle magische Welt hat mich gefangen genommen, ausgearbeitet bis ins letzte Detail, dass sie selbst dem Auenland und ganz Mittelerde Konkurrenz macht. Erui so lebensnah und echt, dass man glatt dort hinziehen wollte, wenn da nicht die Sache mit dem Schatten wäre. Während das nun aber alles danach klingt, als wäre dies das übliche Gut gegen Böse, Tag gegen Nacht-Gesülze, geht es im Stern doch um so viel mehr.

Die Charaktere, bei denen man von Anfang an glaubt, sie in bestimmte Schubladen packen zu können, wandeln und entwickeln sich auf jeder Seite. Es ist wie Kindern beim Wachsen und Straucheln und Wiederaufstehen zuzusehen. Noch bevor man begriffen hat, warum überhaupt, heult man schon über den Tod eines Charakters, den man zur Gänze doch erst auf der letzten Seite dieses großartigen Auftaktes versteht, und man fragt sich warum? Warum tut die Autorin das alles? Warum ist sie so gnadenlos?
Aber es ist ganz einfach und der Stern gibt auch selbst die Antwort: Weil unsere Welt so gnadenlos ist. Unsere Welt, in der so viel Gutes und Schönes liegt, ist zu absoluter Schlechtigkeit und Grausamkeit fähig.

Der Stern geht davon aus, dass Erui, das Reich der Träume, von den Menschen erschaffen wurde. Aber ebenso auch der Schatten, der diese zerbrechliche Welt bedroht. Menschen, wie du und ich. Und hier beginnt man sich zu fragen, was bin ich eigentlich und wofür schlägt mein Herz? Würde ich den Stern leuchten lassen? Oder würde meine Engstirnigkeit und meine kleinkarierte Denke, mein egozentrisches Weltbild und meine Ignoranz vielleicht doch eher dem Schatten neue Nahrung geben?

Tiefgründig, märchenhaft, offen, phantastisch und dann wieder erschreckend menschlich kommt dieser Roman daher und wirft alles über den Haufen, was wir über Fantasy-Bücher zu wissen glaubten. Das hier ist keine seichte Unterhaltung, obwohl ich mich großartig unterhalten fühlte. Es ließ mich in eine andere Welt entfliehen und doch kehre ich mit einem neuen Blick auf die Welt zurück, in der ich lebe.
Wer das hier gelesen hat, geht danach mit offeneren Augen durch sein Leben … doch mit träumendem Herzen.

 

So, da habt ihr sie also, meine Meinung zu meinem Stern. Etwas vom Besten, etwas vom Schlechtesten, etwas von all dem, was mich bewegt. Wenn ihr jetzt Lust auf andere kritische Stimmen habt, dann schaut doch mal hier bei Amazon oder bei Goodreads vorbei 😉

 

Einen angenehmen Tag und ein bisschen Selbstironie für euch alle, denn wer über sich selbst lachen kann, der muss nie stundenlang betrübt dasitzen 😉

 

Eure Sylvia

Seit heute auch als PRINT!!!

Lang, lang habt ihr alle gewartet, jetzt ist es endlich soweit!

 

 

Cover Frontansicht_klein

Schon gestern wurde der Stern freigegeben, und bereits heute ist er über Amazon erhätlich! Für alle, die von den Ebooks so fasziniert waren, dass sie ihn unbedingt auch im Regal haben müssen und natürlich für all diejenigen, die ihn noch nicht kennen, weil sie ‘echte’ Bücher mit Echten Seiten und diesem ganz besonderen Geruch nach Abenteuer brauchen.

 

Ich wünsche euch allen viel Lesevergnügen!!

 

Es ist soweit!!

Das Warten hat ein Ende!

 

 

Der erste Teil der Saga entführte uns ins Reich hinter den Nebeln. Wir lernten eine Welt voller Zauber kennen, voller Hoffnung. doch etwas Böses hat sich in ihr breit gemacht. Der Schatten will den Stern auf seinen dunklen Pfad ziehen und die Welten dadurch zum Einsturz bringen. Dabei hat nicht das Schicksal oder ein unglücklicher Zufall dazu geführt, dass ER wiedererwachte.

Wagt euch auf das Schlachtfeld und erfahrt, warum eure Helden die Ketten sprengten, die IHN Jahrtausende in seiner schwarzen Burg hielten.

 

Die Saga geht weiter:

“Schattenkriege” ab dem 07.09. auf Amazon

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