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Autorentgebuch – Lebenszeichen

In der Tat, mich gibt es noch!

 

Kein Hai hat mich erwischt, kein Tornado nach OZ getragen und das Schleierportal nach Erui habe ich auch noch nicht gefunden. Dafür hatte mich das Reallife dermaßen fest im Griff, dass ich kaum dazu kam, kurz mal was auf meiner FB-Seite zu posten. Alles andere lag quasi brach.

Was ich stattdessen seit dem Sommer gemacht habe? Ein Haus renoviert, in das wir auch schon zur Hälfte umgezogen sind. An meinen Romanen weitergeschrieben. Der Hamster hat zum Beispiel ein Cover bekommen. – Auch das muss ich zu meiner Schande gestehen, hat es bisher nur auf Facebook geschafft. – Messen vorbereitet, wie die BuCon und die jetzt anstehende BuchBerlin.

Dazu finden gerade übrigens auf der Seite der Märchenspinnerei, die ich mitbetreue, Themenbeiträge für die Berliner Märchentage statt.

Ihr seht also, ich war nicht untätig. Nur fürs Bloggen hier hat es einfach nicht gereicht.

 

Neuer Monat, neue Aktionen

Das wird sich aber nun wieder ändern. Der November bringt zwar nicht unbedingt mehr Zeit mit sich, aber dennoch einfach ein paar Aktionen, die ich nicht unerwähnt lassen will.

Übermorgen, am 12.11. startet her bei mir die Awareness-Kampagne – Blogger gegen Cybermobbing- .

Den Tag habe ich zu Ehren meiner Romanheldin Leonie gewählt, denn ihr Tagebuch im “Axolotlkönig” beginnt mit den Worten: ” 12. November im schrecklichsten Jahr meines Lebens …”

Eine handvoll Blogger und ich finden das Thema, das ja wesentliche Inspiration für meinen Jugendroman aus der Märchenspinnerei war, einfach zu wichtig und wollen mit euch darüber reden. Dabei werdet ihr auch sehr viel Persönliches hören. Auch mich hat es überrascht, wie vielfältig Mobbing sein kann. Und oft dauert es Jahre, bis man alle Folgen davon begreift und auch darüber reden kann. – So wie bei mir.

Und dann ist da noch der NaNo

 

Ach ja. Was wäre der November ohne den Schreibwahnsinn, der sich NaNoWriMo (national novel writing month) nennt?

Das dritte Jahr in Folge versuche ich mich an der Herausforderung, an einem Buch in einem Monat 50.000 neue Worte zu schreiben.

Mine Wahl fiel dabei dieses Jahr auf den ersten Band der nächsten Erui-Trilogie. “Das Herz des blauen Drachen – Ein uralter Schwur -“. Für alle, die somit sehnsüchtig darauf warten, nach Erui zurückkehren zu können, kann ich versprechen: Ewig wird es nicht mehr dauern. 🙂

Im Unterschied zu den Vorjahren verzichte ich übrigens auf den irrsinnigen Versuch eines Doppel-Nanos. 2015 hat es ja geklappt, als ich den Grundstein für das Drachenherz legte und Sternenstaub fertigschrieb. Dieses Jahr ist mit dem Umzug und der BuchBerlin allerdings schon ein Nano der völlige Wahnsinn.

Im Moment läuft es dennoch sehr gut und es ist einfach wundervoll wieder in vertrauten und doch unbekannten Gefilden zu wandeln. Im Drachenherz begebe ich mich immerhin in ein Erui 1000 Jahre vor der Handlung des Sterns. Damals, in der zweiten dunklen Zeit, war vieles anders. Dennoch ist die Magie und der Zauber meiner Welt mir so vertraut. 🙂

Ich freue mich schon, euch ganz bald noch viel mehr von diversen Projekten und Ideen zu berichten.

 

Also bis dann.

 

Eure Sylvia

 

 

Märchenralley der Märchenspinnerei – Haltestelle Aquarium

Darum ist der Lösungsbuchstabe, den ihr hier findet, auch:

 

 Lösungsbuchstabe A

wie Axolotl oder der Beginn des Alphabeths. 😀 Passend eigentlich, dass der kleine Lurch also den Anfang in der Spinnerei machen durfte. Als Band 1 in unserer Reihe kam er im Februar raus und schwimmt seitdem über die Bücherblogs des www und durch eure Regale. Großartiges Feedback hat mich seit der LBM erreicht. Meine jüngste Leserin bisher ist 12. Die älteste 73. Das allein zeigt schon, dass Märchen einfach über Generationen hinweg verbinden können, da sie etwas in jedem von uns ansprechen.

Froschkönig meets Schneekönigin

Wie es dazu kam, dass wir die Spinnerei gründeten, dazu gibt es mittlerweile genug Infos auf unserer Homepage. In den Veröffentlichungsmeldungen der einzelnen Titel beschreibt auch jede von uns noch einmal selbst, wie sie dazu gestoßen ist und wie sie es empfand. Warum ich den Froschkönig wählte, habe ich ebenfalls in vielen Interviews erzählt.

Darum widme ich mich heute dem zweiten Märchen, das mehr subtil und schleichend seinen Eingang in die Geschichte von Leonie und Fynn fand.

Die Schneekönigin.

Den meisten wird dazu derzeit wohl die Disneyversion Frozen einfallen, die sich selbst ja schon weit vom Original entfernt hat. Dennoch interessant, dass diese Figur, die wunderschöne Herrscherin mit dem Herz aus Eis, immer wieder in die Literatur und Popkultur Eingang findet.

So wird sie unter anderem auch zum ikonischen Bösen in “The lion The Witchh an the wardrobe” (“Der König von Narnia”), wo sie einen der vier Geschwister umgarnt und mit sich nimmt, wie Kay im Original.

Subway to Sally (eine von Leonies Lieblingsbands) hat das Motiv auch schon umgesetzt, in ihrem Song Schneekönigin.

 

Was fasziniert also so daran?

 

Oder vielleicht noch besser: Was hat mich so daran fasziniert?

Ich könnte darüber jetzt ewig lamentieren, doch ich glaube, nichts zeigt euch das so gut, wie wenn ich es euch einfach vorlese. 🙂 Hier kommt also mein exclusives Lesevideo der Spiegelszene aus dem Axolotlkönig:

 

 

 

Zu guter Letzt …

 

… hab ich dann auch noch eine Frage im Gepäck. Sie bezieht sich auf das ORIGINAL Märchen und ihre richte Antwort wird euch zum nächsten tollen Blogbeitrag und damit auch zum nächsten Buchstaben des Lösungswortes bringen. 🙂

 

Wie bewältigt Gerda die letzte Strecke auf dem Weg zur Schneekönigin?

a) Sie läuft. -> dann dackelt mal schön weiter zu Frau Schreibseele
b) Sie reitet auf einem Rentier. -> mit Rudolf weitergetrottet zu Barbara Schinko
c) Sie reitet auf einem Pferd. -> im Galopp gehts zu Unsere Bücherwelt

 

Und hier nochmal für alle, die auf der Suche nach der Startlinie durch die Gegend irren 😉 :

Dieser Beitrag gehört zur großen Märchensommer Märchenrallye, bei der ihr ein märchenhaftes Paket gewinnen könnt. Den Start der Märchenrallye findet ihr auf der Märchenspinnerei.

Jetzt bleibt mir nur noch, euch viel Spaß beim Rätseln zu wünschen und viel Glück, falls ihr es zum Lösungsbeitrag schafft, und nicht vorher in unserem märchenahften Irrgarten strandet. 😉

 

Liebste Grüße,

eure Sylvia

 

 

Monatsbericht Februar – Der Stern von Erui auf Höhenflügen

Ein turbulenter Monat voller Lurche und Sterne ist zu Ende!

Wenn ich zurückdenke, dann läuft bei mir seit August alles auf Hochtouren, was die letzten Pläne sowohl für die Erui-Reihe als auch für den Axolotlkönig betrifft. Für mich hieß das: auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Buchsatz und Coverentwicklung für Sternenstaub, während der Lurchi ja noch zu schreiben war. Schließlich kamen Messeauftritte, Lesungen, die Printveröffentlichung von Sternenstaub und das Bekanntgeben der Märchenspinnerei.

Alles drehte sich immer um beide Projekte gleichzeitig, und als im Januar dann von Amazon die Meldung kam, dass Schattenkriege, Sternenstaub und die Gesamtausgabe des Sterns Teil des Indie Lesefestivals werden sollten, war auch klar, dass sich dieser Tanz bis in den Februar weiterziehen würde.

 

Axolotl Frontpage Teaser

 

Ein fulminanter Start mit dem Lurch, ein wundervoller Abschluss für den Stern.

Mitte Februar war es dann so weit. Der Axolotlkönig, erster Band der Märchenspinnerei, erblickte das Licht der Welt. Anders, als beim Stern zuvor fieberte ich dem nun nicht mehr allein entgegen, sondern mit meinen elf Kolleginnen zusammen. Auch die ersten Urteile unserer Märchenfeen standen aus und es war ein gespanntes Warten.

Dass Fynns und Leonies Geschichte dann tatsächlich so viel Anklang fand und von unseren Feen rundum positiv aufgenommen wurde, hat mich wahnsinnig gefreut. Auch wenn im Axolotlkönig keine 12 Jahre meines Lebens stecken, er nicht als lebendige unerschöpfliche Welt einen ganzen Teil meiner Gedanken bevölkert, so ist mir die Geschichte doch ans Herz gewachsen, und klar freut positives Feedback dann umso mehr.

In der letzten Februarwoche kam dann schließlich die Stunde des Sterns. Von anderen Autoren hatte ich schon sehr durchwachsene Erfahrungsberichte über das Lesefestival gehört. Die Einzelbände zuvor verkauften sich zwar deutlich mehr, als ohne die Preisreduzierung, es unterschied sich aber kaum von üblichen Aktionen.

Darum war ich fast sprachlos, als gleich am ersten Tag der Aktion die Zahlen für die Gesamtausgabe explodierten. An einem Tag so viele Verkäufe, wie üblicherweise umgerechnet in einem halben Monat! Das war der Wahnsinn und ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.

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Ein wenig Ruhe und Erholung – und dann der rote Mantel und die Buchmesse

Natürlich lief durch das Indie Lesefestival und den Erfolg des Sterns mein Kanal auch auf Hochtouren. Aber ihr wisst ja. Ich bin kein Mensch, der sein ganzes Leben online ausbreiten mag. Und die sozialen Netzwerke fressen auch immer viel Zeit. Darum werde ich mich nun in den ersten Märzwochen ein wenig zurückziehen.

In der Märchenspinnerei gehört dieser Monat ganz meiner wundervollen Kollegin Barbara Schinko, auf deren roten Mantel ich mich schon unendlich freue. Auch, weil ich glaube, dass Mantel und Lurch zusammen einfach wundervoll aussehen werden. 😀 Und nicht zu vergessen steht ja dann auch schon die Buchmesse an. Dort könnt ihr mich an allen vier Tagen treffen. Lurch und Stern habe ich natürlich für euch dabei. Wir können quatschen und uns austauschen und ich verspreche, ich signiere euch alles, was ihr haben wollt. 😉

 

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Bis dahin also alles gute, ihr Lieben.

 

Sylvia

 

Die Märchenspinnerei startet mit ihrem ersten Titel – Der Axolotlkönig

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Oh mein Gott! Der Axolotlkönig ist wirklich da!

Als Überraschung für diesen Tag hat das große A den Release mal eben um 24 Stunden vorgezogen. Der Axolotlkönig ist also tatsächlich schon erhältlich.

Es ist irgendwie noch immer total unwirklich und ich glaube, so ganz begreife ich noch gar nicht, dass wir es tatsächlich geschafft haben. Die Märchenspinnerei, eine verrückte Idee von zwölf Schreiberinnen, ein Projekt eigentlich viel zu groß, als dass jede von uns es noch neben all dem stemmen könnte, was sie eh schon zu tun hat, sie ist tatsächlich kein Traum und kein fernes Ziel, sondern startet heute ganz offiziell mit ihrem ersten Titel.

Mit meinem Titel, wie ich ganz stolz sagen darf. Es berührt mich und ehrt mich, dass ich hier den Anfang machen darf. Und irgendwie habe ich natürlich auch Angst, die anderen Geschichten, die ich zum Teil schon kenne und großartig finde, auf diese Weise zu repräsentieren.

 

Unser Ziel: Für Brennpunktthemen zu interessieren.

Mein Axolotlkönig ist ja nun nur eine Facette unserer wirklich reichen Märchenwelt, in die wir euch in den kommenden Monaten mitnehmen wollen. Das Buch wendet sich vor allem an ein jüngeres Publikum. doch ich denke, jeder, der irgendwann in seinem Leben mit Mobbing oder Depressionen in Berührung kam, in welcher Weise auch immer, kann in der Geschichte von Leonie und Fynn Wahrheiten und Denkanstöße finden.

Und das genau wollen wir auch. Wir wollen euch Märchen erzählen! Ja, richtig. Ich weiß, wie sich das anhört. Wir binden euch an mancher Stelle so richtig einen Bären auf, verzaubern euch mit Magie und Blendwerk, das wir so in unserer realen Welt nicht kennen. Wir wollen euch nicht mit pseudopsychologischen Ratgebern belehren, sondern euch auf manchmal sehr fantastische Weise neue Blickwinkel eröffnen.

 

Der Axolotlkönig – auch privilegierte Kinder können Probleme haben.

Leonie und Fynn in meiner Geschichte sind ja nun mitnichten die Sorte Kinder, bei denen man direkt schwerwiegende Probleme erwarten würde. Doch ich glaube, genau darum habe ich sie gewählt. Kinder reicher Eltern mögen für andere immer mit dem goldenen Löffel im Mund geboren sein. Doch hinter den glänzenden Fassaden muss nicht immer alles rosig sein. Und auch umsorgte Einzelkinder sind nicht davor gefeit, schlimme Zeiten durchzumachen.

Jede Generation, jeder Lebensumstand bringt seine eigenen Herausforderungen, seine eigenen Stolpersteine mit. Auch das werdet ihr in der Märchenspinnerei immer wieder feststellen. Sie kommen überall her, unsere Helden: aus der Stadt und vom Dorf, leben in der Moderne oder in einer fiktiven Vergangenheit. sie sind männlich und weiblich, Geschwister oder Freunde, Verliebte oder noch nicht Verliebte, sie sind jung oder alt, Menschen, wie du und ich.

 

Märchen – die Urform aller Geschichten

Neben unseren Geschichten setzen wir uns ja auch mit dem Ursprung von Märchen auseinander. Je näher man darin eintaucht, um so mehr begreift man, dass es genau das ist, was wir schon seit Menschengedenken tun: Wir erzählen uns Märchen, um die Welt in der wir leben und mit der wir leben müssen, besser verstehen zu können. Märchen sollen unterhalten. Aber Märchen sollen auch lehrsam sein.

Wir hoffen sehr, uns ist beides gelungen. Ab heute könnt ihr euch davon selbst ein Bild machen. Ihr könnt mit Leo und Fynn nun endlich zusammen in die sehr beschränkte Welt eines Aquariums eintauchen und sehen, ob es nicht vielleicht den Blick für den Rest der Welt ein wenig öffnet. Wir wünschen euch so viel Spaß beim Lesen, wie jede von uns beim Schreiben ihrer Geschichte hatte. 😀

Ich für meinen Teil kann nur sagen: Ich bin stolz eine Märchenspinnerin zu sein. Also Vorhang auf.

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Coverreveal und Jahresausblick

Coverreveal für einen Lurch!

In den sozialen Netzwerken schwimmt der Lurch ja schon und auch auf der Märchenspinner-Seite. also wird es Zeit, dass er auch hier endlich ganz offiziell sein Mäntelchen zeigen darf.

ein paar frühe Einblicke aus der Entstehungszeit des Buches gibt es ja schon lange auf der Seite. Für einen Autor gibt es aber neben dem Schreiben tatsächlich fast nichts Schöneres, als wenn ein solches Projekt tatsächlich nicht nur ein Plotbunny auf der eigenen Festplatte bleibt.  Inspiriert wurde der Axolotlkönig übrigens durch das gleichnamige Bild von Dorothee Rund, das ich mit ihrer Zustimmung auch für das Cover verwenden durfte.

Die Komposition entstand dann schließlich aus der Feder von Sarah Buhr in ihrer Covermanufaktur.

Und hier ist es: 

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Wie geht es weiter?

Auch wenn ich seit dem Reveal schon ganz ungeduldig angeschrieben werde, wann der Lurchi denn nun endlich zu bekommen sei, muss ich euch noch ein ganz klein wenig vertrösten. Am 13.02. ist es soweit. Und JA! Der Termin wurde ganz bewusst gewählt. 😉 Es ist definitiv ein Nicht-Valentinstag-Buch. ^^

Ab da könnt ihr euch also ins Lesevergnügen stürzen und Fynn und Leonie durch ihr gemeinsames Abenteuer folgen. Wenn ihr den Lurch und mich übrigens ganz persönlich kennenlernen wollt, dann bekommt ihr dieses Jahr erstmals die Chance dazu. Und zwar in Leipzig.

 

Sterne und Märchen auf der LBM

 

Auch wenn ich immer proklamiert habe, dass mich nichts und niemand auf die großen Messen bringt, haben die forltwährend tollen Kommentare meiner Sternenlied-Leser, die bisherigen wunderschönen Erfahrungen auf kleineren Messen und nicht zuletzt die drei tollen Kolleginnen, mit denen ich in Leipzig bin, das Blatt gewendet und mir meine Massenscheuheit genommen. – Ein kleiner Dämon hat da auch noch einen nicht unerheblichen Anteil dran, will aber, dass dies im Verborgenen bleibt ;P. –

Ich freu mich also jetzt schon ganz doll, so viele wie möglich von euch dort zu treffen. Alle näheren Infos, Halle und Standnummer und so weiter, erfahrt ihr natürlich hier auf der Seite und auf Facebook und Twitter. Außerdem konnte ich mich zu den Glücklichen zählen, die Tickets für die erste Leipziger Drachennacht erwerben konnte. Wer also da ist, dem werde ich wohl zwangsläufig auch über den Weg laufen.

 

Weitere Ausblicke

Ansonsten kommen dieses Jahr noch zwei, drei GROßE Überraschungen für alle Fans der “Stern von Erui” -Reihe auf euch zu. Es lohnt sich also, auch da dran zu bleiben. Erste Enthüllungen wird es wohl nach Leipzig geben. Ich freu mich schon superdoll auf dieses Jahr und bin gespannt, was ihr so dazu sagt.

Bis dahin freue ich mich über jeden neuen Leser meiner Sterne, und hoffe, dass ihr meinen kleinen Lurch in drei Wochen mit der gleichen Begeisterung in eure Herzen schließt.

Alles Liebe und bis bald,

 

Eure Sylvia.

Der Axolotlkönig – Durch die Augen eines anderen sehen

Der Erste Band der Märchenspinnerei

Letzte Woche wurde es ja enthüllt: Mein Projekt “Der Axolotlkönig” wird der erste Teil einer neuen fantastischen Buchreihe, der Märchenspinnerei. In diesem Zusammenschluss von Autorinnen haben wir uns damit befasst, reale Probleme in die Märchen zu weben, die uns in unserem Alltag betreffen und belasten können.

Mein Lurchi befasst sich dabei mit Mobbing. So ziemlich jedem sollte das ein Begriff sein. Doch hat es auch jeder schon mal am eigenen Leib erfahren? Sind Leute, die sich gemobbt fühlen, nicht einfach nur dieser unendlich überempfindliche Schlag Menschen, deren Füße so groß zu sein scheinen, dass man gar nicht anders kann, als darauf zu treten?

Nein. Mobbing ist mehr. Mobbing sind diese fiesen, hinterhältigen und oft ganz unschuldig klingenden Kommentare von jemandem, der ziemlich genau weiß, wie er sein Opfer treffen kann und jede Schwachstelle nur zu gerne ausnutzt. Das sind für die Betroffenen die Momente, in denen ihnen das Blut in die Ohren schießt und sie im Boden versinken wollen vor Scham. Etwas, was sie gesagt, oder gemacht haben, wird anders wiedergegeben, aus dem Kontext gerissen und so neu zusammengesetzt, dass es dazu dient, sie zu diffamieren, bloßzustellen und immer wieder in die peinliche Situation bringt, sich rechtfertigen zu müssen.

Die Opfer tragen nie die Schuld

Dabei sind es oft harmlose Vorkommnisse, bei denen gar keine Notwendigkeit bestünde, sich zu rechtfertigen, wenn sie nicht völlig aus ihrem Zusammenhang gelöst worden wären. Manchmal handelt es sich auch um Eigenschaften, Angewohnheiten, oder nur körperliche Besonderheiten, die die gemobbte Person einfach mitbringt.

Das Schlimme ist, dass die Opfer immer weiter in die Defensive gedrängt werden, sich schuldig fühlen an dem, was andere ihnen antun, und es am Ende vielleicht selbst sogar glauben.

 

Der schwerste Schritt

Aus diesem Teufelskreis an schwindendem Selbstbewusst sein und dem ständigen Kreuzfeuer weiterer erniedrigender Situationen kommen die Betroffenen selten allein wieder heraus. Sich letzten Endes einzugestehen, dass man gemobbt wird, dass man vielleicht Hilfe braucht, dass man allein nicht mehr dagegen ankommt, das ist oft das Schwerste.

Denn was, wenn man dafür auch nur wieder Häme und Spott erntet?

Das Vertrauen in andere wird grundlegend erschüttert und vor jemand anderem seine Probleme, Sorgen und Ängste offenzulegen wird weitestgehend unmöglich, weil es nur einmal mehr die eigenen Schwächen offenbart und angreifbar und verletzlich macht. Nicht zuletzt das ist ein Grund, warum Mobbing oft in sozialer Abschottung und damit leicht auch in Depressionen endet.

 

Die andere Seite verstehen lernen

Meine Geschichte wurde nun geboren aus dem Gedanken: Warum tun die Mobber das eigentlich? Was treibt sie an? Und haben sie überhaupt eine Ahnung, was sie den Opfern eigentlich antun?

Man sagt ja immer, Kinder seien grausam. Ich aber denke, Kinder, Jugendliche und sogar auch Erwachsene, sind oft vielmehr gedankenlos, egozentrisch, sehen sich und den eigenen Spaß, oder sie tun es aus eigener Verletztheit heraus, um eigene Unsicherheit, eigenen Schmerz und eigene Probleme zu kaschieren.

Das einzige, was da hilft, ist die Welt mal mit den Augen des anderen zu sehen. Mehr Einsicht, mehr Verständnis, warum jemand etwas tut oder sagt, oder schlichtweg einfach ist, wie er ist. Manchmal ist das alles, was es braucht.

 

Wir sehen uns dann im Aquarium.

 

Bis dahin macht es gut.

 

Eure Sylvia

Die Märchenspinnerei – Wie mein kleiner Lurch ‘Buchgeschwister’ bekam

Es ist bald soweit!!

 

 

Mein Axolotlkönig, von dem ich euch schon ein wenig hier auf der Seite erzählt habe, wird nun bald das Licht der Welt erblicken. Das wundervollste ist aber: Er bleibt nicht allein!

Wie ihr ja wisst, ist der Stern von Erui mein Lebenswerk. Ich habe lange dran gesessen und sitze nun wieder (immer noch) an weiteren Geschichten aus Erui. Aber manchmal kann einem die ewig gleiche Welt auch über werden. Das ist wie im echten Leben. Manchmal braucht man einfach Urlaub vom Alltag. selbst wenn man in seinem Alltag eigentlich im Großen und Ganzen zufrieden ist.

Bei mir war das zwischen der Ebook-Veröffentlichung von ‘Heimkehr’ und ‘Schattenkriege’ der Fall. Ich konnte es einfach nicht mehr sehen. Je öfter ich drüber arbeitete, umso mehr wurde ich betriebsblind. Dann wurde das Nano-Board im Tintenzirkel eröffnet. (Der NaNo dort ist ein bisschen wie eine Riesenparty und ein wirklich tolles Event) Die Begeisterung schwappte auf mich über und in der Vorbereitungszeit war mein Kopf plötzlich so kreativ wie nie. Nicht nur ein, sondern gleich mehrere Ideen für neue Geschichten kamen mir. Sie alle waren unterschiedlich und hatten ganz eigene Aspekte, warum sie mich fesselten. Doch eins hatten sie alle gemein: Sie spielten nicht in Erui.

Eine dieser neuen Ideen war die Geschichte von Leonie und Fynn.

Eigentllich war es am Anfang nur Fynns Geschichte. ein extrovertierter, ein bisschen arroganter Teenager, der dazu gezwungen wird, sich mal mit einem ganz anderen Blickwinkel auf die Welt auseinanderzusetzen. Dann kam Leonie dazu und wurde eine so starke Persönlichkeit, dass auch sie ihre eigene Perspektive in der Geschichte bekam.

Doch mit dem NaNo2015 war dann alles wieder verdrängt. Es ging für mich Vollzeit zurück nach Erui. Ich schrieb ‘Sternenstaub’ fertig und begann das Drachenlied. Anfang 2016 kam dann die E-Book-Veröffentlichung des dritten Teils und der Gesamtversion und damit auch ein klein wenig der abschied von Erui, was mich in eine ziemlich depressive und unkreative Phase warf. Ich habe sehr mich ungewöhnlich viel im Tintenzirkel herumgetrieben, um die leeren Stunden zu füllen, die sonst dem Schreiben meiner Stern von Erui – Reihe gehört hatten.

Dabei stolperte ich in eine Diskussion um die Möglichkeiten, die sich auftun würden, wenn Indie-Autoren sich gegenseitig mehr unterstützen, ja vielleicht sogar zusammentun würden. Alle waren ganz fest davon überzeugt, dass es einfach nur großartig werden könne. Und dann, dann fiel plötzlich der Satz ‘Lasst uns doch ein paar verrückte Märchen schreiben’.

Und damit war die Märchenspinnerei geboren.

Tatsächlich kamen wir immer detaillierter ins Gespräch und stellten fest, Geschichten, wie ich sie mit dem Axolotlkönig bereits begonnen hatte, hatten viele von uns schon einmal im Kopf gehabt. Märchen verwoben mit aktuellen Problemen, psychischen Leiden und menschlichen Schwächen gemischt.

Mit viel Elan begannen wir zu plotten, zu planen und zu schreiben. Und auch wenn ich mir nicht immer sicher war, ob es wirklich was werden können, entstanden um diese anfängliche Idee herum ein Dutzend wundervolle Geschichten, die als die Buchgeschwister meines kleinen Lurches nun ab Februar das Licht der Welt erblicken dürfen.

Darum hoffe ich, dass ihr euch auch ab und zu auf die Seite der Märchenspinnerei verirrt oder uns auf Facebook, Twitter oder Instagram folgt. Diese neuen Märchen sollen uns über ein Jahr begleiten und hoffentlich noch viel mehr Leute als uns in ihren Bann schlagen. Für mich war und ist es eine tolle Erfahrung, ein derartiges Projekt mit Kolleginnen auf die Beine gestellt zu haben und euch nun präsentieren zu dürfen.

Hier könnt ihr euch nun den fertigen Klappentext ansehen. Coverreveal ist dann am 20.1. und am 13. Februar könnt ihr den Lurch auch endlich lesen. 😀

 

Liebe Grüße,

 

Eure Sylvia

Von Zombies, Feen und der Partyplanung für einen noch unentdeckten Stern …

Es ist Donnerstag früh. 

Donnerstage tendieren bei mir dazu, ruhig und gelassen anzufangen und bis zum Abend in maximalem Stress zu gipfeln. Warum das so ist? – Keinen Plan. Donnerstage sind vom Ablauf nicht anders als Montage auch. Von der Mini-Fee geweckt werden, mit ihr zusammen Tom von seinen nächtlichen Abenteuern reinlassen. Futter machen,eine große Schüssel für Tom ein kleine für Fee. Am Ende wird sie allerdings aus seiner mitfressen und er es geduldig wie immer zulassen. 

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Tom+Fee beim Frühstück

In der Zeit mache ich ein bisschen Yoga. In der Zeit gibt es für mich ein bisschen Yoga. Ich weiß ja, dass Donnerstag ist und da muss ich echt all meine Nerven beisammen halten. Also einatmen – ausatmen – einatmen – OH NEIN! Gerumpel in der Garage!! Zombie ist wach. Also rüber und meinen alten Pflegefall versorgt. füttern waschen, alles sauber machen, danach läuft er mir sowieso in die Wohnung nach. Wenn wir beide Glück haben, dann ist jetzt grade halb sieben. Damit habe ich noch Zeit für meine Bücher und Zombie kann währenddessen auf meinem Schoß liegen und voll Wohlbehagen seinen Darth-Vader-Sound von sich geben. um halb acht ist dann Schluss und ich muss los zur Praxis. Op’s, Sprechstunde, Außenpraxis und diverse Notfälle sorgen dann schon mal dafür, dass ich vor acht oder neun nicht wieder zu Hause bin. Und selbst dann rufen mich noch einmal meine Geschichten. 

Diese Woche ist allerdings ist alles ein wenig anders. Seit Januar habe ich dieses Druck und Stress im Hinterkopf. Im November schon glaubte ich, die letzte Überarbeitung des Sternenstaubs geschafft zu haben. Nur das Ende. ZEHN letzte Seiten, die hatten noch gefehlt. Viel früher im Jahr wollte ich fertig sein, mich endlich anderen, neuen Projekten widmen, doch meine Muse hatte sich eine Schaffenspause genommen. Aber seit drei Tage ist alles rum. Die endgültige Version ist hochgeladen, der kreative Teil meines Gehirns ist wieder wie von der Kette gelassen. Ideen sprudeln frei und ungezügelt noch in jede Richtung. Und ich lasse sie. Manchmal halte ich ein paar Dinge fest. Aber üblicherweise ist das nicht meine Art zu arbeiten. 

Ich gehöre definitiv nicht zu den ‘Plottern’, die also ein genaues Schema für ihre Geschichte vorab notieren und dann diszipliniert Szene für Szene schreiben. Ich brauche das kreative Chaos. Diese sprudelnde Quelle, in der sich alle meine Figuren gleichzeitig miteinander und untereinander unterhalten. Einzelne Zitate, die mir besonders prägend für einen Charakter scheinen, bleiben dabei im Kopf haften. Szene spielen sich vor meinem inneren Augen ab. Es ist ein wenig wie Tagträumen, mit einer bestimmten Richtung. Und es passiert bei mir ständig nebenbei. Beim Vormichhintippen am Laptop, beim Musikhören, beim Frühstück. 

Mein Mann darf sich sehr oft den Satz anhören ‘Jetzt nicht, Schatz, ich bin grade nicht da.’ Obwohl ich vermeintlich nichtstunend im Wohnzimmer sitze. Da er es aber selbst kennt, das ungezügelte, urwüchsige kreative Chaos, aus dem die besten Ideen entstehen, gibt er mir dann meist nur lächelnd einen Kuss und setzt sich stillschweigend vor den eigenen PC. 

Worum sich das Chaos heute dreht? Mit wem die Muse spielen will? Naja, sie ist noch unentschlossen. Leonie und Fynn aus meinem ‘Axolotlkönig’ findet sie wahnsinnnig spannend, doch muss sie beide erst kennenlernen. Darum zieht sie sich immer wieder zurück um tolle Konzepte für die anstehende Release-Party meines geliebten Sterns zu konzipieren. Denn klar, das Gedankenkind, das sie und ich gemeinsam in den letzten anderthalb Jahrzehnten ausgebrütet haben, will sie natürlich auch in Zukunft noch begleiten, bis der Stern hoffentlich ein weithinsichtbares Licht in dieser Welt wird. 

Oh Schreck … schon fast halb acht! Nun aber Frühstücken und dann los. Liebe Muse, für den Rest des Vormittags musst du schweigen, denn jetzt, habe ich Wichtigeres zu tun. 🙂

 

Einen wundervollen Donnerstag,

 

Eure Sylvia

Leseprobe ‘Axolotlkönig’ – verzweifelte Leo, nutzloser Fynn (Triggerwarnung SVV!!)

Wieder ein Schnipseltag. Diesmal habe ich lang überlegt, ob ich euch den Schnipsel zumuten kann und soll, mich aber letztendlich dafür entschieden.

Von meinem neuen Projekt, dem ‘Axolotlkönig’ habe ich bereits hier erzählt. Ein Jugendroman, der wie das Leben eines Teenagers zwischen verrückt, heiter und todtraurig ernst schwankt. Es geht um ganz normale junge Menschen und dann wieder auch nicht. Probleme haben wir alle. Manche wachsen in unstabilen Familienverhältnissen auf und kommen damit klar, andere habe ein sehr behütetes Zuhause und werden dennoch psychisch krank.

Um Anerkennung unter Gleichaltrigen, Mobbing, Depressionen, Trauer und auch selbstverletzendes Verhalten geht es. Aber auch die Erkenntnis, wie das alles zusammenspielt und was für augenscheinliche Banalitäten eines anderen wunder Punkt sein können. Der Verwandlungsroman soll einen Einblick in zwei ganz besondere Seelen geben und einen Ausblick, was passiert, wenn man es schafft, durch die Augen eines anderen zu sehen und zu erkennen, wie viel Einfluss wir tagtäglich am Leben all jener haben, denen wir begegnen.

Wer mit der Darstellung von selbstverletzendem Verhalten ein Problem hat, oder in der Gefahr steht bei solchen Beschreibungen getriggert zu werden, der sollte den Abschnitt nicht lesen.

Für alle anderen möchte ich aber gern diese Seite meiner Geschichte beleuchten.

 

Ich starre auf den Text und dann entsetzt auf Leonies Hände. Immer wieder gehen meine Augen von einem zum anderen. Sie hat tatsächlich eine Klinge darin. Eine Klinge!

Ich meine, ich hab schon mitbekommen, dass es ihr nicht so gut geht. Okay ich gebe zu, ich war der Meinung sie hat einen ausgewachsenen Knall. Ich hab ja auch schon den ein oder anderen Spruch zu den Bildern und der komischen Agromucke abgelassen, die sie auf Facebook teilt. Jetzt aber presse ich das Maul gegen die Scheibe und schreie stumm gegen Subway to Sally an. Es macht wie immer nur “Blubb”.

Ich muss zusehen, wie sie sich die Stulpen von den Armen streift.  Nun kapier ich auch, warum sie die nie ablegt. Selbst bei 38 Grad im Sommer hat sie sie an. Sie hat kalte Finger, behauptet sie immer und wurde von Stacey dafür natürlich für bescheuert erklärt. Dabei wollte sie nur die Narben verbergen.

Die Klinge reflektiert das kühle Blau der Bildschirmbeleuchtung. Zwölf unbeantwortete Nachrichten leuchten oben in der Ecke auf Facebook. Vermutlich zwölf Kommentare zu irgendeinem peinlichen Bild, das einer aus der Klasse hochgeladen hat.

Es macht ‘ping’. Eine Dreizehnte gesellt sich dazu. Die Klinge drückt sich in die Haut. „Einsam will ich untergehen“, plärrt es aus den Lautsprechern.

Routiniert zieht Leo die rechte Hand über den linken Arm. Ich sehe das Blut. Ich will schreien. Ich will hier nicht tatenlos daneben rumplanschen, während sie sich selbst um die Ecke bringt. Das kann doch nicht wahr sein. Das ist doch ein ganz schlechter Traum!

Ich bekomme Panik und schwimme im Becken hin und her. Ich will an die Scheibe trommeln, doch das hört sie nicht. Ich schwimme nach oben, weil ich sie nassspritzen will, doch da ist nur der Deckel.

Verdammt! Leo tu das nicht! Warum muss ich denn nur so ein nutzloser Lurch sein?

Ich sehe, wie sie die Klinge in die andere Hand nimmt. Es blutet ganz schön. Doch nichts tropft auf den Boden. Sie hat fein säuberlich Handtücher untergelegt. Dreimal hat sie sich rechts geschnitten. Dreimal schneidet sie jetzt links.

Sie schreit nicht dabei. Ich muss sie ein bisschen bewundern, denn ich glaube, ich würde flennen wie eine Tussi. Sie hat nichtmal Tränen in den Augen.

Mein Herz ist kalt wie Stein“, singt es und ich verstehe, dass Leo sich nicht umbringen will. Das beweisen die ganzen Narben. Es ist nur ihre Art damit fertig zu werden. Mit allem. Den Kommentaren, den Bildern, den Sticheleien. Mit uns anderen. Mit der Einsamkeit. 

Aber es ist eine beschissene Art, denke ich empört und starre sie weiterhin durch die Scheibe an. Sie sitzt einfach da, lässt es bluten, bis es von selbst schließlich weniger wird.