Kategorie-Archiv: für Leseratten

Backe, backe … Drache! – Die Buchmesse kommt näher

Nur noch 4 Tage bis zur Buchmesse in Leipzig!

Es ist ganze 18 Jahre her, dass ich das letzte Mal durch diese Hallen gewandert bin. 18!! … Das ist mehr als mein halbes Leben.

Damals war ich noch jung und überoptimistisch und glaubte, mit Bücherschreiben könne man viel Geld verdienen. Ich las zum ersten Mal vor Publikum aus meinem Kinderbuch. Und für ein paar Stunden war da wirklich die Illusion, dass ich nun schon ein echter Autor sei. … Mit 13.

Dann kam das Erwachen. Und ich begriff, Verlag ist nicht gleich Verlag. Und nur ein halbes Jahr später, als Erui in meinem Kopf einen Namen bekam und ich eigentlich nur noch beschämt an die erste Veröffentlichung dachte, war da auch der Gedanke: Nie wieder Buchmesse!

Aber es kommt immer anders …

IMMER!

Auch vor knapp zwei Jahren, als meine Sternenlied-Saga mit ihrem ersten Teil ‘Heimkehr’ als Ebook erschien, war ich noch weit davon entfernt überhaupt über einen Messeauftritt nachzudenken. Ich hatte ja nicht einmal vor, das Buch drucken zu lassen. Ebook. Fertig.

Dann lernte ich Sabrina kennen. Und auf einmal habe ich Interviews gegeben, mich mit ihr vor eine Kamera gesetzt und ihr zuliebe gewagt, den Stern in ganz neuem Gewnd in Druck zu geben. Und jetzt … jetzt hat sie mich wortwörtlich auch auf die Buchmesse geschleift.

ABER: Ich bin nicht böse drum. Ich bin dankbar. Unendlich. Denn bisher hat alles, was wir gemeinsam geplant und unternommen haben immer so wahnsinnig viel Spaß gemacht. Egal, wie viel Angst ich vorher hatte.

Darum: Die Messe wird großartig. Und um auch ein bisschen was dafür zu tun, habe ich mich jetzt gestern den Tag in die Küche gestellt und für euch Messe-Goodies gebacken. Und was wohl?

Genau: Drachen, Einhörner und Sterne.

 

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Dann wollen wir mal!
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Erste Ladung: Vanille-Sterne
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Zweite Ladung: blaue Drachen (Vorsicht! Sie verlieren leicht den Kopf. 😉 ) 
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Nach der dritten Ladung (Erdbeer-Einhörner) geht es ans Verpacken.
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Fertig
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Natürlich mit Lesezeichen.
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Auch die Rückseite ist schön (da sind noch die alte Ebook-Cover drauf. Rarität! ) 
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Erster Korb
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Und weiter gehts! 
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Kekstüten und Gewinne für Samstag! Und Fee will so gerne probieren. (Japp, in den unscheinbaren Pappröhren sind Poster für euch. 😀 ) 

Mit Sylvia auf Klettertour

MIIIAU!!

Heute schreibt hier mal Tom. Denn was wir grade erlebt haben, war der WAHNSINN!

Glaubt ihr nicht? Na, ich fast auch nicht. Darum muss ich euch berichten. Wie gut, dass diesmal die kleine silberne Kiste mit war. Darin kann man die Welt festhalten und später wieder anschauen. So kann ich unseren Ausflug jetzt auch mit euch teilen. Es war phänomenal. Ehrlich!

 

Alles fing mit einem ausgedehnten Mittagsschläfchen an

Gut, zugegeben. Ich bin nicht der Zuverlässigste zurzeit. Manchmal muss mein Frauchen zwei Tage auf mich warten. Aber die letzten Tage war so schöner Sturm. Da MUSSTE ich den Wind fangen. Geht einfach nicht anders. Heute Früh schien aber die Sonne und so bin ich heimwärts. Meine Leute waren soooo froh, dass ich mal wieder nur das feinste Fresschen bekam. Dann hab ich mich hingehauen.

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Frauchen war Mittags ein bisschen da. Wir haben sogar gekuschelt. Aber wie immer musste sie weg. Allerdings kam sie heute nachhause, bevor ich wieder aufgewacht war. Ich habe die schritte vor der Tür gleich erkannt. Es gab schon wieder Essen! Und dann – klar – raus. Die Sonne ging jja schon unter. Da muss man doch los, um seine Besitzansprüche in der Nachbarschaft kalrzumachen. Aber oh! Warte! Sie hat ja noch Schuhe an. Und den Schlüssel in der Hand. Und sie greift nach der silbernen Klickkiste. Heißt das … ? Heißt das etwa ..?

 

Ha, da hat sie mich auch schon gerufen!

 

Und los ging’s. Vorbei an den ersten Frühblühern.

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Über die Straße

 

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und husch auf die Wiese:

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In der Ferne konnte ich ihn sogar schon sehen: Meinen Baum! 

Wer ihn da gepflanzt hat, weiß ich nicht. Aber er ist toll. Nein. Er ist ober-, über-, mega-, hammer-, spitzenklasse! Habt ihr so einen tollen Baum schon mal gesehen?

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Und dann gab es natürlich kein Halten mehr!

Ich musste rauf auf den Baum. Alles erst einmal markieren. Mich herumrollen. Oh es ist so schön hier. Man kann so weit schauen.

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Und natürlich kann man drauf rumklettern.

Einen Kletterbaum habe ich ja auch zuhause. Aber der ist doch nur winzig klein, verglichen mit diesem hier. Wenn ich hier tobe, dann werde ich ganz wild und will Kratzen und Beißen und Fangen und Nachlaufen auf den Ästen spielen.

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Am Ende will ich immer gar nicht wieder gehen.

Aber irgendwann muss ja mal Schluss sein. Also noch ein bisschen die letzten Sonnenstrahlen genießen. Es wird wieder mal einen Tag geben, an dem wir hier spielen gehen.

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Auf bald.

 

Euer Tom.

Monatsbericht Februar – Der Stern von Erui auf Höhenflügen

Ein turbulenter Monat voller Lurche und Sterne ist zu Ende!

Wenn ich zurückdenke, dann läuft bei mir seit August alles auf Hochtouren, was die letzten Pläne sowohl für die Erui-Reihe als auch für den Axolotlkönig betrifft. Für mich hieß das: auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Buchsatz und Coverentwicklung für Sternenstaub, während der Lurchi ja noch zu schreiben war. Schließlich kamen Messeauftritte, Lesungen, die Printveröffentlichung von Sternenstaub und das Bekanntgeben der Märchenspinnerei.

Alles drehte sich immer um beide Projekte gleichzeitig, und als im Januar dann von Amazon die Meldung kam, dass Schattenkriege, Sternenstaub und die Gesamtausgabe des Sterns Teil des Indie Lesefestivals werden sollten, war auch klar, dass sich dieser Tanz bis in den Februar weiterziehen würde.

 

Axolotl Frontpage Teaser

 

Ein fulminanter Start mit dem Lurch, ein wundervoller Abschluss für den Stern.

Mitte Februar war es dann so weit. Der Axolotlkönig, erster Band der Märchenspinnerei, erblickte das Licht der Welt. Anders, als beim Stern zuvor fieberte ich dem nun nicht mehr allein entgegen, sondern mit meinen elf Kolleginnen zusammen. Auch die ersten Urteile unserer Märchenfeen standen aus und es war ein gespanntes Warten.

Dass Fynns und Leonies Geschichte dann tatsächlich so viel Anklang fand und von unseren Feen rundum positiv aufgenommen wurde, hat mich wahnsinnig gefreut. Auch wenn im Axolotlkönig keine 12 Jahre meines Lebens stecken, er nicht als lebendige unerschöpfliche Welt einen ganzen Teil meiner Gedanken bevölkert, so ist mir die Geschichte doch ans Herz gewachsen, und klar freut positives Feedback dann umso mehr.

In der letzten Februarwoche kam dann schließlich die Stunde des Sterns. Von anderen Autoren hatte ich schon sehr durchwachsene Erfahrungsberichte über das Lesefestival gehört. Die Einzelbände zuvor verkauften sich zwar deutlich mehr, als ohne die Preisreduzierung, es unterschied sich aber kaum von üblichen Aktionen.

Darum war ich fast sprachlos, als gleich am ersten Tag der Aktion die Zahlen für die Gesamtausgabe explodierten. An einem Tag so viele Verkäufe, wie üblicherweise umgerechnet in einem halben Monat! Das war der Wahnsinn und ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.

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Ein wenig Ruhe und Erholung – und dann der rote Mantel und die Buchmesse

Natürlich lief durch das Indie Lesefestival und den Erfolg des Sterns mein Kanal auch auf Hochtouren. Aber ihr wisst ja. Ich bin kein Mensch, der sein ganzes Leben online ausbreiten mag. Und die sozialen Netzwerke fressen auch immer viel Zeit. Darum werde ich mich nun in den ersten Märzwochen ein wenig zurückziehen.

In der Märchenspinnerei gehört dieser Monat ganz meiner wundervollen Kollegin Barbara Schinko, auf deren roten Mantel ich mich schon unendlich freue. Auch, weil ich glaube, dass Mantel und Lurch zusammen einfach wundervoll aussehen werden. 😀 Und nicht zu vergessen steht ja dann auch schon die Buchmesse an. Dort könnt ihr mich an allen vier Tagen treffen. Lurch und Stern habe ich natürlich für euch dabei. Wir können quatschen und uns austauschen und ich verspreche, ich signiere euch alles, was ihr haben wollt. 😉

 

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Bis dahin also alles gute, ihr Lieben.

 

Sylvia

 

Braucht die Welt eigentlich noch Helden?

“Ab wann ist ein Held ein wahrer Held?”

 

Sie sind in unseren Filmen, sie sind in unseren Serien. Auch in unseren Büchern, in Spielen und in Comics verfolgen sie uns. Selbst Spielzeuge sind nicht vor ihnen sicher. Sie sind allgegenwärtig: Helden.

Aber was sind Helden eigentlich? Haben wir in unserer heutigen Zeit noch Verwendung für sie? Können sie uns überhaupt noch wirklich noch echte Werte vermitteln, oder sind die Heroen der alten Zeit in eben Jener verhaftet und verwurzelt?

Als erstes müssen wir uns vielleicht anschauen, was ein Held eigentlich so macht. Egal ob Iron Man gegen Killerroboter kämpft, Aragorn gegen die Armeen Saurons in die Schlacht zieht oder Herkules die Hydra besiegt: Helden kämpfen gegen das böse. Sie lösen die Probleme, die der einfache Mensch nicht bewältigen kann und retten dabei meistens die Welt. Oder zumindest ein Bauerndorf.

 

Aber ist das überhaupt eine gute Sache?

„Natürlich ist es das!“, werden die meisten ohne zu zögern rufen. Doch schauen wir uns die Sache mal näher an.

Klar ist es gut und wichtig, dass der Held verhindert, dass die Menschheit Tod und Zerstörung anheim fallen. Jedoch fangen die Menschen irgendwann an, sich auf die Helden zu verlassen. Sie rufen sie wegen jedem Problem und verlernen, selbst Lösungen zu finden und sich zu wehren. Sie werden zu unmündigen Untergebenen und abhängig, obwohl die Absichten des Helden ursprünglich gut waren.

Ein anderer negativer Aspekt der Helden ist, dass ihre „Arbeit“ oft mit dem Sähen von Tod und Gewalt verbunden ist. Klar, es geht darum „das Böse“ zu bekämpfen. Aber wie oft findet man wirklich etwas „böses“ in der realen Welt? Ist es nicht oft besser, Probleme mit Diplomatie zu lösen und gemeinsame Wege zu finden, anstatt zu verteufeln und zu zerstören? Denn wie wir wissen, endet in der echten Welt die Geschichte nicht mit dem Tod des Monsters. Gewalt erzeugt immer Gegengewalt. Vor allem die Helden der Antike machen sich dessen oft schuldig. Heroen wie Herkules sind tumbe Schläger, die mit der Keule alles nieder machen, was sie als Monster ansehen. Selbst clevere Strategen, wie der listige Odysseus, nutzen ihren Verstand dazu, um Tod und Schmerz zu säen. Polyphem hätte dieses Auge bestimmt lieber behalten, und Troja hätte nicht unbedingt niedergebrannt werden müssen.

Sind solche Figuren also überhaupt noch geeignete Vorbilder in unserer heutigen Zeit?

Ich sage: Ja, das sind sie!

Das wahre Heldentum rührt nicht daher, dass diese Charaktere unsere Probleme lösen und das Böse bekämpfen. Ihre eigentliche Aufgabe ist eine viel wichtigere: Sie sollen uns inspirieren.

Der Zweck des Helden ist es, uns ein Vorbild zu sein, im richtigen Moment entschlossen zu handeln und das Richtige zu tun. Sie sollen uns zeigen, dass es immer einen Weg gibt, und dass wir mutig genug sein müssen, ihn zu beschreiten, wenn wir die beschützen wollen, die uns wichtig sind. Auch zeigen sie uns, dass wir bereit sein müssen, Opfer zu bringen und vielleicht sogar uns selbst aufzuopfern, um diese Ziele zu erreichen.

Nicht nur die Krieger und Schläger sind Helden, sondern alle, die mutig gegen ein Problem vorgehen und sich auch von heftigem Widerstand nicht unterkriegen lassen. Frodo ist nicht deshalb ein Held, weil er gegen Riesenspinnen und Ringgeister kämpft, sondern weil er eine unmögliche Aufgabe auf sich nimmt, die ihn zerstören wird, und die sonst keiner ertragen kann. Im Stern von Erui ist der wahre Held jener strauchelnde Charakter, der sich von Anfang an nie selbst kannte, immer wieder neu suchen musste und schließlich entgegen der Natur der Bürde, mit welcher er geboren wurde, den entscheidenden Schritt macht, um Erui zu retten.

Wie sagt es eine sehr bekannte Figur aus einem berühmten Kinderfilm einmal: “Ein wahrer Held wird nicht an der Größe seiner Kraft gemessen, sondern an der Kraft seines Herzens.” (Hercules, Walt Disney 1995)  

Held sind letztlich die, welche die Welt nicht nur zu einem besseren Ort macht, sondern uns inspirieren, es ihnen gleich zu tun. Und dieses Heldentum hat in unserer Welt, mehr als sonst vielleicht, einen entscheidend wichtigen Platz.

 

Gastbeitrag von Christian Rieß

 

Dieser Beitrag ist Teil einer Blogreihe zum Thema: Kann Fantasy mehr, als nur unterhalten. Den gestrigen Beitrag findet ihr hier. 

 

 

Schatz auf der Festplatte – Ur-Version des neuen Erui Romans

Guten Morgen ihr Lieben,

 

Der Einstieg ins Schreiben beginnt bei mir immer mit der Ur-Verseion

Während der Axolotlkönig sich so langsam in die Herzen von immer mehr Lesern schleicht, ruft nach meinem Herz derzeit Erui wieder ganz laut. Die Muse, die mich nach dem letzten NaNoWriMo total im Stich gelassen hatte, klopft seit einigen Tagen wieder an. Erst recht zaghaft, doch mittlerweile zieht sie meine Aufmerksamkeit mit voller Macht zurück in meine geliebte Gedankenwelt.

Ein wenig schwankt das wankelmütige ding dabei zwischen “Das Blut der alten Zeit” und “Das Herz des blauen Drachen”. Da allerdings auch Kreativität ein bisschen Disziplin braucht, und der Termin für das Cover-Making vom Drachenherz schon feststeht, will ich zuerst die Geschichte der vier Heiligen Wächter weiterschreiben.

 

100.000 wirre Worte, die nun geordnet werde müssen.

Im NaNo 2015 habe ich dieses Projekt ja begonnen. Es hat sich damals einfach richtig angefühlt, obwohl “Sternenstaub” noch gar nicht fertig war und somit die Sternenlied-Saga noch ihren Abschluss brauchte.

Das war aber gar nicht schlimm. Im Gegenteil. Beide Projekte gleichzeitig zu schreiben gab mir die Möglichkeit, mich mit dem Werdegang der Figuren zu befassen, die am Ende so essentiell am Schicksal meines Sterns mittragen. Die Wächter bleiben dabei im Hintergrund. Gerade Gwendolyn verliert im letzten Band deutlich an Sympathie. Nicht allerdings bei meiner Protagonistin.

 

Als Fenia erkennt, was Gwendolyns Handeln antreibt, konnte auch ich ihr nicht mehr böse sein.

 

Die Herrin von Nualschadan war von Anfang an als ambivalente Figur geplant, die mehr oder weniger ihrer eigenen Agenda folgt. Auch wenn sie große Macht hat, fehlt ihr doch letzten Endes das völlige Vertrauen in den Himmel, in ihre Welt und auch in Fenia. Das macht sie zu Fenias größter Bedrohung, denn ohne Gwens Handeln hätte der Schatten nicht erneut Einfluss über den Stern gewonnen.

Dabei hat Gwen ein gutes und mildes Herz. Sie ist liebevoll und sorgend. Ihre Familie stand einst bei ihr an erster Stelle.

 

Wichtig war für mich, dass ich selbst begriff, was Ewigkeit bedeutet.

Ewige Herrin. Ewige Wächter.

Gefangen im Fluch des Himmels, den sie sich selbst aufluden.

Zunächst einmal klang das alles fern. Aber je mehr der Sternenstaub damals seiner Vollendung entgegenstrebte, umso mehr führte es mich auch in jene Tage, als Mendric ein junger Mann gewesen ist. Mächtig, kraftstrotzend. Erwählt und sorgfältig vorbereitet für die Aufgabe, die ihm zuteil wurde.

Gwen, das junge Mädchen. Unsicher und verloren. Schon mit so viel Leid und so viel Schuld beladen trifft ihn, den Mentor. Doch es kommt alles ganz anders. Es ist der blauen Drache, der das Feuer in Gwens Seele weckt und ihr hilft, ihre Stärke zu finden.

Es hat sich eine ganz eigene Dynamik zwischen diesen Figuren entwickelt, die sich kaum in zwei Sätzen zusammenfassen lässt.

 

Die Essenz der Geschichte lag allerdings schon in der ersten Version, die ich vor 6 Jahren begann.

 

Vor  rund 6 Jahren hatte ich allerdings schon einmal eine Version begonnen. Da war mir gerade klargeworden, welchen Weg Gwen hinter sich hatte. Warum ihre Macht und ihr Streben sie stets in die falsche Richtung führten. Von dieser Version ist nicht mehr übrig geblieben, als das Gefühl, das mir Gwen damals vermittelt hat. Dennoch möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

 

1.

Ich weiß noch, es war kurz nach meinem sechzehnten Geburtstag, als sie mich einweihten. Ich hatte meinen nunmehr zwanzigsten Sommer in Nualschadan verbracht und ich wusste, der Tag meiner Weihe lag nicht mehr fern.

Dennoch wollte Ada mich wissen lassen, welcher Weg mir bevorstand, ehe ich mich endgültig für die Gemeinschaft entschied. Nach diesem Scheideweg, würde es kein Zurück mehr für mich geben. Dessen war ich mir bewusst. Ich war mir allerdings auch ganz sicher, dass es kein Geheimnis der Welt gab, welches mich davon abgehalten hätte, Priesterin in der Gemeinschaft des Mondes zu werden.

Ich war als drittälteste von sieben Schwestern in einer kleinen Siedlung in den westlichen Bergen zur Welt gekommen. Als ich zehn war starb meine Mutter bei der Geburt der jüngsten, Ilani. Vater hatte es schwer, uns alle durch diesen ersten Winter zu bringen. Wir wurden alle schlimm krank. Solja und Niska, meine älteren Schwestern starben an dem Fieber, Liri im Frühjahr darauf an der Unterernährung.

Ich tat mein Möglichstes, doch ich konnte ihnen nicht helfen. Als Vater im Jahr darauf in den Bergen verunglückte, während er die Ziegen zu ihren Weiden auftrieb, und wir in die größere Siedlung am Rand der Berge zogen, hörte ich das erste Mal von den heiligen Schwestern.

Die Gabe zu heilen faszinierte mich so sehr, wie die Aussicht darauf, die Elemente zu kontrollieren.

Wie viel einfacher würde es für mich werden, meine drei kleinen Schwestern zu versorgen. Einmal als Schwester der Gemeinschaft zurückgekehrt, würde ich großes Ansehen genießen und gutes Geld verdienen können mit meinen Fähigkeiten.

Das zumindest war mein Plan. Die altruistische Einstellung der meisten Ordensmitglieder hatte in all den Jahren nicht auf mich abgefärbt und ich sah den Weg einer Priesterin mehr als Beruf, nicht als Berufung.

Somit schockierte mich umso mehr, was die ältere Schwester mir zu sagen hatte:

Du bist ein kluges und fleißiges Mädchen, Gwendolyn, das brauche ich dir ja sicher nicht sagen.“

Ich nickte stumm. Ich ahnte es schon seit einem halben Mond und nun, da sie es mir tatsächlich verkünden würden, saß ich einfach nur still und hörte, ohne sie zu unterbrechen.

Du weißt sicher auch, warum ich heute mit dir spreche.“

Wieder nickte ich bloß. Sag es, dachte ich ungeduldig. Sag es doch endlich.

Du hast bei uns alles gelernt, was wir dich lehren konnten. Du hast Demut und Genügsamkeit bewiesen und der Lohn soll nun nicht ausbleiben. Wenn der Mond sich das nächste Mal rundet, wirst du in den Kreis der heiligen Schwestern aufgenommen werden.“

Nur kurz flog ein Lächeln über mein Gesicht, denn auch das hatte man mich gelehrt: Man musste sich immer in der Kontrolle haben. Gefühle durften einen nicht regieren.

Ja, die alte Ada hatte mit mir eine der gewissenhaftesten Schülerinnen gehabt. Ich ließ, die Pause, die Bergund mir gab, um etwas zu sagen, also ungenutzt verstreichen und atmete nur innerlich erleichtert auf. Ich hatte mich so sehr auf zu Hause gefreut. All die Sommer. Kein anderer Wunsch in mir war so glühend gewesen.

Die Priesterin vor mir, die uns allen nur als rechte Hand Adas und Stimme der Mondmaid bekannt war, sah mich lange prüfend an.

Willst du denn gar nichts weiter dazu sagen, Kind?“, fragte sie und ich sah irritiert in die faltigen grauen Augen. So fürsorglich kannte ich sie gar nicht.

Was gibt es da zu sagen? Das ist es, wofür ich her kam. Ich hatte nie einen Grund daran zu zweifeln, dass ich meinen Weg gehen würde.“

Nein, Gwen, das hattest du gewiss nicht.“

Nachdenklich wanderten ihre Augen zum Tempel, hinter dem eine flammende Sonne sich gerade zur Nachtruhe neigte.

Ich habe mich in all den Sommern, die du bei uns bist nur manches Mal gefragt, warum du zu uns kamst.“

Ich verstand ihre Frage nicht. Hatte ich ihr das nicht gerade gesagt?

Du wolltest Priesterin werden, gewiss. Doch wieso?“

Ich schwieg. Ada hatte das damals nicht wissen wollen und ich hatte nur allzu gern darauf verzichtet, es zu erläutern.

Gwen, auch wenn die Herrin nie fragte, so weiß sie wohl, wie es um dein Herz bestellt ist.“

Komisch, dass sie stets genau meine Gedanke aufgriff. Ich begann zu ahnen, dass Bergund die Kräfte nutzte, die sie innerhalb der Gemeinschaft so besonders machten, und ich wurde wütend. Man hatte mich nie gelehrt, meinen Geist gegen den Zugriff von außen zu verschließen. Doch ich entsann mich auch meiner Ausbildung. Vielleicht, so dachte ich, war dies ein Test, ob ich mich tatsächlich unter Kontrolle hatte.

Ja, so musste es sein.

Mein Zorn ebbte also ab und ich fragte, ohne eine Miene zu verziehen: „Warum sprecht ihr nicht offen, wenn ihr auf etwas bestimmtes hinaus wollt?“

Wieder musterte sie mich mit diesem langen durchdringenden Blick. Fast kam es mir vor, als wäre ich ihr unheimlich.

Nun, ich verstehe dich zwar nicht immer, Kind, doch ich verstehe die Wahl meiner Herrin nun immer mehr. Du bist für dein Alter unglaublich diszipliniert. Dein Geist ist stark. Dennoch scheinst du nicht den Ehrgeiz zu besitzen, den ich bei anderen unserer Novizinnen beobachten konnte. Ada hat Recht. Du bist schon fast zu perfekt.“

Ich nahm ihre Worte als Lob und wartete gespannt, was weiter kommen würde, denn offensichtlich war da noch mehr, als nur meine Weihe, die sie mir verkünden wollte.

Ich sehe das wohl anders, als die Herrin, denn ich sehe in dir zwar Fleiß und Strebsamkeit, doch keine Hingabe. Du magst alles können, was eine Priesterin kann. Du hast alle Fähigkeiten, die wir fordern. Doch sehe ich dich nicht im Dienst der Allmacht des Himmels.“

Diese harsche Kritik kam unerwartet und ich wollte protestieren, doch sie ließ mich nicht zu Wort kommen.

Lass gut sein, Gwen. Du brauchst nicht fürchten, ich stünde deinem Wunsch im Wege. Im Gegenteil. Auch wenn ich in dir das Licht unseres Glaubens nicht brennen spüre, so muss ich mich doch dem Willen der Herrin beugen. Viel mehr noch als das, muss ich mich auch dem Willen der Mondmaid beugen. Deine Weihe Gwen, wird keine normale Weihe werden. Denn gestern Nacht offenbarte sich mir dein Weg.“

Ich schluckte. Bergund sah nicht den Weg jeder Priesterin voraus. Denn nicht jede von uns war wichtig. Mir schwante nichts Gutes.

Gwendolyn, was Ada schon lange ahnt, das habe ich im Willen der Mondmaid bestätigt gefunden. Zum nächsten Vollmond soll mit deiner Weihe der Weg der nächsten Hohepriesterin für dich beginnen. So will es die Herrin des Mondtempels, so will es der Himmel höchstselbst. Ich hoffe du weißt, welche Ehre das für dich bedeutet, und welch große Aufgabe dir damit anvertraut wird.“

Damit stand Bergund auf und ließ mich allein auf der Bank vor dem Haus der Schülerinnen zurück.

Im ersten Moment waren meine Gedanken viel zu überrumpelt, um fassen zu können, was sie mir da gerade eröffnet hatte. Ich saß einfach da und starrte auf meine Fußspitzen. Dann mit einem Mal kam die Erkenntnis bei mir an. Mein Herz tat einen Sprung.

Ich, die nächste Hohepriesterin? Herrin von Nualschadan?

Aber das ging doch nicht!

Ich wollte aufspringen und ihr hinterherlaufen. Meine jungen, flinken Beine hätten die ältere Frau im Nu einholen können. Ich tat es aber nicht. Die eiserne Disziplin, die man mir beigebracht hatte, hieß mich stillhalten.

Wenn es Adas Wille war, musste ich mich dem fügen. Ich hatte diesen Weg schließlich eingeschlagen, somit gab es auch kein Zurück.

Außerdem, beruhigte ich mich selbst, konnte ich meinen Schwestern nicht noch besser helfen, wenn ich nicht bloß Priesterin, sondern Hohepriesterin werden würde?

Mit diesen Gedanken zog ich das blaue Tuch um meine nackten Schultern. Der Abendwind war kühl geworden und die dünnen Roben, die wir Schülerinnen trugen wärmten nicht mehr zu dieser Jahreszeit.

Es war wirklich Zeit für mich, sie zu wechseln.

Erste Versuch “Das Herz des blauen Drachen” von 2011

Es macht wirklich Spaß und hilft einem, den Fokus zu finden, wenn man sich selbst mit der Entwicklung der Geschichte im eigenen Kopf beschäftigt.

Ich hoffe, dieser Auszug hat euch gefallen.

Einen schönen Tag,

Sylvia

Der Axolotlkönig – Durch die Augen eines anderen sehen

Der Erste Band der Märchenspinnerei

Letzte Woche wurde es ja enthüllt: Mein Projekt “Der Axolotlkönig” wird der erste Teil einer neuen fantastischen Buchreihe, der Märchenspinnerei. In diesem Zusammenschluss von Autorinnen haben wir uns damit befasst, reale Probleme in die Märchen zu weben, die uns in unserem Alltag betreffen und belasten können.

Mein Lurchi befasst sich dabei mit Mobbing. So ziemlich jedem sollte das ein Begriff sein. Doch hat es auch jeder schon mal am eigenen Leib erfahren? Sind Leute, die sich gemobbt fühlen, nicht einfach nur dieser unendlich überempfindliche Schlag Menschen, deren Füße so groß zu sein scheinen, dass man gar nicht anders kann, als darauf zu treten?

Nein. Mobbing ist mehr. Mobbing sind diese fiesen, hinterhältigen und oft ganz unschuldig klingenden Kommentare von jemandem, der ziemlich genau weiß, wie er sein Opfer treffen kann und jede Schwachstelle nur zu gerne ausnutzt. Das sind für die Betroffenen die Momente, in denen ihnen das Blut in die Ohren schießt und sie im Boden versinken wollen vor Scham. Etwas, was sie gesagt, oder gemacht haben, wird anders wiedergegeben, aus dem Kontext gerissen und so neu zusammengesetzt, dass es dazu dient, sie zu diffamieren, bloßzustellen und immer wieder in die peinliche Situation bringt, sich rechtfertigen zu müssen.

Die Opfer tragen nie die Schuld

Dabei sind es oft harmlose Vorkommnisse, bei denen gar keine Notwendigkeit bestünde, sich zu rechtfertigen, wenn sie nicht völlig aus ihrem Zusammenhang gelöst worden wären. Manchmal handelt es sich auch um Eigenschaften, Angewohnheiten, oder nur körperliche Besonderheiten, die die gemobbte Person einfach mitbringt.

Das Schlimme ist, dass die Opfer immer weiter in die Defensive gedrängt werden, sich schuldig fühlen an dem, was andere ihnen antun, und es am Ende vielleicht selbst sogar glauben.

 

Der schwerste Schritt

Aus diesem Teufelskreis an schwindendem Selbstbewusst sein und dem ständigen Kreuzfeuer weiterer erniedrigender Situationen kommen die Betroffenen selten allein wieder heraus. Sich letzten Endes einzugestehen, dass man gemobbt wird, dass man vielleicht Hilfe braucht, dass man allein nicht mehr dagegen ankommt, das ist oft das Schwerste.

Denn was, wenn man dafür auch nur wieder Häme und Spott erntet?

Das Vertrauen in andere wird grundlegend erschüttert und vor jemand anderem seine Probleme, Sorgen und Ängste offenzulegen wird weitestgehend unmöglich, weil es nur einmal mehr die eigenen Schwächen offenbart und angreifbar und verletzlich macht. Nicht zuletzt das ist ein Grund, warum Mobbing oft in sozialer Abschottung und damit leicht auch in Depressionen endet.

 

Die andere Seite verstehen lernen

Meine Geschichte wurde nun geboren aus dem Gedanken: Warum tun die Mobber das eigentlich? Was treibt sie an? Und haben sie überhaupt eine Ahnung, was sie den Opfern eigentlich antun?

Man sagt ja immer, Kinder seien grausam. Ich aber denke, Kinder, Jugendliche und sogar auch Erwachsene, sind oft vielmehr gedankenlos, egozentrisch, sehen sich und den eigenen Spaß, oder sie tun es aus eigener Verletztheit heraus, um eigene Unsicherheit, eigenen Schmerz und eigene Probleme zu kaschieren.

Das einzige, was da hilft, ist die Welt mal mit den Augen des anderen zu sehen. Mehr Einsicht, mehr Verständnis, warum jemand etwas tut oder sagt, oder schlichtweg einfach ist, wie er ist. Manchmal ist das alles, was es braucht.

 

Wir sehen uns dann im Aquarium.

 

Bis dahin macht es gut.

 

Eure Sylvia

Folge deinem eigenen Stern – Jahresrückblick

“Folge deinem eigenen Stern”

 

Dieser Spruch stand damals silbern auf unseren Abitur-Shirts drauf. Anfangs fand ich ihn eigentlich blöd und hatte ihn auch nicht gewählt, weil er der alten A-Klasse-Werbung entliehen war. Naja, wo so Inspiration für Abi-Sprüche eben herkommt. Dann aber hat eine meiner Schulkameradinnen auf dem Abschlussball ihre Rede gehalten zu diesem Satz. Was er für sie, für uns alle bedeutet.

Das Leben ist eine Straße aus Sternen, die wir uns selbst wählen. Jedes Ziel, jeder Traum ein heller Himmelskörper an unserem persönlichen Firmament.

Ein paar meiner Sterne standen für mich schon lange fest. Tierarzt werden. Bücher schreiben. Doch das war ja nur der erste Schritt. Viele Fragen blieben ja offen. Noch in der Uni habe ich mich manches mal darüber nachgedacht: Wo lande ich mal? Auf was spezialisiere ich mich? Und beim Schreiben habe ich mich gefragt: Gibt es da noch andere Geschichten, als den Stern?

Ein wenig hat mir das immer Angst gemacht. Denn was, wenn man seine Ziele, erreicht hat? Ist das das Ende des Weges? Ist danach alles nur noch langweilige Routine?

Heute kann ich behaupten, dass ich in gewisser Weise dort bin, wo ich mich vor 11 Jahren hinträumte. Und mein schönsten Geschenk in diesem Jahr, ist das Gefühl, mit dem ich heute von der Arbeit nach Hause gefahren bin: Zu wissen, dass ich hier und jetzt und da, wo ich bin, glücklich bin; und dass das Erreichen seiner Sterne nur der Weg zu neuen Sternen ist.

Genau das wünsche ich euch allen ebenso. Und wenn ihr es dieses Jahr nicht gefunden habt, dann hoffentlich im nächsten Jahr.

 

Liebste Grüße,

 

Sylvia

 

 

 

Foto: Dorothee Rund

Wenn der Stern zu Staub zerfällt … Band III Endlich als Print!!

Auf den sozialen Netzwerken habe ich es ja schon kundgetan. Aber nun auch hier ganz offiziell:

 

Sternenstaub ist ab sofort in gedruckter Form erhältlich, womit das Sternenlied seinen fulminanten Abschluss findet.

03-printcover-sternenstaub-frontansicht

Und hier die noch einmal die Bände II und I.

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Zu verdanken habt ihr das einer unendlich geduldigen, immer um mich bemühten und nie um Kommentare und Anmerkungen verlegenen Sabrina. Ihre harmlose Interview-Frage im Oktober 2015 “Na, kannst du dir auch vorstellen, das ganze als Print herauszugeben?” und ihre Weigerung Ebooks zu lesen, hat damals alles losgetreten, – und sie seitdem mich, wann immer ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand – 😉 .

Mit ihr zusammen waren es dann meine Schhreibkollegin Theresa, unter deren kritischen Blick ich die Reihe im NaNoWriMo 2015 zu ihrem Ende schrieb, und mein Mann Christian, der mir immer wieder Mut machte und den Rücken freihielt, damit Erui endlich erwachen konnte.

Nicht zuletzt seid es aber natürlich ihr, die Leser, ohne die ich das hier niemals geschafft hätte. In ein Buch, das nicht gelesen wird, braucht man nicht so unendlich viel Zeit und Mühe stecken. Und darum waren es natürlich eure Rezensionen, eure Kommentare, eure vielen Nachrichten, die mich manches Mal zu Tränen gerührt haben und weitermachen ließen.

Mit dieser Geschichte Herzen erreichen, das war immer mein Wunsch. Und ihr habt mir gezeigt, dass es möglich ist.

Ich hoffe daher, dass ich euch in den kommenden Jahren noch viele wundervolle Geschichten geben kann, die euch berühren, die euch fesseln, oder auch einfach nur mal zum Lachen bringen.

Der Stern hat seinen Abschluss gefunden, doch die Chroniken von Erui haben damit erst begonnen.

 

It all ends in Fire – Coverreveal Sternenstaub

Ich bin hundemüde, mir tun die Augen und die Finger weh. Aber es hat sich gelohnt. Mein erstes Cover damals vom Stern war schon megaschön. Jetzt darf auch der letzte Band in seinem neuen Kleidchen strahlen. Und ja, liebe Sabrina, ich zwinge dich damit ein grünes Buch zu lesen ;).

 

Genießt es einfach ohne viele Worte.

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Coverart von Dorothee Rund

Oktober 2016 – Es wird immer spannender!

Seit Mai darf ich mich ja nun schon über eine wirklich schnell wachsende Fangemeinde freuen. Das Gesamtwerk wird immer öfter gelesen. Emails und Nachrichten auf Facebook erreichen mich täglich und es ist einfach nur ein umwerfendes Gefühl.

Der Oktober ist dann aber doch noch mal etwas besonderes, denn im Moment passiert alles Schlag auf Schlag. Auf die Buchmesse Con habe ich mich ja schon das ganze Jahr gefreut, weil ich viele Leute, die ich durchs Schreiben kennengelernt habe, dort wiedertreffen werde. Doch dies Jahr kommt noch etwas Neues und für mich ganz besonders Aufregendes hinzu: Eine Lesung für meinen Stern!

Es ist nicht die erste, aber doch ist das alles noch so neu, dass ich weit davon entfernt bin, es als Routine zu betrachten. Darum hibbel ich schon seit einer Woche und bin gleichzeitig verdammt froh, dass auf der Arbeit viel zu tun ist und ich nicht die ganze Zeit drüber nachdenken muss.

Und als ob das alles nicht schon genug der guten Dinge wäre, hat mich diese Woche eine Journalistin unserer regionalen Zeitung angeschrieben und einen Interview-Termin mit mir vereinbart.

Jetzt so im Nachhinein sitze ich natürlich hier und denke mir ‘Ich habe nur dummes Zeug geredet.’ und ‘Man hat glaube ich gar nicht verstanden, worum es eigentlich geht, und wen ich eigentlich mit dem Schreiben erreichen will.’ Tja, Interviews in schriftlicher Form für Buchblogs vorzubereiten hat da schon einen Vorteil: Man kann seine Antworten nochmal durchlesen! *seufz*

Ja, ihr merkt schon, auch wenn ich meinen Stern liebe und gerne mit meinen Lesern in Kontakt stehe, so ist doch das Rampenlicht ( selbst in so kleinem Stil) nicht grade mein natürliches Habitat. 😉 Aber ich geb mein Bestes, euch nicht zu enttäuschen.

In der Hoffnung ein paar von euch am Samstag begrüßen zu dürfen.

 

Eure Sylvia