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Wenn der Stern zu Staub zerfällt … Band III Endlich als Print!!

Auf den sozialen Netzwerken habe ich es ja schon kundgetan. Aber nun auch hier ganz offiziell:

 

Sternenstaub ist ab sofort in gedruckter Form erhältlich, womit das Sternenlied seinen fulminanten Abschluss findet.

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Und hier die noch einmal die Bände II und I.

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Zu verdanken habt ihr das einer unendlich geduldigen, immer um mich bemühten und nie um Kommentare und Anmerkungen verlegenen Sabrina. Ihre harmlose Interview-Frage im Oktober 2015 “Na, kannst du dir auch vorstellen, das ganze als Print herauszugeben?” und ihre Weigerung Ebooks zu lesen, hat damals alles losgetreten, – und sie seitdem mich, wann immer ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand – 😉 .

Mit ihr zusammen waren es dann meine Schhreibkollegin Theresa, unter deren kritischen Blick ich die Reihe im NaNoWriMo 2015 zu ihrem Ende schrieb, und mein Mann Christian, der mir immer wieder Mut machte und den Rücken freihielt, damit Erui endlich erwachen konnte.

Nicht zuletzt seid es aber natürlich ihr, die Leser, ohne die ich das hier niemals geschafft hätte. In ein Buch, das nicht gelesen wird, braucht man nicht so unendlich viel Zeit und Mühe stecken. Und darum waren es natürlich eure Rezensionen, eure Kommentare, eure vielen Nachrichten, die mich manches Mal zu Tränen gerührt haben und weitermachen ließen.

Mit dieser Geschichte Herzen erreichen, das war immer mein Wunsch. Und ihr habt mir gezeigt, dass es möglich ist.

Ich hoffe daher, dass ich euch in den kommenden Jahren noch viele wundervolle Geschichten geben kann, die euch berühren, die euch fesseln, oder auch einfach nur mal zum Lachen bringen.

Der Stern hat seinen Abschluss gefunden, doch die Chroniken von Erui haben damit erst begonnen.

 

It all ends in Fire – Coverreveal Sternenstaub

Ich bin hundemüde, mir tun die Augen und die Finger weh. Aber es hat sich gelohnt. Mein erstes Cover damals vom Stern war schon megaschön. Jetzt darf auch der letzte Band in seinem neuen Kleidchen strahlen. Und ja, liebe Sabrina, ich zwinge dich damit ein grünes Buch zu lesen ;).

 

Genießt es einfach ohne viele Worte.

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Coverart von Dorothee Rund

Große Neuerungen im Kommen

Die GANZ GROßE Ankündigung der Weihnachtszeit bleibe ich euch diesen Sonntag noch schuldig. Aber da ich mich lange hier nicht gemeldet habe, wollte ich doch einfach mal wieder ein Update von mir hören lassen.

Wer mir auf Facebook folgt, der weiß, dass der Sternenstaub kurz davor steht, als Print endlich lieferbar zu sein. Das heißt, nicht nur die E-Book-Leser kommen endlich auf ihre Kosten.

Doch nicht nur das steht an. Entgegen meiner eigenen Prognose, dass ich niemals etwas anderes als den Stern schreiben werde, stehen doch gleich mehrere neue Projekte ins Haus. Das eine ist dir mir mittlerweile sehr ans Herz gewachsene Märchenspinnerei. Noch ist die Seite im Aufbau. WiP (Wichtel in Progress 😉 ) Doch schon im neuen Jahr wird es auch da rund gehen, und das nicht nur mit mir allein.

Viele Autoren, die schon mal gemeinsame Projekte gestemmt haben, sagen ja: Einmal und nie wieder. Bei mir sieht das anders aus. Klar, kosten manche Dinge Nerven und jeder hat so seine eigenen Vorstellungen. Aber man lernt doch auch, dass die eigene nicht unbedingt die universal gültige Meinung ist und dass viele Wege nach Rom führen.

Darum hoffe ich, dass ihr an den Endprodukten aus der Spinnstube soviel Spaß haben werdet, wie wir bei Schreiben und Erstellen dieser Kooperation.

Und dann geht es natürlich im nächsten Jahr auch mit Erui weiter. Der Blaue Drache ist fest eingeplant, und wer sich die Bücher im Print kauft, der wird schon mal auf den Geschmack kommen können, wie es weitergeht, mit der Saga vor der Saga. 😀

Zu guter Letzt steht dann noch ein Punkt auf meiner Liste. Ein Wunsch, ein großer Traum, den ich habe. Vielleicht nehme ich ihn nächstes Jahr in Angriff. Das kann ich aber ohne eure Hilfe nicht schaffen.

Da in den letzten Monaten der Stern immer mehr Leser gefunden hat und ich hoffe, dass er noch viele mehr findet, könnte es realistisch werden. Doch kann ich euch dazu noch nicht mehr verraten.

 

Bis dahin

 

einen schönen zweiten Advent.

 

Deleted Scenes – Fenia und Martin

Ich hate euch ja versprochen, dass ich euch noch ein paar der Szenen zusammenschreiben werde, die ich immer im Kopf hatte, die es aber nie ins Buch geschafft haben. Heute gibt es einen ersten Teil davon.

Dieses Fragment setzt nach Fenias Sturz am See ein, als Martin sie ins Krankenhaus brachte. Ich bin oft gefragt worden, wie sie sich in ihn verlieben konnte und nicht in Joe. Die Antwort ist simpel und ihr kennt sie schon: “Ein Herz und ein Verstand liegen manchmal soweit auseinander, dass man schwerlich glauben kann, dass sie zu ein und derselben Person gehören.”

 

Viel Spaß hiermit. Im übrigen werden diejenige, die alle drei Bände kennen, glaube ich, die Andeutungen verstehen. Eine Fortsetzung hierzu folgt bald. 🙂

 

Fenia_jünger  Martin_Llewellyn

 

Die Hände tief in den Taschen vergraben schlenderte Martin langsam die kahlen, weißen Flure entlang. Sie gab ihm Rätsel auf. Mehr als je zuvor. Dennoch konnte er sich das Grinsen nicht verkneifen, wenn er an ihr blasses, zorniges Gesicht dachte, mit dem sie ihn anfangs angestarrt hatte. Kein Mädchen sah ihn je so an … so herausfordernd, durchdringend; und er hatte das Gefühl, sich vor dem Blick ihrer Augen nicht verstecken zu können.

Die ganze Fahrt nach Hause und die ganze folgende Nacht lag er wach und dachte über ihr Gespräch nach. Er lächelte und zuletzt hatte auch sie gelächelt. Mit diesem Bild im Kopf wollte er sich umdrehen, einschlafen, konnte aber nicht. Seine Erinnerungen wanderten zurück zur Lichtung im Wald.; die Frau im Nebel über dem Wasser; wie ihre langen Gewänder geweht hatten; wie sie ihre Finger nach Fenia ausgestreckt hatte, als könnte sie sie zu sich ziehen, sie besitzen.

Er presste die Augen fest zu. Fenias Gesicht vor seinem Gedächtnis verschwamm. Er blickte in ein paar dunkel funkelnde Augen wie Kohlestücke. Seine Fäuste ballten sich. Wut kochte in ihm hoch.

Sie forderte einen Preis. Immer forderte sie diesen Preis, dachte es in ihm, doch er wusste nicht, woher der Gedanke kam. Er war einfach da. Genauso wie dieses Gefühl von Hilflosigkeit, Ausgeliefertsein.

Man konnte dem Schicksal nicht entfliehen! Niemals. Es war unvermeidlich.

Angst griff nach ihm, sowie der Nebel in seinen Gedanken höher stieg und Fenias am Boden liegende Gestalt erreichte. In ihrem Gesicht las er seine Angst. Angst vor der Frau, die nicht existieren konnte. – Das durfte alles nicht echt sein.

‘Schluss!’, dachte er, riss die Augen auf und kehrte zurück ans Fenster, um auf den sternenübersäten Himmel zu starren.

Wenn Joe hier wäre, dachte er einen Moment, dann könnte er mit ihm darüber reden. Gleichzeitig aber wusste er, dass dies Ausflüchte waren. Er sprach immer über alles mit Joe. Aber das hier? Würde er es wirklich erwähnen können? Würde Joe ihn nicht gar am Ende für völlig verrückt halten?

„Wir sollten niemandem davon erzählen“, tat Martin zwei Tage später kund, während Fenia im Park um das Krankenhaus die ersten, noch ganz wackeligen Schritte tat.

Martin saß auf der Lehne einer Bank und sah ihr dabei zu. Wann immer sie für einen kurzen Moment ins Taumeln geriet, zuckte sein Körper nach vorn, als wolle er aufspringen, um sie vor dem Stürzen zu bewahren. Ein Blick von ihr reichte allerdings, dass er still auf der Bank verharrte.

Sie hatte bereits vorhin, als er ungefragt in ihrem Zimmer aufgetaucht war, deutlich gemacht, dass sie keinen Babysitter wollte.

Martin sah, dass sie sich quälte und das Laufen ihr noch sehr schwerfiel. „Es hat dich ganz schön erwischt“, stellte er fest.

Wieder antwortete nur ihr Blick, der einen lebendigen Drachen eingeschüchtert hätte. Martin musste grinsen. Dann aber sprang er mit einem Satz von der Bank.

„Komm. Du solltest dich wieder hinlegen.“

Fenia protestierte nicht, als er sie auf ihr Zimmer begleitete. Im Gegenteil. Sie war dankbar, dass er sie ohne Worte schließlich allein ließ.

Auch nach diesem Besuch kreisten Martins Gedanken noch lange um nichts anderes als sie. Diesmal musste er an den Augenblick denken, als sie sich das erste Mal gegenübergestanden hatten.

Lena hatte ihm ihre Freundinnen vorstellen wollen. Fenia hatte mehr zufällig still neben Yvonne gesessen. Sie hatte vor sich hin gelächelt, war in Gedanken weit fort gewesen. Als Lena kühl ihren Namen genannt hatte, hatte sie aufgeblickt, ihn angesehen. Da war zunächst nur Neugier gewesen. Dann aber war etwas mit ihr geschehen und mit ihm.

Der Ausdruck auf ihren Zügen, bis dahin friedlich und entspannt, war abweisend und verschlossen geworden. Ein Gedanke war ihm urplötzlich gekommen: ‘Als zöge sie einen grauen Schleier um sich.

Völlig absurd!

Doch dieses Gefühl hatte alles geändert. Sie mochte ihn nicht, das hatte ihm jede Regung auf ihrem erstarrten Gesicht gesagt. Und Etwas in ihm hatte beschlossen, sie auch nicht zu mögen.

Totaler Blödsinn, wie er jetzt befand.

Sein dummer Stolz, das ewige Gefühl und der Drang immer gleich überall und von jedem gemocht werden zu müssen, im Mittelpunkt zu stehen, hatten in ihre stille Art etwas hineingelesen, was vermutlich gar nicht darin gewesen war. Zumindest nicht am Anfang, bis er begonnen hatte, sie mit seiner herablassenden Art zu behandeln.

„Du glaubst immer, wenn dir einer nicht gleich um den Hals fällt, dass derjenige dich dann direkt abgrundtief hasst. Aber hast du mal daran gedacht, dass man erst mal Zeit braucht, jemanden kennenzulernen, bevor man diese Entscheidung treffen kann?“

Joes Worte hatten ihn damals wütend gemacht. Und das war gewesen lange bevor sie Lena oder Fenni überhaupt getroffen hatten. Vieles macht ihn ständig wütend. Auch heute kam er mit ihrer Zurückhaltung und ihrem Schweigen nicht gut klar. Dennoch, in den Momenten, wenn sie lächelte, dann konnte er dieses seltsame Etwas in sich, das sie nicht leiden wollte, vergessen. Dann konnte er bemerken, wie außergewöhnlich ihre Augen waren, die groß und dunkel und grau-grün-blau nicht von dieser Welt schienen.

Er ertappte sich einmal mehr in diesen Tagen bei jenem dümmlichen Grinsen, dass diese Art von Gedanken immer in sein Gesicht schnitt. Er sah es, als er durch die Glastür hinter dem Eingang in Richtung der Treppe nach oben ging und kurz einen Blick auf sein Spiegelbild darin erhaschte. Er ignorierte den Betreuer, der ihn fragte, wie es ihm ging und wie sein Tag gewesen war, – aufgesetzte Nettigkeit konnte ihm gestohlen bleiben. Er sprang, immer drei Stufen auf einmal nehmend, die Treppe in den ersten Stock hinauf, wo sein und Joes Zimmer lag.

Ob er mit Joe darüber sprechen sollte? Wenn schon nicht über ihre seltsame Begegnung im Wald, dann musste er ihm doch wenigsten begreiflich machen können, wie nett und faszinierend er Fenia mittlerweile fand, je mehr er sie kennenlernte. Dabei hatte er sich nie für ein Mädchen interessiert, dem er nicht auf Anhieb einen zweiten Blick hinterher geworfen hätte. Aber es war nicht das. Mit ihr reden war … war so einfach und unkompliziert. Es war ein wenig, wie wenn er mit Joe redete. Sie war nie falsch, nie unehrlich. Auch wenn sie immer erst mal lange darüber nachzudenken schien, was sie sagte und wann.

Er ließ sich auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch fallen. Vermutlich, dachte er, brauchte er mit Joe darüber gar nicht reden. Der wusste schließlich am besten, wie gut man mit Fenia befreundet sein konnte. Er würde es verstehen, wenn sie ihn in vier Tagen gemeinsam abholten. Vorausgesetzt Fenia durfte mitkommen. Morgen kam sie erst wieder nach Hause. Aber sie hatten ausgemacht, dass sie Joe überraschen wollten.

Naja, dachte Martin bei sich, er konnte sie ja übermorgen mal daheim besuchen gehen und schauen, wie es ihr ging.

Nur unter Protest und der Auflage, dass sie auch ja ihr Handy mitnahm, hatte Fenias Mutter schließlich zugestimmt, dass Martin Fenia abholen durfte und sie gemeinsam Joe vom Bus abholten. Sie sollte außerdem anrufen, wenn sie heim wollte, und auf gar keinen Fall später als sechs. Fenia hatte das Gesicht verzogen, was Martin gut nachvollziehen konnte. Sie hatte kurz erwähnt, dass sie das letzte Mal mit neun Jahren um sechs Uhr zu Hause hatte sein müssen, doch dann hatte sie es brav versprochen, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren.

Martin hatte sie die ganze Fahrt damit aufgezogen und sie hatte sich nicht anders als mit trotzigen Worten wehren können, weil sie hinter ihm saß und sich festhalten musste.

„Das Ding fährt aber garantiert schneller, als die angegebene Höchstgeschwindigkeit!“, kommentierte sie, als sie schließlich abstieg und den Helm von ihrem zerzausten Haar nahm. Martin grinste nur.

Sie hatten noch gut eine halbe Stunde Zeit, die sie es sich kaugummikauend auf den Bänken des Busbahnhofes gemütlich machten.

„Ihm wird alles aus dem Gesicht fallen, wetten?“

Martin lachte und Fenia nickte dazu. Doch sie wirkte abwesend.

„Mit welchen Fabelwesen bist du denn schon wieder in Narnia?“, fragte er und schob sich rücklings auf die Lehne der Bank.

Die Erwachsenen ringsum warfen ihm dafür missbilligende Blicke zu. Martin störte sich aber nicht daran. Er war es nicht anders gewohnt.

Fenia schwieg beharrlich. Erst nach einigen Minuten schüttelte sie schließlich den Kopf und meinte: „Nein, das ist es nicht. Ich denke gerade darüber nach, dass du vermutlich Recht hast.“

„Hört, hört!“, kommentierte Martin, „Das ist schön. Aber womit genau, wenn ich fragen darf?“

„Na, als du im Krankenhaus meintest, wir sollten Joe nichts davon sagen. Also von der Sache am See.“

Sie kaute auf ihrer Unterlippe herum, warf energisch eine Haarlocke aus dem Gesicht, die sich aus ihrem Zopf gelöst hatte, und fügte hinzu: „Zumindest nicht, bis wir Näheres herausgefunden haben.“

Bei dieser Bemerkung war es nun Martin, dem sprichwörtlich alles aus dem Gesicht fiel. Sein Mund blieb offen stehen. Der Kaugummi landete auf den Sitzbrettern der Bank, was ihm nicht einmal auffiel.

„Bitte was?“, fragte er entsetzt. „Du hast doch nicht etwa vor, dahin zurückzugehen?“

Fenia starrte ungläubig zurück. Dann sah sie sich um, legte den Finger an die Lippen und sprach leise weiter: „Nicht so plärren. Und doch. Ja. Warum nicht? Ich mein, bist du nicht neugierig? Wer sie ist? Was sie wollte?“

Martin rang mühsam um seine Beherrschung. Er hatte das Gefühl nicht vergessen, das ihre Anwesenheit in seinen Gedanken ausgelöst hatte. Diese beklemmende Ahnung, dass sie sich ganz und gar seiner bemächtigen und ihn vernichten würde, wenn er sie nicht davon abhielt.

„Das … das kann nicht dein Ernst sein“, stotterte er fassungslos. „Du möchtest es tatsächlich darauf anlegen, diesem … diesem Ding wieder zu begegnen?“

Fenia ließ eine Kaugummiblase platzen, sah ihn mit funkelndem Blick an und nickte.

„Stell dir doch mal vor, was das alles bedeuten könnte. Wir …“

„Fenni!“, schrie Martin sie nun unbeherrscht an und die Blicke der anderen Wartenden wandten sich ihnen zu. Er senkte die Stimme und flüsterte fast, als er fortfuhr: „Fenni, sei vernünftig. Bleib da weg. Das ist zu gefährlich. Du hast gerade zehn Tage deswegen im Krankenhaus gelegen.“

„Aber doch nur, weil ich mich erschrocken habe. Begreifst du nicht, was für ein Wunder das war?“

Er blickte sie skeptisch an.

„Unsere Definition von ‘Wunder’ scheint relativ stark zu differieren“, machte er einen hohlen Scherz und setzte dann hinzu: „Bitte tu mir einen Gefallen, und geh da nie wieder hin.“

Jetzt wurde der Blick in ihrem Gesicht wirklich wütend.

„Ich brauche niemanden, der mich bemuttert! Danke auch!“

Damit sprang sie auf und kam gleich ins Taumeln, da das für ihren angeschlagenen Kopf noch zu viel war. Martins Hand zuckte vor, doch sie fing sich selbst wieder. In diesem Moment bog der Bus um die Ecke.

„Es sollte kein Bemuttern oder Bevormunden sein“, erklärte er rasch.

„Sondern was?“, hakte Fenia nach. Ihr Stimme war kühl und bissig, doch verflog bei seinen nächsten Worten der eisige Blick von ihren Zügen.

„Nimm es als gut gemeinten Rat eines Freundes, der sich um dich sorgt“, entfuhr es Martin, bevor mit einem Zischen neben ihnen die Bustüren aufgingen und Joe als einer der Ersten hinausdrängte. Völlige Verblüffung war noch immer reichlich untertrieben für den Ausdruck in seinem Gesicht, als Fenia und Martin sich nun gemeinsam zu ihm umwandten und beide ein Lächeln aufsetzten.

Später, als sie wieder in ihrem Zimmer waren und Joe in einem fort redete, weil er sowohl von seinem Urlaub berichten wollte, als auch seine Fassungslosigkeit über die jüngsten Ereignisse zum Ausdruck bringen musste, gingen Martin nur wieder und wieder seine eigenen Worte durch den Kopf.

eines Freundes, der sich um dich sorgt. …

Warum schaffte sie es eigentlich jedes Mal, dass er sich in ihrer Gegenwart wie ein dummer, kleiner Junge benahm?

Er wollte wütend darüber werden, doch er konnte nicht. Er wusste längst, dass er verloren und kapituliert hatte. Dem Blick aus ihren Augen, fragend, forschend und immer ein wenig verschleiert, hielt er nicht stand. Joes Geplapper tröpfelte in seinen Kopf, während er sein Herz rasen fühlte und nur noch ihr Gesicht in Gedanken vor sich sah.

 

gelöschte Szene zu “Der Stern von Erui – Heimkehr – “

Sternenfakten Teil 4 – Timeline der Geschichte Eruis

Wenn eine Geschichte irgendwann so außer Kontrolle gerät, wie meine, dann merkt man das spätestens an dem Punkt, wo man sich hinsetzt um eine genaue Timeline zu erstellen, weil man sich immer wieder selbst auf vergangene Ereignisse beziehen muss. Und damit meine ich nicht die ganze Rückblenden. Der Großteil der Leser kommt mit umfangreichen Gesamtwerken wie ‘Das Lied von Eis und Feuer’ klar, dem ich mal unterstelle deutlich komplexer und in noch mehr Handlungsstränge aufgedröselt zu sein, als das Sternenlied. Dennoch war es für mich essentiell neben einer halbwegs korrekten Karte einen groben Abriss der verschiedenen Zeitalter und ihrer wichtigsten Wendepunkte anzufertigen.

Um das Sternenlied zu lesen ist das nicht unbedingt von Nöten, doch ich dachte, vielleicht interessiert es ja die Hardcore-Fans unter euch 🙂

 

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Thoran Blaudrache (von Sylvia Rieß)

 

Anbeginn – Erui wird erschaffen aus dem Traum eines Menschenkindes, Thoran, Teijûn und die Einhörner erwachen.

–> Das Zeitalter der Unsterblichen bricht an.

 

Die Menschen verlieren die Angst vor den Urgewalten, fangen an die Welt zu verstehen. In Erui erwachen Wesen, die den Menschen ähnlicher sind, sterblich und wenig mächtig, wenn auch immer noch mit Magie gesegnet. Die sterblichen Völker erwachen.

–> Das Zeitalter der Hochmagischen beginnt.

In Erui werden die ersten großen Städte und Paläste errichtet. Hochkulturen beginnen sich in allen Ecken der Welt zu entwickeln

Alles endet, als die ersten großen Kriege die Menschenwelt überziehen. In den Einöden jenseits der diamantenen Gletscher erwacht ein Wesen, das anders ist als alle Kinder Erui zuvor. Der Schatten nährt sich von Hass und Bosheit und Niedertracht und beginnt das Land jenseits der Berge mehr und mehr zu vergiften.

–> Die erste dunkle Zeit beginnt.

Auf einer Insel im Norden beginnt sich ein Volk zu sammeln, das mächtig genug scheint dem Schatten  trotzen zu können. Die Völker Eruis erwählen die Eidan zu ihren hohen Königen. Die Drachen und die vier Winde errichten Talveymar in der Mitte der Welt. Die Eidan versuchen Erui zu schützen durch den Zauber der Hohen Krone, doch dadurch trennen sich die Welten auch voneinander und sind fortan durch undurchdringliche Nebelgrenzen entzweit.

–> Die goldene Zeit beginnt.

Die Eidan halten den Schatten gebannt und ihr Volk wächst und gedeiht, wie auch das restliche Erui. Die Träume der Menschen sind ferne Hoffnungen und Elahad fällt von einem Krieg in den nächsten.

Das alte Königsgeschlecht lebt bis zur Geburt ein Prinzessin, die den Namen Laurin trug. Sie fällt in die Hände des Schattens, weil er sie für den prophezeiten Stern hält und entführt sie in sein dunkles Reich.  Aus dieser Verbindung geht ein Kind hervor und Eruis hohe Könige werden ausgelöscht. (Diese Geschichte wird erzählt in “Das Blut der alten Zeit”, noch nicht fertig)

–> Die zweite dunkle Zeit beginnt.

Die Völker verlieren allen Mut und alle Hoffnung. Der Zauber der Hohen Krone ist verloren und Erui wird nicht nur von einem Schattenfürst bedroht, sondern auch von seinem Sohn. Die großen Städte fallen. Es ist der Einhornkönig Ljosalfur der den blauen Drachen schließlich an seinen Schwur erinnert, Erui in den dunkelsten Tagen zu helfen. Doch erst als der Drache das Mädchen Gwendolyn trifft, beginnt er zu begreifen, was er für Erui tun muss.

Durch ihn wird letztendlich der Drachenweg geschaffen und ein neuer König ergreift die Krone. Der junge Thoran Blaudrache ist aber nicht mächtig genug, das Drachenherz zu beherrschen und vernichtet nicht nur Eruis Feinde. Der heilige Rat, der aus der Hohepriesterin Gwendolyn, Mendric, Ariman und Luani besteht, wird vom Himmel dazu ausersehen ewig zu leben und nicht sterben zu können, bis eine neue Zeit in Erui anbricht. (diese Geschichte wird erzählt in der Trilogie “Das Herz des blauen Drachen”, noch nicht beendet)

Die Wächter kämpfen damit jahrelang gleichzeitig gegen den Schatten und den tobenden Drachen, bis dieser schließlich verschwindet und ein neuer König den Drachenweg beschreitet. Aus seinem Geschlecht gehen für viele Jahrhunderte neue Könige hervor, bis auch diese Linie ihr Ende findet und sich keiner mehr traut, den Drachenweg zu gehen.

Dieses Zeitalter ist bekannt als die dritte dunkle Zeit oder auch das Zeitalter der Ewigen Wächter.

 

So das wars für heute von mir. Achja, ich läute die Tage irgendwann den Countdown für den Sternenstaub ein 😉

 

 

Wenn ihr neugierig seid und jetzt erst über meinen Blog fallt, dann geht es hier zu den anderen Artikel über die Entstehung meiner Saga.

Einen Stern in Händen halten – Gewinnnspiel

Liebe Blogtouristen :),

 

Willkommen auf dem Heimatblog des Sterns von Erui. Hier endet heute unsere kleine, aber feine Blogtour im November.

Auf den anderen Blogs habt ihr ja diesmal die Helden der Saga von einer ganz anderen Seite kennengelernt, teil mit ihnen geredet, wie am ersten Tag bei Susanne und teils ihr Leid in ihren Worten geklagt bekommen.

Hier werdet ihr heute nicht allein das große abschließende Gewinnspiel finden, sondern noch einen letzten kleinen Beitrag. In den letzten Wochen stellte ich immer wieder fest, dass mir auf eine große und entscheidende Frage die Antwort fehlt. Etwas, was meine Kollegen schon nennen können, bevor sie überhaupt die ersten Worte zu einer neuen Geschichte schreiben, war für mich kaum in Worte zu fassen; und zugegeben, das passiert uns Schreiberlingen ja eher selten.

Worum es geht? Um die eine simple Frage:  Wer sind eigentlich die Leser deines Romans? Wer ist deine Zielgruppe?

Nicht dass ich mir da nie Gedanken machte, doch der Stern war ja nie dazu gedacht ein eindimensionales Action oder Romantasy oder Sword and Sorcery Buch zu sein. Dennoch ist er all das … ein wenig. Also hörte sich meine antwort bisher immer ungefähr so an:

“Ja öhm … nun … also, das liegt doch auf der Hand … ich meine, sie haben alle … sie können jeder … ihnen ist gemeinsam, dass … äh … Sie alle das Alphabeth beherrschen?”

Da das ja nun kaum des Pudels Kern bleiben konnte, hab ich intern eine kleine Umfrage veranstaltet und mir die bisherigen Kritiken noch einmal zu Gemüte geführt.

Da ihr die aber alle selbst lesen könnt (denn ich gehe mal davon aus, auch ihr beherrscht das Alphabeth und seid damit meine Zielgruppe 😉 ) habe ich mir den Spaß erlaubt, das ganze einmal etwas anders zusammenzufassen.

Stellen wir uns vor, Bücher seien nich unbeseelte Gegenstände in unserem Regal, sondern suchende Singles auf einem Ball der einsamen Herzen. Wie also würde der Stern sie umgarnen wollen, seine potentiellen LeserInnen. Eine Anzeige auf Parship.de könnte ich mir so vorstellen:

 

Atmosphärischer Highfantasy-Epos mit Format sucht LeserIn für die Stunden, die du mit keinem anderen teilen würdest.

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Manche haben mich schon als dicken Wälzer bezeichnet. Ich selbst finde mich ausreichend voluminös. Erst vor kurzem habe ich mich optisch ganz neu erfunden und finde, mein neuer Stil trägt überhaupt nicht auf. In jeder Lesenacht wirst mit mir damit garantiert zum Hingucker.

Auch unter der Oberfläche kann ich dir einiges bieten, denn ich bin mysthisch und spannend, abenteuerlich und vielschichtig.

Allerdings würden manche auch sagen ich komme teils etwas zwiegespalten, melancholisch und verworren rüber. Da kann ich ihnen auch gar nicht widersprechen. Ich bin definitiv nicht der Typ für nen schnellen, heißen Flirt oder den Lese-Quickie in der Bahn mit halbwachem Kopf noch vor dem ersten Kaffee.

Wenn du dir allerdings Zeit nimmst, dich auf mich einzulassen, wirst du immer wieder ganz neue und verblüffende Seiten an mir entdecken. Unter meiner spröden, kriegerischen und teils schwermütigen Schale verbirgt sich ein durchaus romantischer Kern.

Wenn du es also bist, der edle Held, der vor Gefahr nicht zurückschreckt, der wagemutige Abenteurer, der ein völlig neues Land entdecken will, die tapfere Kriegerprinzessin, die kämpft bis zum Schluss, auch wenn die Welt um sie her dem Untergang geweiht scheint; wenn du der Träumer bist, der zwischen den Seiten eines Buches mehr erwartet, als nur die kurzweilige Ablenkung, wer etwas sucht, das tiefer unter die Haut geht, als der Biss eines Vampirs und das dich höher trägt als ein Nimbus 2000, wer treu sein kann, bis über den Tod hinaus und den lieben lernt, der nicht immer alles richtig macht, der wird in mir einen treuen Weggefährten, einen starken Beschützer und die eine ganz große Liebe finden, in der man sich wieder und wieder verlieren kann; – nicht für eine Lesenacht, nicht für einen Buddy-Read sondern für ein ganzes Träumerleben.

 

 

Wenn das euer Text wäre, wenn ihr euch auf diese Anzeige hin angesprochen fühlt, dann kommt JETZT eure Gelegenheit. Denn nach so viel tollen Beiträgen in denen wir euch die Nase lang gemacht haben, sollt ihr natürlich die Chance bekommen, euch davon zu überzeugen, dass all das auch wirklich wahr ist, was die Bloggerchen da so schreiben. Denn erzählen kann man ja immer viel.

Ich verlose hier für euch ein Exemplar der ersten Ausgabe des Prints, signiert und mit persönlicher Widmung, wenn ihr dies wünscht.

Was ihr dafür tun müsst?

Schreibt mir einfach in den Kommentaren zu diesem Beitrag, welcher Tag der Blogtour euch am besten gefallen hat, und warum ihr glaubt, euch auf die ‘Leser-Gesucht’-Anzeige heute melden zu müssen. (Hier gelangt ihr noch einmal zur Übersicht mit allen Beiträgen)

Dies müsst ihr bis zum 25.11.2015 24.00 Uhr getan haben, dann wandert ihr in den Lostopf.

Desweiteren gelten folgenden Bedingungen:

Ihr müsst 18 Jahre oder älter sein. Solltet ihr jünger sein, bittet einen volljährigen Verwandten, sich hier für euch zu melden.
Der Rechtsweg und Barauszahlung der Gewinne sind ausgeschlossen.
Versand erfolgt nach Deutschland, Österreich und die Schweiz. Keine Haftung für den Postweg.
Die Gewinner sind mit namentlicher Nennung auf meinem Blog einverstanden.
Gewinne, deren Gewinner sich nach 3 Tagen nicht gemeldet haben, werden neu verlost.

 

 

Das neue Printcover – Magisch, düster und geheimnisvoll!!

Ich hoffe ihr seid bereit euch umhauen zu lassen. Erinnert ihr euch noch an die Skizze, die ich von meiner neuen Coveridee mal geteilt hatte? Nein? Gut hier noch mal zu Erinnerung:

Printcover_sketch front and title Kopie

 

und das hat Doro daraus gemacht (bitte draufklicken für die richtige Auflösung 😉 ):

 

Cover Frontansicht

Die Blogtour kommt zu ihrem Höhepunkt

Hallo ihr Lieben,

 

heute, am sechsten Tag erreicht unsere Blogtour ihren Höhepunkt. Unsere kleine Geschichte hat uns einmal von der Verhörstube des Kommissariats bis in die Hallen des Hohen Schlosse geführt, wo wir uns von unserer Reise erholen dürfen, bis der Hochkönig selbst sich am Abend die Ehre gibt.

Ich habe euch hier nochmal alle Tage der Tour zusammengesucht, damit ihr sie schön auf einen Blick habt. Morgen muss ich selbst dann auf Susannes Blog noch einmal ran und euch ein wenig von mir berichten. Wenn wir euch mitreißen konnten, dann wartet am Dienstag bei Tine ein tolles und kreatives Gewinnspiel. Es geht nicht nur um richtige Antworten, sondern auch darum, was euch auf dieser tour am meisten bewegt hat.

Ab Mittwoch werde ich dann mein Versprechen halten und euch den ersten Band vom Sternenlied zum reduzierten Preis auf Amazon.de zur Verfügung stellen. Über viele Leser und natürliche viele neue Bewertungen und Meinungen sowohl auf Amazon, als auch hier, würde ich mich wahnsinnig freuen.

 

Wo der Stern von Erui strahlt:

Tag 1 “Im Verhörzimmer des Kommissars”

Teil 1

Teil 2

Teil 3

 

Tag 2 “An den Hängen der Schattengletscher”

Teil 1

Teil 2

 

Tag 3 “Beim Orden der Sonne und des Mondes”

Teil 1

Teil 2

Teil 3

 

Tag 4 “Arvindûras – Königreich der gräsernen Hügel”

Teil 1

Teil 2

 

Tag 5 “Die Legenden des singenden Waldes”

 

Legenden

 

Tag 6 “Im Schloss des hohen Königs”

Teil 1

Teil 2

Teil 3 – Zu Tisch an der Tafel des Königs

 

Tag 7 “Die Schicksalsweberin von Erui”

 

Tag 8 “Einen Stern gewinnen!”

 

 

Blogtour “Der Stern von Erui” Tag 2/ Teil 2

Nachdem der Einhornfürst mir eine ganze Weile Zeit zum Nachdenken geben hat kommt schließlich ganz langsam die Erkenntnis.

Magische Fürsten. Erstgeborene der Welt. So alt wie die Welt selbst. Ich gehe in seine Richtung und sehe ihn an.

Dann bist du jener Erste deiner Art, der aus dem Tau dieses fernen Morgens geboren wurde?“, denke ich.

Das Einhorn schüttelt den Kopf.

Nein. Das war mein Vater. Ljolsalfur, der Strahlende. Doch vor wenigen Sommern hat er entschieden, dass seine Zeit gekommen sei. Wir Einhörner sind magisch und ewig. Doch wir sind ohne Gefühl. Herr allein über alles Wissen der Welt. Wenn wir beschließen, neues Leben zu geben, so hat das immer einen Preis. Und der ist unsere Unsterblichkeit.“

Ich nicke. Was soll ich sonst auch tun?

Mein Name ist Lykill“, höre ich ihn als nächstes sagen.

Ich bin der Herr der Wälder, die du dort erblicken kannst. Wälder des ewigen Frühlings. Heimat für Meinesgleichen. Den sterblichen Völkern ist es verboten sie zu betreten, und so auch dir. Doch hier kannst du nicht bleiben. Wie ich schon sagte der Schatten lebt. Wieder – immer noch. ER ist zornig und ruchlos. Er wird nicht ruhen, bis Erui sein ist. Und er wird das Leben eines Menschen nicht verschont lassen, wenn von dir erfährt.“

Wenn er so gefährlich ist, warum hilfst du mir dann? Bringst du dich selbst damit nicht in Gefahr?“, kommt es in mir auf, ohne dass ich den Gedanken verhindern kann.

Ich helfe dir, weil ihr Menschen endlich wieder verstehen müsst. Ich müsst sehen, was geworden ist, ihr müsst zittern unter SEINEM Atem, damit ihr anfangen könnt wieder zu träumen.“

Ich schüttle den Kopf und verstehe immer noch nicht.

Das wunderschöne Geschöpf tritt an mich heran. Es senkt sein Haupt und dort, wo sein Horn den Boden berührt, beginnen feine Linien eine Karte in die Erde zu zeichnen. Immer weiter und weiter breitet sich alles vor mir aus und ich begreife so langsam, dass dieses Erui in dem ich gelandet bin, riesig sein muss.


Karte Erui WordPress

Wir sind hier“ höre ich seine Gedanken und sehe, wie ein Punkt auf der Karte aufleuchtet, sehr weit im Westen, am Rand eines Gebrigszuges, der die schwarzen Gletscherberge darstellen muss. Sie ziehen sich laut der Karte einmal von Norden nach Süden. Der Wald, der mit ‘Immerfrühlingswald’ bezeichnet ist, liegt im Norden dieser Berge und reicht bis zur See.Immerfrühlingswald

Mein blick wandert über die nördlichen Lande. Wenige Städte sehe ich dort verzeichnet.

„Westlich ist das Land der Nymphen, Kinder der Heide, der Erde, der Flüsse, der Moore, die in dieser Gegen vorherrschen. Es wird Norimar genannt. Djumli ist seine Hauptstadt, Kublin der größte Hafen. Doch das wahre Herz dieses Landes in die wissende Stadt Jalash. Wo die Magier der Smaragdenen Türme seit jeher das Wissen aller Welten sammeln. Nur die sphären, die wir einhörner kennen, enthalten mehr Geheimnisse, als ihre Bibliotheken.“

Norimar

Ich staune. Spüre den spontanen Wunsch, diese Stadt zu sehen, doch mein Blick wandert weiter nach Osten. Dort sind noch mehr Orte, die das Einhorn nicht erwähnte, doch ich sehe keine Ländergrenzen.

Das liegt daran, dass wir Magischen so etwas nicht kennen. Unsere Völker bevorzugen oft bestimmte Gebiete, manche Länder tragen Namen, jeder weiß, wo sie enden, jeder spürt wo anderes Land beginnt, doch wir haben keine Zäune, keine Zölle. Erui war immer eins.“Fenlar

Ich versuhe das konzept zu begreifen. Doch es fällt mir schwer.

Es tippt auf edas Symbol eines Schlosses weit im Osten an der Küste.

Dies,“ höre ich es denken, „ist die Perle des Nordens, das Feenschloss Peleneth. Regiert von Cormac MacArt und Seiner Frau Gaya AnDon.“

Und was ist das?“, frage ich und deute auf einen Fleck noch einmal nordöstlich dieses Schlosses, wo der große Fluss, der Erui von West nach Ost und Nord nach Süd durchwandert, auf die See trifft.

Das sind die grauen Klippen. Ein magischer Ort, voller Trauer. Voller Liebe“, nehme ich wahr und stelle fest, obwohl der Einhornfüst eben noch behauptet hat, dass Gefühle seiner Art fremd sind, bei dem Wort Liebe ein Hauch von Zärtlichkeit in meine Gedanken schwappt. Als habe er davon gekostet, verstehe es aber noch nicht ganz.

wie weit ist es von hier zu diesem magischen Ort?“ will ich wissen, denn seine spärlichen Worte mchen mich neugierig.

Oh, das ist ein viel zu langer Weg. Ich werde dir helfen, und dich an Orte bringen, die fern von hier leigen, ohne dass wir Tage und Wochen durch die gefährliche Wildnis irren, doch an die grauen Klippen kann ich dich nicht bringen. Zu Fuß bräuchtest du fast einen Sommer und einen Winter. Mit einem schnellen Pferd sind es immer noch fünf bis sechs Monde.“Mitlande

Sein Horn deutet auf ein Symbol in der Mitte der Karte.

Das hier wird unser Ziel sein.“

Talveymar’ steht dort zu lesen.

Was ist das?“ denk ich .

Es ist das Schloss der hohen Könige. Erschaffen aus Marmor und Gold. Gebrochen wurden die Steine von den Herrn des Himmels selbst aus den weißen Bergen von Guenhal, die das Land der Drachen vom übrigen Erui trennen. Die Winde haben die Steine geformt und poliert und Sternenlicht hat es erhellt in den alten Tagen. Es ist Eruis prächtigster Palast.“

Ich höre mich scharf die Luft einsaugen. Mein Herz macht einen Sprung und Zittert voll freudiger Erwartung.

Wann brechen wir auf?“ frage ich ungeduldig

Bald“ höre ich ihn denken. „Doch kann ich dich nicht die ganze strecke in einer Nacht bringen. Wenn die Sonne untergeht kehre ich zurück und bringe dich nach Leawynn. Es ist der Königssitz der Elfen die letzte Zuflucht im Westen.“

Damit wendet er sich ab. Ich will noch fragen wohin er geht, doch mit einem Lidschlag ist er in einer Art goldenem Nebel verschwunden.

Ich zucke mit den Schultern und sehe mich auf der Karte weiter um.

Caer’Arion springt mir ein Name ins Auge. Ebenso wie ein Symbol, das zweimal auf der Karte verzeichnet ist. Ein Kreis aus Monden, in der Mitte eine Sonne. Wie ein Rad. Es schwebt über einem Tal weiter südlich in diesen dunklen Bergen ‘Ebeneth’ ist daran zu lesen. Und noch einmal über einem Sumpf in der Mitte gar nicht weit von diesem Sternenschloss Talveymar entfernt. ‘Nualschadan’ kann ich entziffern.

Caer'arion

Was es damit wohl auf sich hat?

Während es bei meinem Erwachen noch recht kühl war, gewinnt die Sonne über Tag doch an Kraft, so dass ich mich in den Schatten einiger Bäume gerettet habe. Die Karte hat mir weiter keine Aufschlüsse gegeben, außer, dass diese Welt mehr Geheimnisse enthält, als ich vermutlich je im Leben begreifen kann.

Bis am Abend schließlich die sonne untergeht, habe ich auch genug Zeit, über die Worte der jungen Frau nachzudenken. Wenn das hier wirklich echt und nicht nur ein verrückter Tagtraum ist, dann weiß ich, warum Fenia Edani eisern geschwiegen hat.

Wer hätte ihr glauben sollen, dass sie die Jahre, die sie verschwunden war hier, in dieser magischen Welt verbracht hat? Man hätte sie ganz sicher weggesperrt und nie wieder ans Tageslicht gelassen.

Vermutlich sinniere ich vor mich hin, wird es mir ähnlich ergehen, womit mir jede Möglichkeit genommen wird, von diesem Abenteuer zu berichten. Falls ich je wieder nach Hause gelange.

Mit diesem Gedanken nehme ich einmal mehr ein goldenes Leuchten wahr und mein flammender Freund steht vor mir.

Es wird Zeit“ denkt er und berührt mich mit seinem Horn an der Stirn.

Mein Augen werden schwer, ich falle in einen goldenen Nebel. Als ich sie wieder öffne, ist der blühende Wald verschwunden. Die Berge allerdings nicht. Gegen das Licht der untergehenden Sonne erheben sich die schlanke Türme eines Schlosses vor meinem Blick. Bis zu den Gipfel empor und noch darüber hinaus wie mir scheint. Das Licht schwindet im Schatten der Gletscher allerdings schneller, als ich Einzelheiten erkennen kann.

Leawynn

Müde und ausgelaugt von all dem Neuen trotte ich hinter dem Einhorn her. Mein Kopf schreit danach, dass alles einen Sinn macht und meine Knochen verlangen Schlaf. Während ich so im Licht einer Fackel durch ein hohes Schlosstor gewunken werde, erkenne ich noch, wie silberne Gesichter mit gleißenden Augen und spitzen Ohren mich ansehen. Die Wachen tragen alle die gleichen Wappenröcke und sind schwer bewaffnet.

Hinter den Mauern schlägt mir der Gestank von Blut und Verwesung entgegen, wie ich ihn in einem Schloss nicht erwartet habe. Zu viele Leute auf zu engem Raum zusammen gepfercht. Schmerzenschreie, leises Wimmern durchdringt die Dunkelheit.

Kälte zieht auf. Sie packt und schüttelt mich. Ich bin entsetzt, doch weiß nicht wieso. Etwas passiert hier mit mir. Doch ich kann es nicht in Worte fassen. Ich spüre Arme an meinem, die mich einige Treppen hinauflotsen und mir ein hartes Bett in einer winzigen Kammer zuweisen.

Morgen werde ich wiederkommen“, höre ich die Gedanken des Einhornfürsten von fern.

Dann findet mein Kopf das harte Strohlager und ich schlafe fast augenblicklich ein.

So das war dann der zweite Tag. Wer noch mehr über Erui, seine Städte, Länder, Völker und Sehenwürdigkeiten wissen will, der kann hier fündig werden. Es gibt die selben Texte als Überbleibsel der alten Homepage auch noch als interaktive Karte, zu der ihr hier gelangt.

Blogtour “Der Stern von Erui” Tag 2

Üblich ist es ja nicht, dass Autoren während Blogtouren auf ihre eigenen Homepages laden. Doch wie Sabrina gestern schon mitteilte, hatten wir einen Ausfall in unseren Reihen. Statt unser Programm nochmal ganz umzuwerfen, haben wir uns dafür entschieden, dass es einfach hier weitergeht.

Unser Kommissar musste sich ja gestern einiges anhören, doch statt Antworten hat er nur weitere Fragen gefunden.

Wohin es ihn verschlagen hat?

Lest selbst. Eins kann ich euch versprechen. Es wird magisch und mystisch!

 

 

Es war lange dunkel um mich. Mein Denken setzt nur langsam wieder ein. Ich schüttle benommen den Kopf. Für einen Moment frage ich mich, ob diese Fenia einfach eine gefährliche Irre ist, die sich die Hälfte ihrer Verletzungen selbst zugezogen hat, oder ob ich sie eine Heldin nennen soll, weil sie sich zwischen dieses Ding und mich geworfen und dabei ihr Leben riskiert hat. Im nächsten Moment wird mir dann bewusst, dass beide Gedanken völlig abstrus sind. Eine junge Frau mit einem schweren Trauma, die plötzlich aus dem Nichts eine Waffe beschwört und seltsame Schattenwesen … Das alles ist wohl meinem überreizten Geist zu verschulden. Ich öffne die Augen und erwarte, mein Büro mit dem üblichen Chaos auf dem Schreibtisch und den ungeordneten Akten des Falles Fenia Edani vorzufinden.

Irrtum!

Meinen schmerzenden Augen offenbart sich ein Licht, so hell, wie ich noch nie eins gesehen habe. Das muss der Tod sein, denke ich. Dann denke ich, Blödsinn. Dann denke ich gar nicht mehr, denn was ich sehe verschlägt selbst meinem Inneren Kommentator die Sprache.

Ich befinde mich auf eine Wiese in einem Flusstal. Ein kalter Wind geht. Der Himmel ist so trüb, dass mir schleierhaft ist, wieso das Licht sich so hell und klar anfühlt. So etwas habe ich in meinem Leben noch nicht wahrgenommen. Der Fluss ist über eine weite Strecke zugefroren, was kein Wunder ist, denn er scheint direkt aus diesen düsteren Bergen zu kommen, die schwarz und drohend vor mir aufragen. Jene Gipfel, die ich sehen kann, scheinen von ebenso schwarzem Eis bedeckt, der Rest hüllt sich in dunkle Wolken durch die blutrote Blitze zucken.

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Immerfrühlingswald

 

Vermutlich wäre das genau der Zeitpunkt, wo ich mich kneifen sollte.

Autsch!

Ja, ich bin wach. Zumindest gaukelt der Traum mir das vor. Ich stehe auf und stolpere vom Flussufer weg. Hinter der Hügelkuppe kommt schließlich ein Wald in Sicht. Er liegt in den Ausläufern der schwarzen Gletscher eingebettet. Entgegen jeder physikalischen, biologischen und sonst irgendwie gearteten Regel steht er im saftigsten Grün, gespickt mit weißen, rosa und goldenen Blüten.

Das ist meinen Kopf zu viel. Ich überlege, ob ich mir gestern Abend vielleicht ein Glas Wein zu viel genehmigt habe. Dabei trinke ich nicht mal regelmäßig. Wozu auch? Meist bin ich allein.

“Gut, ich spinne”, stellen meine Gedanken als nächstes fest. Doch bevor ich dazu komme, diesen Gedankenfetzen weiterzuverfolgen, drängt sich eine andere, eine fremde Präsenz in meinen Schädel. Es ist keine Stimme in mir, oder irgendein Teil meines Unterbewusstseins, der sich bisher noch nie zu Wort meldete, nein, es ist eindeutig ein anderer Geist.

Willkommen in Erui, Menschengeborener“, sagt sie.

Menschengeborener?“, denke ich. „Wer drückt sich denn so umständlich aus. Was bitte sollte ich sonst sein?“

Ein Kind dieser Welt.“

Haha! Diese Welt … Mein Kopf legt es wirklich drauf an mich zu veräppeln”, denke ich

Das ist nicht zum Lachen. Es ist leider bitter ernst, und dass du es weiterhin leugnest, macht es nicht besser.“

Ich stutze und versuche nichts zu denken, denn verdammt, das Wer-auch-immer ist in meinem Kopf, eindeutig. Verwirrt blicke ich mich um.

Tatsächlich steht da jemand in einigem Abstand von mir. Direkt vor diesem seltsam frühlingshaften Wald.

Was zum Geier bist du denn?“, denke ich und registriere gerade noch, wie unhöflich das war vor jemandem, der meine Gedanken lesen kann.

Ich spüre so etwas wie eine Aura des Verzeihens durch mich gleiten. Anscheinend nimmt es mir meinen unkontrollierten Gedankenfluss nicht übel. Die Frage war dennoch blöd. Es hat vier Beine, einen Körper und einen Kopf wie ein Pferd. Es hat ein goldenes Horn auf der Stirn und goldene Hufe. Was wird es also sein?

Der Kandidat bekommt hundert Gummipunkte“, denke ich und bin damit wieder unhöflich.

Du bist verwirrt, Mensch. Aber das ist natürlich. Deinesgleichen glaubt nicht an uns. Ihr habt eure Träume, eure Hoffnungen, eure tiefsten Wünsche schon so lange aus eurer Welt gebannt, dass ihr sie verleugnet selbst noch, wenn ihr mittendrin steht.“

Es seufzt. Klingt da ein wenig Wehmut mit?Einhorn

Nein, Menschengeborener. Denn so etwas kenne ich nicht.“

Aha

Ich bin ein Einhorn, ein Ewiger Fürst von Erui. Meine Sphären sind die Schleier und das Wissen. Wobei beide tief miteinander verwoben sind, aber das musst du nicht begreifen.“

Kann ich auch gar nicht, denn das ist mir zu kompliziert. Ich wundere mich nur, weil ich immer dachte Einhörner müssten weiß oder silbern sein oder regenbogenfarben oder so. Die Mähne und das Fell von diesem hier sehen allerdings aus wie Feuer. Wie das Licht der …

„ … aufgehenden Sonne, die sich in den ersten Tautropfen des Morgens fängt“, beendet es meinen Gedanken.

Ich stutze.

Nun, Mensch, das ist die Essenz aus der ich gemacht bin. Doch ich sehe schon, da sind zu viele Fragen in dir, zu viele Zweifel. Darum lass mich dir erklären, wo du bist. Lass es mich in den alten Worten singen.“

Noch bevor ich etwas sagen, fragen oder gar protestieren kann spüre ich, wie mein Geist hineingezogen wird in den des Einhorns. Ich befinde mich auf einmal wieder in völliger Dunkelheit. Nein, nicht Dunkelheit, denn nicht mal die ist anwesend. Mir wird klar, dass dies hier das Nichts ein muss. Ich staune. Ich bin sprachlos. Gedankenlos. Ich bin nicht. Nichts ist.

Dann beginnt es:

Unbekümmerter Tag aus Licht und Frieden

Gebiert den ersten Traum von Gottkinder Art.

Menschen geschaffen im Bilde des Einen,

Haben selbst nun gelernt neue Welten zu schöpfen.

Nichts und abermals Nichts ist gewesen

In Sphären so fern von der sterblichen Welt.

Kindertraum zerreißt die Stille.

Das erste Herz erwacht im glitzernden Funkeln ewiger Nacht. 

Das Blau wird zu Schwingen, Sterne zu Augen,

Ein Herzschlag, der nach Leben schreit.

Urgewalt zum träumenden Himmel sich erhebt

Thoran2

In Gestalt des Ersten von allen.

Thoran, Blau der Nacht, Herzschlag der magischen Welt

Dein Weg führt dich, dein Geist lenkt dich.

Über den Irdonîn, Drachenberg, weit im Südosten,

Sollst Gebieter du sein, bis hin zu dem Tag,

Wenn dein Herz seine Pflicht erfüllt,

Schlagend in einer sterblichen Brust.

Dein Schicksal verkündet, erfüllt dich mit Angst.

Mächtig genug ein Drachenherz zum Beben zu bringen.

Dein Wehklagen hallt durch die Weite des Himmels.

König allein, König von allem, König dem Tode geweiht!

Der Traum der Menschheit erbarmt sich deiner.

Dein Schrei verhallt nicht ungehört.

Goldener Bruder aus goldenem Glanz im Licht der Sonne geboren.

Tau auf den Wiesen, kühl und weise,

ohne Gefühl, doch voll vom Wissen der Welt.

Sie, die so alt sind wie du und doch so anders.

Sie, die Hornträger, die Schleierfürsten

Geträumt von den Menschen als Yang eures Yings.

Drachen und Einhörner – Macht und Weisheit.

Ewig verbunden, niemals vereint.

Von den Gletschern des Westen, in Wolkendecken gefangen,

gleißend, prächtig, unüberwindlich,

bis hin zu den schwefeldampfenden Bergen am anderen Ende der magischen Welt.

Im Norden das Land, kühl und klar, Heide und Wind.

Meeresbrandung mit wütenden Fäusten,

die gegen die hohen Klippen schlägt.

Windland – Feenland!

Sumpfland, gegeben Kindern der Erde, des Flusses der See.

Den ewigen Fürsten des Anbeginns sollen sie folgen.

Völker so zahlreich an Wesen und Geist.

Gleich den Menschen, gleich ihren Träumen,

Wild, frei, ungezähmt.

Gesittet, gezügelt, voll Stolz und voll Adel.

Wälder inmitten von Wäldern, Hügel umgeben von Hügeln,

Im Norden von Bergen, die trennen den Süden

Ab von der See.

Alles wird blühen, alles wird glühen im Licht des Lebens,

Der Menschen Träumereien.

Doch wo Frieden lebt, lebt Krieg.

Herzen voll Schatten, Herzen voll Gier.

Die Lande im Westen, unberührt und rein

Sie saugen auf das Blut von ungezählten Schlachten,

Die in der Menschenwelt gefochten.

Zu Schatten gerinnt, was als Hass dort beginnt!

Goldene Welten stürzen. Große Könige kommen.

Machtvolle Zauber halten die brechenden Säulen einstigen Friedens.

Edin, Insel der Fürsten, vor den Küsten im Norden,

Von dir wird sie kommen, zu dir wird sie finden

Die Eine, die den Schatten begreift.

Sie wird ihn umarmen, sie wird ihn besiegen.

Eines davon, nicht beides zugleich.

Ihr Schicksal soll dein Schicksal sein.

Ein König von alten und neuem Blute zugleich,

Ein König, geboren Gar’Erui,

Ein König von Menschengeist,

Er wird den Funken zünden, oder ersticken,

Die Flamme die den Stern allein strahlen lässt.

Gar’Elahad – Gar’Erui

Schwestern, Neider, Geliebte.

Einander umspielend, getrennt nur von Nebel.

Nebel der fließt und lebendig

durch jede Vene strömt.

Die Sprache, in der dieses Lied gesungen ist, kommt mir seltsam vor, obwohl ich sie verstehe. Es ist wie etwas Altes, Urreines in mir. Als könne ich förmlich sehen, wie unter dem Klang der Tönen einst aus Träumen diese hier Welt gewachsen ist.

Ein Welt, die, soviel habe ich verstanden, früher oder später dem Untergang geweiht ist.

Die Tage der Schöpfung sind lange her.  Die Tage des Schattens sind dreimal gekommen. Zweimal haben wir uns wehren können. Diesmal wird sich unser Schicksal entscheiden. Und damit auch das jener, die uns einst erträumten.“ höre ich Lykills Gedanken.

Ich stehe da und kann nichts sagen. Nicht einmal denken. Ich muss erst begreifen, was mir dieses Wesen erzählt.

 

 

Damit schicke ich euch in den Tag. am Nachmittag gegen drei wird es weiter gehen und Fürst Lykill wird euch die Lande Erui zeigen und ein wenig darüber erzählen. Also verpasst es nicht 🙂

folgen könnt ihr der Blogtour übrigens am besten hier auf Facebook über die Seite des Sterns von Erui.

Wer jetzt schon neugierig auf das Buch ist kann sich auf der eigentlich Seite dazu gerne umschauen 🙂 Fühlt euch frei durch den Blog zu stöbern.