Kategorie-Archiv: Schreibtagebuch

Nein, täglich updaten werde ich definitiv nicht schaffen, doch manchmal, wenn mich das Schreiben einen Tag lang sehr beschäftigt hat, muss ich meine Gedanken darüber auch mal zusammentragen.
Wer also einen Blick in mein chaotisch-kreative Gehirn werfen möchte, der darf das an dieser Stelle gerne tun.

Selbstreflektion – Ein paar ‘Schwächen’ meines Sterns im Rückblick

Heute Abend ist mir einfach mal danach ein bisschen über meinen Stern von Erui zu plaudern.

 

Der Grund ist reichlich simpel: Ich habe in den letzten Wochen ein paar ganz tolle Rezensionen bekommen. Und manche eurer Worte beschäftigen mich einen ganzen Tag und länger. Na gut, nicht alle. Aber viele. Also ist mir danach, darüber zu reden. 🙂

 

Zuerst will ich mal mit einem Gerücht aufräumen, bzw. erklären, warum es existiert.

 

Oft fragen mich die Leute: Der Stern soll dein Erstling sein? Ernsthaft? So komplex, so allumfassend so … groß?

Die richtige Antwort ist: Jein.

Erstling. Was heißt das überhaupt? Das erste Buch, das ich je schrieb. Nein. Definitiv nicht. Der allererste hieß ‘Pucki, das kleine Eichhörnchen’ und ich habe es in der 3ten Klasse geschrieben. Davor hatte ich was mit einem Einhorn und einer Trauerweide angefangen, aber nie beendet. ( Ich glaube, da hat Erui schon insgeheim angeklopft 😉 ), danach habe ich noch mehr Bücher geschrieben. Ponybücher. Und ja, eines davon wurde sogar publiziert.

Aha, also ist das wohl mein Erstling.

Daran scheiden sich die Geister. Es gibt teile der Buchwelt, die selbst einen selbstverlegten Autor noch als ‘unveröffentlicht’ betrachten. Also Wettbewerbe, die ausgeschrieben sind für ‘unveröffentlichte Autoren’ mit dem Zusatz, dass Selfpublishing nicht zählt. Demnach wäre also nicht einmal der Stern mein Erstling, oder der Lurch, sondern die Bücher, die nächstes Jahr im Verlag erscheinen werden (Überraschung!!!)

Mein Ponybuch zählt allerdings wirklich nur so halb, denn es war bei weitem kein seriöser Verlag und ich glaube letzten Endes wurden von der Auflage, die 1000 Stück umfassen sollte nicht mehr als 50 gedruckt. Ja, über diese Episode meiner Autorenkarriere kann ich ein eigenes Buch schreiben. Will ich aber nicht.

Sagen wir einfach: Der Stern ist mein erstes richtiges Buch, was irgendwie seinen Weg in die Öffentlichkeit fand. Ob wir das nun als Erstling bezeichnen oder nicht, ist mir egal. Die Geschichte war so ziemlich immer da und das erste Mal wirklich drüber nachgedacht habe ich mit 14.(Nachdem das Ponybuch grandios gescheitert war) Aber Teile dieser Geschichten kann ich bis sehr viel früher in meinem Kopf verfolgen. Gefühlt ist es auf jeden Fall mein Erstling und eigentlich auch die einzige Geschichte von der ich immer wusste, dass ich sie erzählen MUSS. Dass nur ich sie erzählen kann …

 

Aber zurück zum Thema: Es gab viele Sterne für den Stern! 🙂

 

Viel Lob für mich und ein paar sehr schöne Komplimente, die mich den ganzen Tag schon selig lächeln lassen. aber es gibt ja nicht immer nur Lob. Klar, es gibt Leute, die einfach nur total überwältigt sind … und was soll ich sagen? War ich auch, je mehr von der Geschichte sich mir offenbarte. Ich habe wirklich oft genug Rotz und Wasser geheult und manche Szenen niederzuschreiben fiel mir extrem schwer.

Kommen wir damit auch zu einer Sache, die ich ab und zu mal lese: Nämlich, dass Buch zwei ein paar Längen hat.

Ja. Da gibt es nichts dran zu rütteln. So ziemlich bis kurz vor der Veröffentlichung habe ich extrem mit den Schattenkriegen gehadert. Aus verschiedenen Gründen.

Zum einen ging es um … ? Richtig! Krieg. Also viele Kampfszenen. In denen habe ich mich nicht wirklich so zuhause gefühlt. Ich habe mindestens doppelt so viele davon wieder gelöscht, wie ich nachher im eigentlichen Buch einbaute und war dennoch in der vorläufigen Endversion nicht glücklich mit Teil zwei.

Es fühlte sich nicht wie ein gutes Buch an, sondern wie eine Notwendigkeit, um von meinem spannenden Auftakt Heimkehr zu meinem fulminanten Finale Sternenstaub zu kommen. So die Geschichte, die halt erzählt werden muss, damit man es versteht, während der eigentliche Zeitstrang nichts Nennenswertes zu bieten hat.

 

Dabei war ich ziemlich blind und habe lange, das Wesentliche nicht gesehen.

 

Ich habe dann 5 Monate vor der Veröffentlichung die ersten Rückmeldungen zu teil eins bekommen und war ein wenig überwältigt, dass die Leute es wirklich mochten. Dann kamen die ersten Leserunden und Rezensionen und auch Fragen per PN zu diesem oder jenem Charakter. Zu allem zu Lew. Und da fiel es mir dann wie die sprichwörtlichen Schuppen von den Augen.

Denn ja, ich habe keine andere als seine und Fenias Geschichte erzählen wollen. Eingebettet in diesen ganzen weltumfassenden Epos. Ich wollte in Buch zwei in die Vergangenheit und dort von den eigentlichen Helden von Erui berichten. Während Fenia einem in Band eins ja noch nicht wirklich nah kommt, weil man sie nicht versteht (und nicht verstehen soll) soll man in Band zwei verstehen, warum sie, die strahlende Heldin, der alles in den Schoß fällt, zerrüttet und kaputt und völlig ohne Hoffnung nachhause kommt.

 

Ich habe dann das getan, wovor ich mich die ganze Zeit gedrückt habe.

Ich habe die Geschichte von Fenias Erlebnissen im Norden ausgeschrieben. Buch zwei setzte ursprünglich da ein, wo Joe sie heim nach Talveymar bringt und man bekam vieles nur in der Rückblende mit. Dadurch blieb sie dieses kalte, unnahbare Geschöpft. Und auch Llewellyn war nur in meinem Kopf der Junge, der für sie zum König und zum Helden wurde, denn man sah nichts von seiner Entwicklung.

Ich weiß noch, dass ich in wenigen Wochen schrieb und schrieb und schrieb, soviel und so gut, wie glaube ich noch nie zuvor. Ich habe bei weitem nicht so viel gelöscht wie üblich und alles fügte sich irgendwie zusammen und fühlte sich richtig an.

Und dann habe ich noch ein paar Längen eingebaut.

 

Es gibt ein Buch, das mir beibrachte, dass Längen nichts Schlechtes sein müssen. Das war der fünfte Band von Harry Potter. diese furchtbare Ungewissheit, in welcher die Erwachsenen Harry hinhalten, ihn nicht einweihen und ihn mit Belanglosigkeiten bei der Stange halten. Dadurch habe ich seinen Frust gespürt und selbst erlebt.

Das wollte ich auch für Erui. Und was sollte Buch zwei ihnen am eindrücklichsten vermitteln?  Fenias Schmerz. Nach allem, was sie erreicht hatte, nach allem, was sie war, den Prüfungen, die sie bestanden hatte, den Schlachten, die sie geschlagen hatte, war sie letztlich heimgekehrt.  Heimgekehrt und doch niemals mehr wirklich in der Lage, irgendwo zuhause zu sein, weil der Schatten ihr alles genommen hatte, was Erui ihr einst vor die Füße legte.

Es vergehen viele Monde, in denen die Menschen versuchen, nach Talveymar zu gelangen und sie eben partout NICHT dorthin will. Weil es für sie dort nichts gibt, als bittere Erinnerungen.

Ja, für manche mag das ein bisschen langatmig geworden sein. Doch ich erinnere mich immer wieder gern an den Brief von Fenia, den meine Kollegin Eva-Maria auf ihrem Blog verfasst hat, der mich spüren ließ, dass sie in Schattenkriege genau das gefunden hatte, was ich versucht hatte, hineinzulegen. Das hat mich schrecklich glücklich gemacht. Und gleichzeitig musste ich heulen, weil der Brief wirklich sehr ergreifend ist und ich mich echt schuldig fühlte. (Dabei wusste ich ja, wie letztlich alles enden würde)

Alles in allem wurde mit diesem letzten Überarbeitungsschritt aus den Schattenkriegen ein Buch, das auch für mich nicht mehr länger nur so der Teil zwischen eins und drei war, sondern eine in sich geschlossene Episode in diesem sehr düsteren, traurigen Märchen. Und ja, ich mag Schattenkriege mittlerweile sehr. 🙂

 

In der Reihe gibt es außerdem noch diese ‘vergessenen’ Nebencharaktere

 

Charaktere, die man nicht braucht, hat eine kritische Stimme sie genannt. Sie haben keine Relevanz und hätten gar nicht erst mit nach Erui kommen müssen.

Stimmt!

Lena und Nina sind furchtbar. Ich hasse sie und ich hasse die Stellen mit ihnen. Aber sie waren notwendig.

Der Stern gibt ja viele seiner Geheimnisse nur zwischen den Zeilen preis. Zu diesen beiden sei folgendes gesagt: Ich glaube, – nein, ich weiß -,  dass es tatsächlich so oberflächliche Menschen gibt, dass sie durch ein magisches Portal in eine phantastische Welt gelangen könnten, sie könnten sehen, wie diese durch Hass, Bosheit und Niedertracht, Oberflächlichkeit, Kälte und Gleichgültigkeit fast zerstört und von wahrer, reiner Liebe gerettet wird, und dennoch würde es für sie und ihre Art zu leben nicht, aber rein gar nichts ändern.

Es gibt sie. Leider. Darum gibt es auch immer noch den Schatten. Aber im Stern steht es ja:

 

Gib die Menschen nicht auf. Die Träume in ihren Herzen können so mächtig sein. Sie müssen es nur erst begreifen.

 

Soweit erstmal von mir.

 

Habt einen schönen Abend. 🙂

 

Eure Sylvia

Lasst uns doch über Literatur reden! – Von Sinn und Unsinn gängiger Bewertungssysteme

Da stellt sich doch erstmal die Frage, was ist Literatur denn überhaupt?

Ich bin ja nur Phantastikautor (Vorsicht Ironie), darum musste ich das erstmal in Wikipedia nachschlagen. Hier aber mal zitiert für alle, die jetzt nicht mühsam auf den Link klicken wollen:

 

Literatur ist seit dem 19. Jahrhundert der Bereich aller mündlich (etwa durch Vers­formen und Rhythmus) oder schriftlich fixierten sprachlichen Zeugnisse. Man spricht in diesem „weiten“ Begriffsverständnis im Hinblick auf die hier gegebene schriftliche Fixierung etwa von „Fachliteratur“ oder, im Bereich der Musik, von „Notenliteratur“ (Partituren) bzw. ganz allgemein von „Literatur“ im Sinne der Gesamtheit oder von Teilen schriftlich notierter Musik.

Die öffentliche Literaturdiskussion und -analyse ist demgegenüber seit dem 19. Jahrhundert auf Werke ausgerichtet, denen besondere Bedeutung als Kunst zugesprochen werden kann, und die man im selben Moment von Trivialliteratur und ähnlichen Werken ohne vergleichbare „literarische“, sprich künstlerische Qualität, abgrenzt. Die Literatur zählt zu den Gattungen der Kunst.

Wie ihr schon seht, ist diese Definition noch gar nicht so alt. Wenn man mal bedenkt, dass die Menschen schon geschrieben und auch aufgeschrieben haben, seit die alten Sumerer die Keilschrift erfanden. Was aber auf jeden Fall aus der obigen Definition anklingt, ist die Unterscheidung von Schrifttum in Triviales (Trivialliteratur) und eben die Hochliteratur. Und ja, auch hier würden jetzt einige ‘echte’ Literaturkritiker sagen, dass ich als ‘Fantasy-Schreiber’ aufhören müsste mitzureden. Punkt.

 

Aber ihr kennt mich ja mittlerweile und ich kann mein Klappe eben doch nicht halten.

Darum dürft ihr auch den Rest dieses Traktates noch ertragen. Und warum? Na, weil ich heute in der Mittagspause eine wundervolle, von meiner Seite aus nicht sehr heftige, aber umso anregendere Auseinandersetzung mit einer Kollegin hatte. Es ging schlicht um ein paar Rezensionen, die mir sauer aufstießen und ihr nicht.

Aber eben nicht, wegen den Sternen, die vergeben, oder nicht vergeben wurden. (Sterne habe ich doch zur Genüge und produziere ständig nach 😉 ) Nein. Gerade, dass es bei heutige Bewertungen eben nur um dieses starre 5-Sterne-Modell geht, und nicht über die Auseinandersetzung mit Texten, das stört mich. Das stört mich gewaltig. Wenn einer einfach sagt: Boah, die Story ist nix für mich. Dann ist mir das doch egal. Ich schreibe doch für alle die, die sich in meinen Texten wiederfinden. Und manchmal überrascht es mich dann sogar, wer das alles so ist.

 

Doch noch einmal zurück zu den 5 Sternen.

Die vergibt jeder ja nach einem anderen Schema. Manche vergeben fast nie 5 Sterne. (Außer für Harry Potter, Herr der Ringe und Fifty Shades of Grey, versteht sich.) Und manche vergeben nur fünf Sterne, denn alle anderen Bücher sind es gar nicht wert, dass man ihnen eine Rezension widmen, oder aber, sie wollen nicht dran schuld sein, dass sich aufgrund der Kritik irgendwo ein sensibler Autor erhängt, oder aber, weil sie wenig anspruch an Bücher haben, oder weil sie grad nur die lesen, die eh gut sind.

Ihr seht, es gibt eine Millionen Gründe und Möglichkeiten, wie in dem gängigen fünf-Punkte-System bewertet werden kann. Ich selbst habe mit dem Ende meines Elfenbeinturm-Daseins (Damit meine ich die Veröffentlichung von Heimkehr) in den letzten zwei Jahren eine ganz schöne Wandlung meines Lese- und Rezensionsverhaltens durchgemacht. Und ich bin mittlerweile der Meinung: Autoren sind die schlechtesten Kritiker. In jeder Hinsicht.

Aber warum denn das?

Na, ganz einfach. Ein Autor ist NIEMALS neutral. NIEMALS. Erstens sind die meisten immer mit dem Kopf in den eigenen Werken. Was es unendlich schwer macht, sich überhaupt auf fremde Gedankenwelten einzulassen. Dann hat man anfangs wohl immer das Bedürfnis, in den Krümeln zu wühlen. Also sprich: man will etwas finden, das einem selbst an einem guten und emotional aufwühlenden Buch nicht gepasst hat, denn es gibt einem innerlich  das befriedigende Gefühl, dass selbst ganz große Nummern unter den Autoren Fehler machen und dann fühlt man sich nicht mehr ganz so klein und unbedeutend. Dann gibt es noch den Schlag Autoren, die Kollegen prinzipiell nie schlecht bewerten. Angst vor ‘Rache-Rezis’, Kollegialität, man will niemandem auf die Füße treten, man fühlt sich verpflichtet – es gibt Millionen (schlechte) Gründe dafür.

Manchmal macht man auch all das als Phasen eines Entwicklungsprozesses durch und gehört bald zu der einen, bald zu der anderen Gruppen, bis man irgendwann aufhört, Rezis für Kollegen zu schreiben …

… denn egal, was man macht, es ist immer falsch.

Ich bin mittlerweile für mich an einem Punkt angekommen, an dem ich dieses völlig unzureichende 5-Sternesystem nehme und damit nicht die Qualität eines Buches bewerte (denn das lässt sich weiß Gott nicht in 5 lächerliche Sterne packen). Nein. Wenn ich bewerte, dann bin ich mir dessen bewusst, dass andere das vielleicht sehen. Es ist also erstens eine Empfehlung von mir an vielleicht künftige Leser eines Buches. Somit schreibe ich im Hinblick auf das, was wichtig wäre, über das Buch zu wissen.

Gleichzeitig ist es aber auch (oft das einzige) Feedback, das ein Autor für seine Mühen, seinen Schweiß, seine kreativen Zusammenbrüche, sein Künstlerblut und seine Tränen bekommt. Also sollte ich beim Schreiben schon auch an denjenigen denken, der es ‘abkriegt’. Dazwischen nun die Balance zu finden und dennoch ehrlich zu bleiben, ist das Schwerste an der ganzen Sache.

Und dann kriege ich nur 5 verdammte Sterne!!!

Also zum Vergeben und differenzieren meine ich jetzt.

Was bei mir immer raus fliegt, ist die Coverbewertung. COVER! Darüber schreibe ich mal nen eigenen Beitrag. Aber eigentlich ist ein Buchcover nur ein Werbeschild und kein Qualitätsmerkmal eines Buches. (In der Trivialliteratur mag es vielleicht kaufentscheidend sein, aber darum geht es nicht.) Meinetwegen kann ein Autor seine Werke in Alditüten wickeln. Ich will ja was lesen, das mich begeistert und nicht ein schönes Bild in der Hand halten, das dazwischen 400 Seiten Müll enthält, weswegen ich es mir schlecht im Querformat an die Wand hängen will.

Sicher gehört zu einem guten Buch ein schönes Cover, das neugierig macht und eine Geschichte erzählt. Aber das Wertvolle befindet sich zwischen den Klappendeckeln.

Darum mache ich es mir seit geraumer Weile einfach.

Der innere Autor bleibt beim Lesen daheim. Und wenn ich das nicht kann, dann wird nicht gelesen. Was mich dann berührt, was mich fesselt, was mich aus irgendeinem Grund bei der Stange hält und mir ein Schmunzeln entlockt, mich zum Nachdenken oder zum Staunen bringt und ganz selten auch mal zum Lachen oder weinen, das hat es verdient, eine gute Bewertung zu kriegen. Allgemein gängig sind 4-5 Sterne.

Sogar 3 sind ja schon ‘kritisch’. Wobei 3/5 noch mehr als die Hälfte sind. Aber kann man sich drüber streiten. Bei vielen heißen 3 Sterne schon: “Ich fands total doof, aber wenn ich weniger gebe, wird mir nachgesagt, böse Verrisse zu schreiben.”

Und genau das ist der Punkt, der an ‘Rezensionen’ nervt.

Die meisten beginnen mit der Beschreibung des Covers und ziehen dann bei nicht Gefallen gleich einen Punkt ab. Scheißegal, wie gut das Buch gewesen ist. Wenn wir uns allein nur in Trivialliteratur bewegen, mag das vielleicht angeht, denn es geht ja allgemeinhin um den Unterhaltungswert und da spielt die Optik dann vielleicht doch eine Rolle. Aber ist die Haptik dann nicht ein ebenso großer Punkt? Und wenn ich dann als Print-Liebhaber gezwungen bin ein geiles Buch auf dem E-Reader zu lesen, weil es als Print nicht existiert, ziehe ich dann gleich mal nen Stern ab, weil ich es nicht anfassen kann? (Ja, ich höre euch schon ‘Schwachsinn!’ rufen 😉 )

Was bei all dem aber auf der Strecke bleibt, ist die wirklich echte literarische Diskussion.

Vereinfachen wir uns mal die Definition vom Anfang und sagen: Trivia will nur eine Geschichte erzählen. ‘Echte’ Literatur will darüber hinaus noch mehr.

Dann kommen wir doch in beiden Fällen erstmal zur Geschichte, dem sprichwörtlichen Kern des Pudels. Denn die für mich wirklich wichtigen Fragen bleiben nur allzu oft offen. Wie wird den erzählt? Wer erzählt? Erzählperspektive – die oft genug nicht richtig zugeordnet wird – und wenn, dann stellt niemand die Frage, warum der Autor diese Perspektive gewählt hätte und nicht eine andere. Geht es denn wirklich nur um die Geschichte? Oder gibt es am Ende doch noch etwas zwischen den Zeilen zu finden?

Und dann der Schreibstil. “Lässt sich gut und flüssig lesen.” Das ist das höchste der Gefühle, was ich auf Buchblogs finde. Aber verdammt!!!

Da ist doch noch so viel mehr.

Manche Autoren verzaubern mit Bildhaftigkeit, ohne blumig zu werden. Manche sind blumig und es ist dennoch toll. Manche benutzen wenig Worte und erzählen doch ganz viel. Jeder schreibt anders. Oder zumindest sollte jeder anders schreiben. Denn wenn ich einen Autor vom anderen nicht an der Sprache unterscheiden kann, dann ist es wohl wirklich nur eine Geschichte um der Geschichte willen und ich kann bei den ausführlichen Coverdiskussionen in Pastell bleiben.

Ja. Ihr seht schon. Ich frage mich oft genug, ob da denn nicht noch mehr ist.

Buchbloger gibt es so viele, und zu lesen, um unterhalten zu werden, ist keine Schande. Aber fast jeder hat im Profil stehen, er liebe Literatur.

Dann ihr Lieben, lasst uns doch anfangen, über Literatur zu reden. Differenziert. Stellt die Fragen, die sonst keiner stellt. Taucht zwischen die Zeilen. Lernt, den Klang der Wortmelodien zu hören, die mancher Autor mit der Partitur der Worte zu spielen in der Lage ist.

Und dann brechen wir aus aus diesem Schema von 1-5 Sterne. Denn seien wir ehrlich: Manches Buch hätte 6 verdient und manches in unseren Augen nicht mal einen. Oder?

 

Einen schönen Abend.

 

Liebste Grüße,

 

Eure Sylvi

 

.P.S. Wer sich fragt, warum eine Katze das bild dieses Artikels geworden ist: Cat-Content! 😉 Vielleicht habe ich ja damit eure Aufmerksamkeit. 😉

 

Schreibtagebuch – wenn die Muse heimkehrt

Huhu ihr Lieben!

 

Es ist Freitag und eigentlich ist derzeit viel los. Mittwoch war ich sehr niedergeschlagen aus unendlich vielen Gründen. Aber der Donnerstag hat alles wieder wett gemacht. Eine Menge Unklarheiten sind aus dem Weg geräumt und was passiert immer, wenn mein Kopf entspannen kann?

Genau!

 

Die Muse ist wieder bei mir eingezogen.

Heute früh weckte sie mich mit einem wundervoll feurigen Dialog zwischen Gwendolyn und Thoran. Also bin ich direkt vor der Arbeit noch an den PC und habe eine Runde geschrieben. Auch jetzt arbeitet es fleißig und so langsam fügen sich die ganzen kleinen Steinchen in meinem Kopf zu dem großen und – hoffentlich – wundervollen Gesamtbild der neuen Erui-Trilogie “Das Herz des blauen Drachen” zusammen.

 

400 Seiten schon geschrieben – vermutlich noch 1000 vor mir!

Wie das mit Erui ja immer so ist, wird auch das hier diesmal keine kleine Geschichte. Wer meine Seite schon ein wenig länger verfolgt, der weiß ja, dass es sich um die zeit drehen wird, als die zweite dunkle Zeit in Erui endete, als Gomar die Macht im Norden übernommen hatte, Thoran Blaudrache seinen Schwur einlösen musste und die Ewigen Wächter aus der Sternenlied-Saga noch jung und teilweise sehr unbedarft waren.

 

Ein ganz neues Licht für altbekannte Protagonisten.

es ist damit unglaublich spannend, herauszufinden, wo Gwendolyn, Mendric, Luani und Ariman eigentlich herkamen. Was ihre Wünsche und träume waren und wieso sie irgendwann Wächter wurden. Gerade Gwen mochten ja die wenigsten am Ende der Sternenlied-Saga, und haben das Ende sogar begrüßt, dass ich ihr schrieb.

Für mich war das damals ein schwerer Schritt, denn ich hatte ja schon immer im Kopf, woher sie einmal kam und welcher Weg hinter ihr lag. Ein Mädchen voll Träume und Wünsche, das ähnlich meiner Heldin Fenia eine einzige große und wahre Liebe gekannt hat. Aber keine Sorge, um Liebe wird es nicht gehen.

 

Ein neuer Epos entsteht

Ich will euch Erui von einer ganz anderen Seite zeigen. Denn nein, früher war nicht alles besser. Und es gibt so viele Geschichten, die ihr sehen müsst! Ich selbst stehe immer wieder staunend, wenn ich neue Bruchstück von meiner Muse ins Ohr geraunt bekomme und es fühlt sich wieder an wie damals, als ich den Stern schrieb.

Erui lebt! Wirklich. Ich habe das Gefühl, dass ich mir das nicht alles ausdenke, denn es ist so groß und gewaltig und oft genug überraschend und ich würde euch so gern schon mitnehmen. Aber es wird wohl noch eine ganze Weile dauern. Ihr kennt mich ja. auf die Frage “Dürfen es auch 200 Seiten mehr sein?” würde ich nie mit Nein antworten.

Der erste teil “Ein uralter Schwur” ist ja im Nano 2015 schon ganz gut gewachsen. Da muss ich jetzt aber viel polieren und die Lücken auffüllen. Das Ende für die ganze Reihe kenne ich dabei schon und habe auch den Epilog bereits geschrieben. Der ist tatsächlich eher ein Schmankerl für jene, die den Stern gelesen haben. Denn ja, so ein klein bisschen nehme ich euch mit zurück zu den Helden, die ihr kennen und hoffentlich auch lieben gelernt habt.

 

Also dann. Jetzt muss ich aber wieder Schreiben. Habt einen schönen Freitag und ein tolles Wochenende.

Backe, backe … Drache! – Die Buchmesse kommt näher

Nur noch 4 Tage bis zur Buchmesse in Leipzig!

Es ist ganze 18 Jahre her, dass ich das letzte Mal durch diese Hallen gewandert bin. 18!! … Das ist mehr als mein halbes Leben.

Damals war ich noch jung und überoptimistisch und glaubte, mit Bücherschreiben könne man viel Geld verdienen. Ich las zum ersten Mal vor Publikum aus meinem Kinderbuch. Und für ein paar Stunden war da wirklich die Illusion, dass ich nun schon ein echter Autor sei. … Mit 13.

Dann kam das Erwachen. Und ich begriff, Verlag ist nicht gleich Verlag. Und nur ein halbes Jahr später, als Erui in meinem Kopf einen Namen bekam und ich eigentlich nur noch beschämt an die erste Veröffentlichung dachte, war da auch der Gedanke: Nie wieder Buchmesse!

Aber es kommt immer anders …

IMMER!

Auch vor knapp zwei Jahren, als meine Sternenlied-Saga mit ihrem ersten Teil ‘Heimkehr’ als Ebook erschien, war ich noch weit davon entfernt überhaupt über einen Messeauftritt nachzudenken. Ich hatte ja nicht einmal vor, das Buch drucken zu lassen. Ebook. Fertig.

Dann lernte ich Sabrina kennen. Und auf einmal habe ich Interviews gegeben, mich mit ihr vor eine Kamera gesetzt und ihr zuliebe gewagt, den Stern in ganz neuem Gewnd in Druck zu geben. Und jetzt … jetzt hat sie mich wortwörtlich auch auf die Buchmesse geschleift.

ABER: Ich bin nicht böse drum. Ich bin dankbar. Unendlich. Denn bisher hat alles, was wir gemeinsam geplant und unternommen haben immer so wahnsinnig viel Spaß gemacht. Egal, wie viel Angst ich vorher hatte.

Darum: Die Messe wird großartig. Und um auch ein bisschen was dafür zu tun, habe ich mich jetzt gestern den Tag in die Küche gestellt und für euch Messe-Goodies gebacken. Und was wohl?

Genau: Drachen, Einhörner und Sterne.

 

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Dann wollen wir mal!
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Erste Ladung: Vanille-Sterne
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Zweite Ladung: blaue Drachen (Vorsicht! Sie verlieren leicht den Kopf. 😉 ) 
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Nach der dritten Ladung (Erdbeer-Einhörner) geht es ans Verpacken.
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Fertig
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Natürlich mit Lesezeichen.
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Auch die Rückseite ist schön (da sind noch die alte Ebook-Cover drauf. Rarität! ) 
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Erster Korb
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Und weiter gehts! 
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Kekstüten und Gewinne für Samstag! Und Fee will so gerne probieren. (Japp, in den unscheinbaren Pappröhren sind Poster für euch. 😀 ) 

Mit Sylvia auf Klettertour

MIIIAU!!

Heute schreibt hier mal Tom. Denn was wir grade erlebt haben, war der WAHNSINN!

Glaubt ihr nicht? Na, ich fast auch nicht. Darum muss ich euch berichten. Wie gut, dass diesmal die kleine silberne Kiste mit war. Darin kann man die Welt festhalten und später wieder anschauen. So kann ich unseren Ausflug jetzt auch mit euch teilen. Es war phänomenal. Ehrlich!

 

Alles fing mit einem ausgedehnten Mittagsschläfchen an

Gut, zugegeben. Ich bin nicht der Zuverlässigste zurzeit. Manchmal muss mein Frauchen zwei Tage auf mich warten. Aber die letzten Tage war so schöner Sturm. Da MUSSTE ich den Wind fangen. Geht einfach nicht anders. Heute Früh schien aber die Sonne und so bin ich heimwärts. Meine Leute waren soooo froh, dass ich mal wieder nur das feinste Fresschen bekam. Dann hab ich mich hingehauen.

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Frauchen war Mittags ein bisschen da. Wir haben sogar gekuschelt. Aber wie immer musste sie weg. Allerdings kam sie heute nachhause, bevor ich wieder aufgewacht war. Ich habe die schritte vor der Tür gleich erkannt. Es gab schon wieder Essen! Und dann – klar – raus. Die Sonne ging jja schon unter. Da muss man doch los, um seine Besitzansprüche in der Nachbarschaft kalrzumachen. Aber oh! Warte! Sie hat ja noch Schuhe an. Und den Schlüssel in der Hand. Und sie greift nach der silbernen Klickkiste. Heißt das … ? Heißt das etwa ..?

 

Ha, da hat sie mich auch schon gerufen!

 

Und los ging’s. Vorbei an den ersten Frühblühern.

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Über die Straße

 

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und husch auf die Wiese:

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In der Ferne konnte ich ihn sogar schon sehen: Meinen Baum! 

Wer ihn da gepflanzt hat, weiß ich nicht. Aber er ist toll. Nein. Er ist ober-, über-, mega-, hammer-, spitzenklasse! Habt ihr so einen tollen Baum schon mal gesehen?

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Und dann gab es natürlich kein Halten mehr!

Ich musste rauf auf den Baum. Alles erst einmal markieren. Mich herumrollen. Oh es ist so schön hier. Man kann so weit schauen.

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Und natürlich kann man drauf rumklettern.

Einen Kletterbaum habe ich ja auch zuhause. Aber der ist doch nur winzig klein, verglichen mit diesem hier. Wenn ich hier tobe, dann werde ich ganz wild und will Kratzen und Beißen und Fangen und Nachlaufen auf den Ästen spielen.

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Am Ende will ich immer gar nicht wieder gehen.

Aber irgendwann muss ja mal Schluss sein. Also noch ein bisschen die letzten Sonnenstrahlen genießen. Es wird wieder mal einen Tag geben, an dem wir hier spielen gehen.

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Auf bald.

 

Euer Tom.

Monatsbericht Februar – Der Stern von Erui auf Höhenflügen

Ein turbulenter Monat voller Lurche und Sterne ist zu Ende!

Wenn ich zurückdenke, dann läuft bei mir seit August alles auf Hochtouren, was die letzten Pläne sowohl für die Erui-Reihe als auch für den Axolotlkönig betrifft. Für mich hieß das: auf zwei Hochzeiten gleichzeitig tanzen. Buchsatz und Coverentwicklung für Sternenstaub, während der Lurchi ja noch zu schreiben war. Schließlich kamen Messeauftritte, Lesungen, die Printveröffentlichung von Sternenstaub und das Bekanntgeben der Märchenspinnerei.

Alles drehte sich immer um beide Projekte gleichzeitig, und als im Januar dann von Amazon die Meldung kam, dass Schattenkriege, Sternenstaub und die Gesamtausgabe des Sterns Teil des Indie Lesefestivals werden sollten, war auch klar, dass sich dieser Tanz bis in den Februar weiterziehen würde.

 

Axolotl Frontpage Teaser

 

Ein fulminanter Start mit dem Lurch, ein wundervoller Abschluss für den Stern.

Mitte Februar war es dann so weit. Der Axolotlkönig, erster Band der Märchenspinnerei, erblickte das Licht der Welt. Anders, als beim Stern zuvor fieberte ich dem nun nicht mehr allein entgegen, sondern mit meinen elf Kolleginnen zusammen. Auch die ersten Urteile unserer Märchenfeen standen aus und es war ein gespanntes Warten.

Dass Fynns und Leonies Geschichte dann tatsächlich so viel Anklang fand und von unseren Feen rundum positiv aufgenommen wurde, hat mich wahnsinnig gefreut. Auch wenn im Axolotlkönig keine 12 Jahre meines Lebens stecken, er nicht als lebendige unerschöpfliche Welt einen ganzen Teil meiner Gedanken bevölkert, so ist mir die Geschichte doch ans Herz gewachsen, und klar freut positives Feedback dann umso mehr.

In der letzten Februarwoche kam dann schließlich die Stunde des Sterns. Von anderen Autoren hatte ich schon sehr durchwachsene Erfahrungsberichte über das Lesefestival gehört. Die Einzelbände zuvor verkauften sich zwar deutlich mehr, als ohne die Preisreduzierung, es unterschied sich aber kaum von üblichen Aktionen.

Darum war ich fast sprachlos, als gleich am ersten Tag der Aktion die Zahlen für die Gesamtausgabe explodierten. An einem Tag so viele Verkäufe, wie üblicherweise umgerechnet in einem halben Monat! Das war der Wahnsinn und ich habe überhaupt nicht damit gerechnet.

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Ein wenig Ruhe und Erholung – und dann der rote Mantel und die Buchmesse

Natürlich lief durch das Indie Lesefestival und den Erfolg des Sterns mein Kanal auch auf Hochtouren. Aber ihr wisst ja. Ich bin kein Mensch, der sein ganzes Leben online ausbreiten mag. Und die sozialen Netzwerke fressen auch immer viel Zeit. Darum werde ich mich nun in den ersten Märzwochen ein wenig zurückziehen.

In der Märchenspinnerei gehört dieser Monat ganz meiner wundervollen Kollegin Barbara Schinko, auf deren roten Mantel ich mich schon unendlich freue. Auch, weil ich glaube, dass Mantel und Lurch zusammen einfach wundervoll aussehen werden. 😀 Und nicht zu vergessen steht ja dann auch schon die Buchmesse an. Dort könnt ihr mich an allen vier Tagen treffen. Lurch und Stern habe ich natürlich für euch dabei. Wir können quatschen und uns austauschen und ich verspreche, ich signiere euch alles, was ihr haben wollt. 😉

 

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Bis dahin also alles gute, ihr Lieben.

 

Sylvia

 

Schatz auf der Festplatte – Ur-Version des neuen Erui Romans

Guten Morgen ihr Lieben,

 

Der Einstieg ins Schreiben beginnt bei mir immer mit der Ur-Verseion

Während der Axolotlkönig sich so langsam in die Herzen von immer mehr Lesern schleicht, ruft nach meinem Herz derzeit Erui wieder ganz laut. Die Muse, die mich nach dem letzten NaNoWriMo total im Stich gelassen hatte, klopft seit einigen Tagen wieder an. Erst recht zaghaft, doch mittlerweile zieht sie meine Aufmerksamkeit mit voller Macht zurück in meine geliebte Gedankenwelt.

Ein wenig schwankt das wankelmütige ding dabei zwischen “Das Blut der alten Zeit” und “Das Herz des blauen Drachen”. Da allerdings auch Kreativität ein bisschen Disziplin braucht, und der Termin für das Cover-Making vom Drachenherz schon feststeht, will ich zuerst die Geschichte der vier Heiligen Wächter weiterschreiben.

 

100.000 wirre Worte, die nun geordnet werde müssen.

Im NaNo 2015 habe ich dieses Projekt ja begonnen. Es hat sich damals einfach richtig angefühlt, obwohl “Sternenstaub” noch gar nicht fertig war und somit die Sternenlied-Saga noch ihren Abschluss brauchte.

Das war aber gar nicht schlimm. Im Gegenteil. Beide Projekte gleichzeitig zu schreiben gab mir die Möglichkeit, mich mit dem Werdegang der Figuren zu befassen, die am Ende so essentiell am Schicksal meines Sterns mittragen. Die Wächter bleiben dabei im Hintergrund. Gerade Gwendolyn verliert im letzten Band deutlich an Sympathie. Nicht allerdings bei meiner Protagonistin.

 

Als Fenia erkennt, was Gwendolyns Handeln antreibt, konnte auch ich ihr nicht mehr böse sein.

 

Die Herrin von Nualschadan war von Anfang an als ambivalente Figur geplant, die mehr oder weniger ihrer eigenen Agenda folgt. Auch wenn sie große Macht hat, fehlt ihr doch letzten Endes das völlige Vertrauen in den Himmel, in ihre Welt und auch in Fenia. Das macht sie zu Fenias größter Bedrohung, denn ohne Gwens Handeln hätte der Schatten nicht erneut Einfluss über den Stern gewonnen.

Dabei hat Gwen ein gutes und mildes Herz. Sie ist liebevoll und sorgend. Ihre Familie stand einst bei ihr an erster Stelle.

 

Wichtig war für mich, dass ich selbst begriff, was Ewigkeit bedeutet.

Ewige Herrin. Ewige Wächter.

Gefangen im Fluch des Himmels, den sie sich selbst aufluden.

Zunächst einmal klang das alles fern. Aber je mehr der Sternenstaub damals seiner Vollendung entgegenstrebte, umso mehr führte es mich auch in jene Tage, als Mendric ein junger Mann gewesen ist. Mächtig, kraftstrotzend. Erwählt und sorgfältig vorbereitet für die Aufgabe, die ihm zuteil wurde.

Gwen, das junge Mädchen. Unsicher und verloren. Schon mit so viel Leid und so viel Schuld beladen trifft ihn, den Mentor. Doch es kommt alles ganz anders. Es ist der blauen Drache, der das Feuer in Gwens Seele weckt und ihr hilft, ihre Stärke zu finden.

Es hat sich eine ganz eigene Dynamik zwischen diesen Figuren entwickelt, die sich kaum in zwei Sätzen zusammenfassen lässt.

 

Die Essenz der Geschichte lag allerdings schon in der ersten Version, die ich vor 6 Jahren begann.

 

Vor  rund 6 Jahren hatte ich allerdings schon einmal eine Version begonnen. Da war mir gerade klargeworden, welchen Weg Gwen hinter sich hatte. Warum ihre Macht und ihr Streben sie stets in die falsche Richtung führten. Von dieser Version ist nicht mehr übrig geblieben, als das Gefühl, das mir Gwen damals vermittelt hat. Dennoch möchte ich sie euch nicht vorenthalten.

 

1.

Ich weiß noch, es war kurz nach meinem sechzehnten Geburtstag, als sie mich einweihten. Ich hatte meinen nunmehr zwanzigsten Sommer in Nualschadan verbracht und ich wusste, der Tag meiner Weihe lag nicht mehr fern.

Dennoch wollte Ada mich wissen lassen, welcher Weg mir bevorstand, ehe ich mich endgültig für die Gemeinschaft entschied. Nach diesem Scheideweg, würde es kein Zurück mehr für mich geben. Dessen war ich mir bewusst. Ich war mir allerdings auch ganz sicher, dass es kein Geheimnis der Welt gab, welches mich davon abgehalten hätte, Priesterin in der Gemeinschaft des Mondes zu werden.

Ich war als drittälteste von sieben Schwestern in einer kleinen Siedlung in den westlichen Bergen zur Welt gekommen. Als ich zehn war starb meine Mutter bei der Geburt der jüngsten, Ilani. Vater hatte es schwer, uns alle durch diesen ersten Winter zu bringen. Wir wurden alle schlimm krank. Solja und Niska, meine älteren Schwestern starben an dem Fieber, Liri im Frühjahr darauf an der Unterernährung.

Ich tat mein Möglichstes, doch ich konnte ihnen nicht helfen. Als Vater im Jahr darauf in den Bergen verunglückte, während er die Ziegen zu ihren Weiden auftrieb, und wir in die größere Siedlung am Rand der Berge zogen, hörte ich das erste Mal von den heiligen Schwestern.

Die Gabe zu heilen faszinierte mich so sehr, wie die Aussicht darauf, die Elemente zu kontrollieren.

Wie viel einfacher würde es für mich werden, meine drei kleinen Schwestern zu versorgen. Einmal als Schwester der Gemeinschaft zurückgekehrt, würde ich großes Ansehen genießen und gutes Geld verdienen können mit meinen Fähigkeiten.

Das zumindest war mein Plan. Die altruistische Einstellung der meisten Ordensmitglieder hatte in all den Jahren nicht auf mich abgefärbt und ich sah den Weg einer Priesterin mehr als Beruf, nicht als Berufung.

Somit schockierte mich umso mehr, was die ältere Schwester mir zu sagen hatte:

Du bist ein kluges und fleißiges Mädchen, Gwendolyn, das brauche ich dir ja sicher nicht sagen.“

Ich nickte stumm. Ich ahnte es schon seit einem halben Mond und nun, da sie es mir tatsächlich verkünden würden, saß ich einfach nur still und hörte, ohne sie zu unterbrechen.

Du weißt sicher auch, warum ich heute mit dir spreche.“

Wieder nickte ich bloß. Sag es, dachte ich ungeduldig. Sag es doch endlich.

Du hast bei uns alles gelernt, was wir dich lehren konnten. Du hast Demut und Genügsamkeit bewiesen und der Lohn soll nun nicht ausbleiben. Wenn der Mond sich das nächste Mal rundet, wirst du in den Kreis der heiligen Schwestern aufgenommen werden.“

Nur kurz flog ein Lächeln über mein Gesicht, denn auch das hatte man mich gelehrt: Man musste sich immer in der Kontrolle haben. Gefühle durften einen nicht regieren.

Ja, die alte Ada hatte mit mir eine der gewissenhaftesten Schülerinnen gehabt. Ich ließ, die Pause, die Bergund mir gab, um etwas zu sagen, also ungenutzt verstreichen und atmete nur innerlich erleichtert auf. Ich hatte mich so sehr auf zu Hause gefreut. All die Sommer. Kein anderer Wunsch in mir war so glühend gewesen.

Die Priesterin vor mir, die uns allen nur als rechte Hand Adas und Stimme der Mondmaid bekannt war, sah mich lange prüfend an.

Willst du denn gar nichts weiter dazu sagen, Kind?“, fragte sie und ich sah irritiert in die faltigen grauen Augen. So fürsorglich kannte ich sie gar nicht.

Was gibt es da zu sagen? Das ist es, wofür ich her kam. Ich hatte nie einen Grund daran zu zweifeln, dass ich meinen Weg gehen würde.“

Nein, Gwen, das hattest du gewiss nicht.“

Nachdenklich wanderten ihre Augen zum Tempel, hinter dem eine flammende Sonne sich gerade zur Nachtruhe neigte.

Ich habe mich in all den Sommern, die du bei uns bist nur manches Mal gefragt, warum du zu uns kamst.“

Ich verstand ihre Frage nicht. Hatte ich ihr das nicht gerade gesagt?

Du wolltest Priesterin werden, gewiss. Doch wieso?“

Ich schwieg. Ada hatte das damals nicht wissen wollen und ich hatte nur allzu gern darauf verzichtet, es zu erläutern.

Gwen, auch wenn die Herrin nie fragte, so weiß sie wohl, wie es um dein Herz bestellt ist.“

Komisch, dass sie stets genau meine Gedanke aufgriff. Ich begann zu ahnen, dass Bergund die Kräfte nutzte, die sie innerhalb der Gemeinschaft so besonders machten, und ich wurde wütend. Man hatte mich nie gelehrt, meinen Geist gegen den Zugriff von außen zu verschließen. Doch ich entsann mich auch meiner Ausbildung. Vielleicht, so dachte ich, war dies ein Test, ob ich mich tatsächlich unter Kontrolle hatte.

Ja, so musste es sein.

Mein Zorn ebbte also ab und ich fragte, ohne eine Miene zu verziehen: „Warum sprecht ihr nicht offen, wenn ihr auf etwas bestimmtes hinaus wollt?“

Wieder musterte sie mich mit diesem langen durchdringenden Blick. Fast kam es mir vor, als wäre ich ihr unheimlich.

Nun, ich verstehe dich zwar nicht immer, Kind, doch ich verstehe die Wahl meiner Herrin nun immer mehr. Du bist für dein Alter unglaublich diszipliniert. Dein Geist ist stark. Dennoch scheinst du nicht den Ehrgeiz zu besitzen, den ich bei anderen unserer Novizinnen beobachten konnte. Ada hat Recht. Du bist schon fast zu perfekt.“

Ich nahm ihre Worte als Lob und wartete gespannt, was weiter kommen würde, denn offensichtlich war da noch mehr, als nur meine Weihe, die sie mir verkünden wollte.

Ich sehe das wohl anders, als die Herrin, denn ich sehe in dir zwar Fleiß und Strebsamkeit, doch keine Hingabe. Du magst alles können, was eine Priesterin kann. Du hast alle Fähigkeiten, die wir fordern. Doch sehe ich dich nicht im Dienst der Allmacht des Himmels.“

Diese harsche Kritik kam unerwartet und ich wollte protestieren, doch sie ließ mich nicht zu Wort kommen.

Lass gut sein, Gwen. Du brauchst nicht fürchten, ich stünde deinem Wunsch im Wege. Im Gegenteil. Auch wenn ich in dir das Licht unseres Glaubens nicht brennen spüre, so muss ich mich doch dem Willen der Herrin beugen. Viel mehr noch als das, muss ich mich auch dem Willen der Mondmaid beugen. Deine Weihe Gwen, wird keine normale Weihe werden. Denn gestern Nacht offenbarte sich mir dein Weg.“

Ich schluckte. Bergund sah nicht den Weg jeder Priesterin voraus. Denn nicht jede von uns war wichtig. Mir schwante nichts Gutes.

Gwendolyn, was Ada schon lange ahnt, das habe ich im Willen der Mondmaid bestätigt gefunden. Zum nächsten Vollmond soll mit deiner Weihe der Weg der nächsten Hohepriesterin für dich beginnen. So will es die Herrin des Mondtempels, so will es der Himmel höchstselbst. Ich hoffe du weißt, welche Ehre das für dich bedeutet, und welch große Aufgabe dir damit anvertraut wird.“

Damit stand Bergund auf und ließ mich allein auf der Bank vor dem Haus der Schülerinnen zurück.

Im ersten Moment waren meine Gedanken viel zu überrumpelt, um fassen zu können, was sie mir da gerade eröffnet hatte. Ich saß einfach da und starrte auf meine Fußspitzen. Dann mit einem Mal kam die Erkenntnis bei mir an. Mein Herz tat einen Sprung.

Ich, die nächste Hohepriesterin? Herrin von Nualschadan?

Aber das ging doch nicht!

Ich wollte aufspringen und ihr hinterherlaufen. Meine jungen, flinken Beine hätten die ältere Frau im Nu einholen können. Ich tat es aber nicht. Die eiserne Disziplin, die man mir beigebracht hatte, hieß mich stillhalten.

Wenn es Adas Wille war, musste ich mich dem fügen. Ich hatte diesen Weg schließlich eingeschlagen, somit gab es auch kein Zurück.

Außerdem, beruhigte ich mich selbst, konnte ich meinen Schwestern nicht noch besser helfen, wenn ich nicht bloß Priesterin, sondern Hohepriesterin werden würde?

Mit diesen Gedanken zog ich das blaue Tuch um meine nackten Schultern. Der Abendwind war kühl geworden und die dünnen Roben, die wir Schülerinnen trugen wärmten nicht mehr zu dieser Jahreszeit.

Es war wirklich Zeit für mich, sie zu wechseln.

Erste Versuch “Das Herz des blauen Drachen” von 2011

Es macht wirklich Spaß und hilft einem, den Fokus zu finden, wenn man sich selbst mit der Entwicklung der Geschichte im eigenen Kopf beschäftigt.

Ich hoffe, dieser Auszug hat euch gefallen.

Einen schönen Tag,

Sylvia

Der Axolotlkönig – Durch die Augen eines anderen sehen

Der Erste Band der Märchenspinnerei

Letzte Woche wurde es ja enthüllt: Mein Projekt “Der Axolotlkönig” wird der erste Teil einer neuen fantastischen Buchreihe, der Märchenspinnerei. In diesem Zusammenschluss von Autorinnen haben wir uns damit befasst, reale Probleme in die Märchen zu weben, die uns in unserem Alltag betreffen und belasten können.

Mein Lurchi befasst sich dabei mit Mobbing. So ziemlich jedem sollte das ein Begriff sein. Doch hat es auch jeder schon mal am eigenen Leib erfahren? Sind Leute, die sich gemobbt fühlen, nicht einfach nur dieser unendlich überempfindliche Schlag Menschen, deren Füße so groß zu sein scheinen, dass man gar nicht anders kann, als darauf zu treten?

Nein. Mobbing ist mehr. Mobbing sind diese fiesen, hinterhältigen und oft ganz unschuldig klingenden Kommentare von jemandem, der ziemlich genau weiß, wie er sein Opfer treffen kann und jede Schwachstelle nur zu gerne ausnutzt. Das sind für die Betroffenen die Momente, in denen ihnen das Blut in die Ohren schießt und sie im Boden versinken wollen vor Scham. Etwas, was sie gesagt, oder gemacht haben, wird anders wiedergegeben, aus dem Kontext gerissen und so neu zusammengesetzt, dass es dazu dient, sie zu diffamieren, bloßzustellen und immer wieder in die peinliche Situation bringt, sich rechtfertigen zu müssen.

Die Opfer tragen nie die Schuld

Dabei sind es oft harmlose Vorkommnisse, bei denen gar keine Notwendigkeit bestünde, sich zu rechtfertigen, wenn sie nicht völlig aus ihrem Zusammenhang gelöst worden wären. Manchmal handelt es sich auch um Eigenschaften, Angewohnheiten, oder nur körperliche Besonderheiten, die die gemobbte Person einfach mitbringt.

Das Schlimme ist, dass die Opfer immer weiter in die Defensive gedrängt werden, sich schuldig fühlen an dem, was andere ihnen antun, und es am Ende vielleicht selbst sogar glauben.

 

Der schwerste Schritt

Aus diesem Teufelskreis an schwindendem Selbstbewusst sein und dem ständigen Kreuzfeuer weiterer erniedrigender Situationen kommen die Betroffenen selten allein wieder heraus. Sich letzten Endes einzugestehen, dass man gemobbt wird, dass man vielleicht Hilfe braucht, dass man allein nicht mehr dagegen ankommt, das ist oft das Schwerste.

Denn was, wenn man dafür auch nur wieder Häme und Spott erntet?

Das Vertrauen in andere wird grundlegend erschüttert und vor jemand anderem seine Probleme, Sorgen und Ängste offenzulegen wird weitestgehend unmöglich, weil es nur einmal mehr die eigenen Schwächen offenbart und angreifbar und verletzlich macht. Nicht zuletzt das ist ein Grund, warum Mobbing oft in sozialer Abschottung und damit leicht auch in Depressionen endet.

 

Die andere Seite verstehen lernen

Meine Geschichte wurde nun geboren aus dem Gedanken: Warum tun die Mobber das eigentlich? Was treibt sie an? Und haben sie überhaupt eine Ahnung, was sie den Opfern eigentlich antun?

Man sagt ja immer, Kinder seien grausam. Ich aber denke, Kinder, Jugendliche und sogar auch Erwachsene, sind oft vielmehr gedankenlos, egozentrisch, sehen sich und den eigenen Spaß, oder sie tun es aus eigener Verletztheit heraus, um eigene Unsicherheit, eigenen Schmerz und eigene Probleme zu kaschieren.

Das einzige, was da hilft, ist die Welt mal mit den Augen des anderen zu sehen. Mehr Einsicht, mehr Verständnis, warum jemand etwas tut oder sagt, oder schlichtweg einfach ist, wie er ist. Manchmal ist das alles, was es braucht.

 

Wir sehen uns dann im Aquarium.

 

Bis dahin macht es gut.

 

Eure Sylvia

Folge deinem eigenen Stern – Jahresrückblick

“Folge deinem eigenen Stern”

 

Dieser Spruch stand damals silbern auf unseren Abitur-Shirts drauf. Anfangs fand ich ihn eigentlich blöd und hatte ihn auch nicht gewählt, weil er der alten A-Klasse-Werbung entliehen war. Naja, wo so Inspiration für Abi-Sprüche eben herkommt. Dann aber hat eine meiner Schulkameradinnen auf dem Abschlussball ihre Rede gehalten zu diesem Satz. Was er für sie, für uns alle bedeutet.

Das Leben ist eine Straße aus Sternen, die wir uns selbst wählen. Jedes Ziel, jeder Traum ein heller Himmelskörper an unserem persönlichen Firmament.

Ein paar meiner Sterne standen für mich schon lange fest. Tierarzt werden. Bücher schreiben. Doch das war ja nur der erste Schritt. Viele Fragen blieben ja offen. Noch in der Uni habe ich mich manches mal darüber nachgedacht: Wo lande ich mal? Auf was spezialisiere ich mich? Und beim Schreiben habe ich mich gefragt: Gibt es da noch andere Geschichten, als den Stern?

Ein wenig hat mir das immer Angst gemacht. Denn was, wenn man seine Ziele, erreicht hat? Ist das das Ende des Weges? Ist danach alles nur noch langweilige Routine?

Heute kann ich behaupten, dass ich in gewisser Weise dort bin, wo ich mich vor 11 Jahren hinträumte. Und mein schönsten Geschenk in diesem Jahr, ist das Gefühl, mit dem ich heute von der Arbeit nach Hause gefahren bin: Zu wissen, dass ich hier und jetzt und da, wo ich bin, glücklich bin; und dass das Erreichen seiner Sterne nur der Weg zu neuen Sternen ist.

Genau das wünsche ich euch allen ebenso. Und wenn ihr es dieses Jahr nicht gefunden habt, dann hoffentlich im nächsten Jahr.

 

Liebste Grüße,

 

Sylvia

 

 

 

Foto: Dorothee Rund

Wenn der Stern zu Staub zerfällt … Band III Endlich als Print!!

Auf den sozialen Netzwerken habe ich es ja schon kundgetan. Aber nun auch hier ganz offiziell:

 

Sternenstaub ist ab sofort in gedruckter Form erhältlich, womit das Sternenlied seinen fulminanten Abschluss findet.

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Und hier die noch einmal die Bände II und I.

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Zu verdanken habt ihr das einer unendlich geduldigen, immer um mich bemühten und nie um Kommentare und Anmerkungen verlegenen Sabrina. Ihre harmlose Interview-Frage im Oktober 2015 “Na, kannst du dir auch vorstellen, das ganze als Print herauszugeben?” und ihre Weigerung Ebooks zu lesen, hat damals alles losgetreten, – und sie seitdem mich, wann immer ich kurz vor dem Nervenzusammenbruch stand – 😉 .

Mit ihr zusammen waren es dann meine Schhreibkollegin Theresa, unter deren kritischen Blick ich die Reihe im NaNoWriMo 2015 zu ihrem Ende schrieb, und mein Mann Christian, der mir immer wieder Mut machte und den Rücken freihielt, damit Erui endlich erwachen konnte.

Nicht zuletzt seid es aber natürlich ihr, die Leser, ohne die ich das hier niemals geschafft hätte. In ein Buch, das nicht gelesen wird, braucht man nicht so unendlich viel Zeit und Mühe stecken. Und darum waren es natürlich eure Rezensionen, eure Kommentare, eure vielen Nachrichten, die mich manches Mal zu Tränen gerührt haben und weitermachen ließen.

Mit dieser Geschichte Herzen erreichen, das war immer mein Wunsch. Und ihr habt mir gezeigt, dass es möglich ist.

Ich hoffe daher, dass ich euch in den kommenden Jahren noch viele wundervolle Geschichten geben kann, die euch berühren, die euch fesseln, oder auch einfach nur mal zum Lachen bringen.

Der Stern hat seinen Abschluss gefunden, doch die Chroniken von Erui haben damit erst begonnen.