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Namen bekommen Gesichter – Part 5 Dûrowinn, Prinz der gräsernen Steppe

Er ist der Sohn von König Melias und damit Kronprinz über das Reich der gräsernen Hügel, Arvindûras. Es liegt westlich genau zwischen den Landen der Elfen, welche direkt an die schwarzen Gletscher grenzen, und den Herzlanden, dem Hoheitsgebiet des Hochkönigs.

Die arvindûrische Kultur ist patriarchisch geprägt. Erbe ist immer der älteste männliche Nachfahre. Frauen gehören nicht in den Krieg und dürfen sich damit auch nicht für die Armee des Königs, die legendären Arvindûri, bewerben. Unter den Rekruten gibt es jährlich einen Wettstreit, aus dem nur die Besten als Sieger hervorgehen und das begehrte rote Band erringen, welches sie als wahre Krieger von Arvindûras zu erkennen gibt.

Die Arvindûor gehören außerdem zu den hochmagischen Völkern. Erwacht in einer Zeit, als die Herzen der Menschen noch Träume lebendig machen konnten, wurde ihnen die Magie der Erinnerung zuteil. Ihre Magie erlaubt es ihnen sich zu jeder Zeit in eine früher Phase ihres eigenen Lebens zurückzuversetzen und sich an jedes noch winzige Detail oder auch Gefühl zu erinnern. Manche sehr mächtige Arvindûor beherrschen diese Gabe sogar so perfekt, dass es ihnen möglich ist, anderer Wesen Erinnerung zu besuchen, oder sogar sichtbar werden zu lassen.

In diesem Volk und dieser Kultur, als einer der am höchsten geschätzten von ganz Erui, aufgewachsen, entwickelte der Prinz schon in sehr jungen Jahren ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein. Manche würden ihn als hochmütig bezeichnen, was ihm allerdings nicht gerecht wird.

Dûrowinn weiß, wer er ist, was für eine Verantwortung eines Tages auf seinen Schultern lasten wird und er nimmt die aufgaben eines Kronprinzen sehr ernst. Doch wirklich nur diese. In allen anderen Belangen lässt er sich von nichts und niemandem reinreden.

Sein Mutter soll im übrigen eine junge Dienstmagd gewesen sein, in die König Melias sich einst Hals über Kopf verliebte. Nach der Geburt des Kindes heiratete er sie, doch sie starb noch bevor ihr Sohn ein Jahr alt war. Somit kennt Dûrowinn seine Mutter nicht und er würde auch im Traum nicht daran denken, dass sein Vater ihn bezüglich seiner Herkunft belogen haben könnte.

Dûrowinn von Arvindûras
Sieht seinem Vater zum verwechseln ähnlich. Wer aber ist seine wahre Mutter?

 

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Namen bekommen Gesichter – Part 1 Fenia

Jeder Leser hat ja immer sein eigenes Bild von den geliebten Hauptcharakteren im Kopf. Nichtsdestotrotz war Dorothee Rund so nett, ihre Version von meinen Protagonisten mit ihrer außergewöhnlichen Begabung für Gesichter zu Papier zu bringen. Ich möchte euch in den kommenden Tagen diese tollen Skizzen zeigen und euch dabei immer eine Person näher vorstellen.

Anfangen werden wir heute mit Fenia.

Auch wenn Sie erst im zweiten Teil des ersten Buches stärker zur Geltung kommt und die Handlung einen Blick auf ihre Erlebnisse wirft, ist sie doch das tragende Element meiner Geschichte. Dabei bleibt Fenia im allerdings noch ein wenig kühl und unnahbar. Wir erleben ihre Abenteuer in Erui und sehen ihre Entwicklung, doch lässt sie uns in Teil eins noch nicht ganz in ihre Gedanken und ihr Herz.

Das ist so gewollt, denn von all meinen Charakteren macht sie die größte Entwicklung durch.

Ein hübsches Kind war sie, das zu einem blassen, stillen und verträumten Teenie heranwuchs, sich hinter dem Wunsch versteckend, einfach wie alle anderen sein zu können, obwohl sie tief in ihrem Herzen weiß, dass sie anders ist.

Fenia_jünger

Fenia mit 14, blass verträumt, naiv, unscheinbar, lässt sie nicht einmal ihre Eltern sehen,

wie es in ihrem Herzen aussieht.

Ein bitterböser streit mit Martin, in dem sie ihr Leben bedroht sieht, fördert schließlich zu Tage, was wirklich in ihr steckt und in Erui lernt sie, dass ihr Potential scheinbar keine Grenzen kennt, bis zu dem Tag, an dem sich alles ändert …

Fenia_älter

Als Fenia vier Jahre später nach Hause zurückkehrt, ist aus ihr eine wunderschöne

doch verschlossene junge Frau geworden.

Wie weit der Weg durch die Welt hinter den Schleiern sie wirklich führt, wird Stück für Stück erst im Laufe aller drei Bände enthüllt. Aus dem unbedarften Wunderkind, dem alles zuzufliegen scheint, wird somit im Laufe der Geschichte eine starke junge Frau, die bis an die Grenzen ihre Fähigkeiten getrieben wird, und sogar darüber hinaus. Ob ein Herz davon unversehrt bleiben kann, oder nicht, ob solche Erfahrungen eine Seele in den Schatten reißen, das wird sich erst zeigen, wenn der Stern von Erui zu Staub zerfällt …

Hier geht es zum nächsten Beitrag der Reihe ‘Namen bekommen Gesichter’: Martin.