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Folge deinem eigenen Stern – Jahresrückblick

“Folge deinem eigenen Stern”

 

Dieser Spruch stand damals silbern auf unseren Abitur-Shirts drauf. Anfangs fand ich ihn eigentlich blöd und hatte ihn auch nicht gewählt, weil er der alten A-Klasse-Werbung entliehen war. Naja, wo so Inspiration für Abi-Sprüche eben herkommt. Dann aber hat eine meiner Schulkameradinnen auf dem Abschlussball ihre Rede gehalten zu diesem Satz. Was er für sie, für uns alle bedeutet.

Das Leben ist eine Straße aus Sternen, die wir uns selbst wählen. Jedes Ziel, jeder Traum ein heller Himmelskörper an unserem persönlichen Firmament.

Ein paar meiner Sterne standen für mich schon lange fest. Tierarzt werden. Bücher schreiben. Doch das war ja nur der erste Schritt. Viele Fragen blieben ja offen. Noch in der Uni habe ich mich manches mal darüber nachgedacht: Wo lande ich mal? Auf was spezialisiere ich mich? Und beim Schreiben habe ich mich gefragt: Gibt es da noch andere Geschichten, als den Stern?

Ein wenig hat mir das immer Angst gemacht. Denn was, wenn man seine Ziele, erreicht hat? Ist das das Ende des Weges? Ist danach alles nur noch langweilige Routine?

Heute kann ich behaupten, dass ich in gewisser Weise dort bin, wo ich mich vor 11 Jahren hinträumte. Und mein schönsten Geschenk in diesem Jahr, ist das Gefühl, mit dem ich heute von der Arbeit nach Hause gefahren bin: Zu wissen, dass ich hier und jetzt und da, wo ich bin, glücklich bin; und dass das Erreichen seiner Sterne nur der Weg zu neuen Sternen ist.

Genau das wünsche ich euch allen ebenso. Und wenn ihr es dieses Jahr nicht gefunden habt, dann hoffentlich im nächsten Jahr.

 

Liebste Grüße,

 

Sylvia

 

 

 

Foto: Dorothee Rund

Gewinnen, gewinnen, gewinnen!!!

Unsere lange Blogtour kommt zu einem Ende. Ich hoffe, wir konnten euch fesseln, mitreißen, neugierig machen auf Erui und seine verworrene, epische Geschichte.

Die fleißigen Leser sollen natürlich auch belohnt werden. Wer am ball geblieben ist und alle Beiträge gelesen hat (oder sie noch lesen will) der kann anschließend hier bei Tines Gewinnspiel mitmachen.

Es wird aber nicht nur Wissen aus der Blogtour abgefragt, sondern auch ganz viel eure eigenen Eindrücke und Meinungen. Man kann also gar nicht wirklich was falsch machen:)

Wenn euch dennoch ein Tag entgangen ist und ihr schnell nochmal nachlesen wollt, kommt ihr hier zum Tourüberblick.

Wir sind neugierig auf euch und eure Tourerlebnisse.

Liebe Grüße

Im Gespräch mit der Muse Teil 2

“Mal im Ernst, es war nicht grade dein rühmlichster Schachzug, meinen Hauptcharakter in Abschnitt zwei des ersten Buches gleich schon um die Ecke zu bringen. Zugegeben, es war tragisch. Ich habe geweint, als ich es geschrieben habe. Aber war es wirklich nötig?”

Die Muse funkelt mich mit glühenden Augen an. Sie ist im Augenblick ohnehin nicht gut auf mich zu sprechen. Ich habe es doch tatsächlich gewagt, ihr achsowundervolles Ende mit ‘totaler Kitsch’ zu betiteln. Seitdem schmollt sie. Sie ist nichtmal, wie so oft einfach beleidigt abgezogen, sondern hockt da, in einem Winkel meiner Gedanken und zieht mich zu den noch offenen Stellen in Teil zwei und dem immer noch nicht geschriebenen Ende von Teil drei.

Dabei ist es in meinem Kopf so einfach. Doch auf dem Papier will es schlicht nicht werden. Es klingt nicht. Es wirkt nicht. Es zieht sich, wie Kaugummi und ist nur halb so tragisch, wie erhofft. Dabei hat die Muse recht. Es gehört genau so, wie sie es in meinem Kopf inszeniert, aber irgendwie bin ich grade noch nicht bereit es aufzuschreiben.

Dafür hat Buch zwei jetzt 30 brandneue Seiten bekommen.

“Aber die Ideen dafür sind ja auch nicht neu”, mosert sie herum und lässt mich einmal mehr links liegen.